Goldenes Bärengießen für die Berlinale. Die Trophäen sind vergeben, das Festival war zufrieden, der Filmmarkt auch. Nur der Wettbewerb im Stream machte nicht den gewohnten Spaß. | Foto © Berlinale/Pablo Ocqueteau

Die Berlinale ist erstmal gelaufen. Teil 2 folgt vielleicht im Sommer. Dann soll auch das Publikum die Filme sehen können. So ist der Rückblick auf den Wettbewerb zugleich eine Vorschau.

Kurz mal zurückspulen. 2020. Die letzte Festival-Filmvorführung für die Presse war am 28. Februar 2020. In meiner kleinen Gruppe waren wir uns weitgehend einig, es war doch eine gute Berlinale gewesen. Es war sehr entspannt, sowohl bei den Wartezeiten vor dem Einlass zu den Vorführungen, als auch in der Organisation. Covid-19 war bereits Thema, man desinfizierte seine Hände an jedem zweiten Spender. Mit einer Kollegin tauschte ich mich am Nachmittag aus. „Pass auf, das war wahrscheinlich das letzte Festival für lange, lange Zeit“, sagte sie. Sie sollte recht behalten. Am gleichen Tag wurde hier in Berlin die Internationale Tourismusbörse abgesagt. Internationale Events könnten Hotspots sein. Über Ecken habe ich viel später erfahren, dass es damals doch zu Ansteckungen bei Festival-Besuchern kam. 

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Nur halb so stark wie üblich präsentiert die Berlinale den Nachwuchs. Aus 225 Einreichungen wurden nur sechs Filme für die „Perspektive Deutsches Kino“ ausgewählt – zum Beispiel „Die Saat“. | Foto © Kurhaus Production

In der Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ präsentiert die Berlinale den Nachwuchs. Im Jahr ohne echtes Festival ist das schwierig, zu sehen sind die ausgewählten Filme erst im Sommer. Eine Vorschau.

Das Festival als Sprungbrett. Zu einem Publikum. Die Sektion „Perspektive Deutsches Kino“ gibt den jungen Filmetalenten diese Plattform. Wenn man noch keinen Namen hat, ist es doppelt schwierig, sich im Festivalgetöse so zu positionieren, dass das Publikum aufmerksam wird. Ohne Publikum wird es schwierig. Im 2021er Jahrgang der Berlinale konnte die Branche aus Marktvertreter und Presse die Filme sichten, das Publikum darf sich gedulden, auf den Sommer. 

Aus 225 Einreichungen wurden nur sechs Filme ausgewählt. In der Regel versammelt die Sektion in etwa die doppelte Anzahl an Arbeiten. Die Konzentration auf drei Spiel- und drei Dokumentarfilme wirkt trotzdem stimmig. Wobei sich nur ein Titel als waschechter Spielfilm zeigt. Darüber hinaus zeigt sich der junge deutsche Film von seiner internationalen Seite. Jonas Bak reist für „Wood and Water“ bis nach Hongkong und Yana Ugrekhelidzes „Instructions for Survival“ begleitet die Protagonisten aus Georgien bis ins Asyl in Belgien. Jide Tom Akinleminu ist in Nigeria geboren und in Dänemark aufgewachsen, studierte aber in Berlin an der DFFB. „When a Farm Goes aflame“ ist eine Reise über die Kontinente. In Salar Ghazis „In Bewegung bleiben“ verlassen einige Protagonisten ihre Heimat, die DDR, für eine Heimat in der Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise Chile.

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„Das Neue Evangelium“. | Foto © Fruitmarket/Langfilm/IIPM/Armin Smailovic

„Sobald die Kinos wieder öffnen“ – Streaming-Angebote in den Wochen vom 17. und 24. Dezember 2020 – Teil 1.

Ein einschneidendes Jahr geht zu Ende. In genau einer Woche ist Weihnachten. Ich bin sicherlich nicht die Einzige, für die sich das nicht so anfühlt. Die Zeit ist für mich gefühlt stehengeblieben. Irgendwann am Anfang des Jahres. In zwei Wochen ist Silvester. Ein Einschnitt, der etwas Neues verspricht und sich doch so anfühlt, als würde ein Sog einen zurückziehen. Es ist die Zeit, Listen zu schreiben. Erstaunlich viele Kulturliebhandene pflegen Listen. Die besten Filme, die interessantesten Ausstellungen, ein Zählen, ob man in diesem Jahr mehr Bücher gelesen hat als im Jahr davor … Das Gleiche gilt für Filme. Nein, ich habe viel viel weniger Filme dieses Jahr gesehen als in den Jahren zuvor. Weil ich kaum im Kino war. Weil das alleine zu Hause auf dem kleinen Bildschirm gucken wirklich nicht vergleichbar ist. Und meine Top-Listen füllten sich nur sporadisch.

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„Glue“. | Foto © Salzgeber

Scheibenveröffentlichungen, Mediatheken und Streams statt Kino … in der Woche vom 10. Dezember 2020 – Teil 1.

Die ersten Jahresüberblicke erscheinen. Dieses 2020 war ein Jahr der Streams statt Kino. Nur ein Major hielt am Kino unerschütterlich fest: Warner Bros. wollte Christopher Nolans „Tenet“ auf die Leinwände bringen. Unbedingt. Und jetzt das, und man muss jetzt gar glauben, dass es Nolan geschuldet ist, dass „Tenet“ auf die Leinwand durfte. Ausgerechnet Warner Bros. Für diese Kolumne, die Donnerstags am traditionellen Kinotag erscheint, kam die Meldung zu spät: Vorige Woche hat es eine Erschütterung in der Film- und Kinolandschaft gegeben, die sich noch nicht gelegt hat: Warner Bros. gab am 3. Dezember bekannt, man wolle alle Filme, die sie 2021 auf ihrer Startliste haben, „konsumenten“-gerecht nicht nur in die Kinos bringen, sondern gleichzeitig und (einen Monat lang) exklusiv auf der eigenen Streaming-Plattform HBO Max anbieten. Dazu passt, dass HBO Max demnächst auch nach Europa expandieren soll. Und ja, das heißt, dass „Wonder Woman 1984“ nicht zu Weihnachten und nicht sofort bei uns zu sehen sein wird.

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„Black Beauty“. | Foto © Disney

Advents-Aktionen, Mediatheken und Streams statt Kino … in der Woche vom 03. Dezember 2020 – Teil 1. 

Vor einem Monat war die Startwoche vom 3. Dezember 2020 der Top-Spot. Die Kandidaten für einen Start im Kino drängelten sich. Doch so schnell, wie die Titel sich auf dieses Feld im Kalender gedrängt haben, so schnell liefen sie wieder auseinander und sprangen bis in den März oder April vor. Einige stehen fernab und sehen dem organisatorischem Chaos erst einmal zu und machen noch gar keinen Schritt in Richtung Entscheidung. Wie auch, wenn die Maßnahmen kaum verbindlich und planbar daher kommen. Jedes Planen, jedes Marketing ist reine Sisyphus-Arbeit. Man schiebt die Filme doch immer nur wieder vom Nullpunkt an. Einige Verleiher wollten die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Zum Beispiel „Falling“ von Viggo Mortensen und „Ein Doktor auf Bestellung“, eine französische Weihnachtskomödie. Beide Filme wollten am 24. Dezember starten. Das ist, seit gestern abend, wieder Makulatur. Bereits für Berlin hatte man einen Start noch im Dezember ausgeschlossen. Bereits letzte Woche gab es erste Stimmen, die vom Frühjahr sprachen. Und siehe da, eigentlich nach Abgabetermin für diese Kolumne, wurde der Teil-Lockdown über den Jahreswechsel verlängert. Vorerst heißt es nun, nicht vor dem 10. Januar 2021 darf es wieder los gehen. 

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„Jingle Jangle Journey“. | Foto © Netflix

Mediatheken und Streams statt Kino … in der Woche vom 26. November 2020 – Teil 1.

Eine letzte Woche Wellenbrecher-Lockdown und dann geht es wieder los? Man darf doch wohl noch träumen. Am Donnerstag, wenn diese Kolumne erscheint, wissen wir, was inoffiziell schon die Runde macht: die Maßnahmen werden verlängert. Aber für die Kolumne am Donnerstag habe ich einen gewissen Vorlauf. Darum kann ich nicht mit unerschütterlicher Gewissheit behaupten, was noch nicht kommuniziert wurde. Ich könnte mir also real vorstellen, die Maßnahmen werden aufgehoben und wir dürfen alle wieder ins Kino. Das wäre schön, denn das Zuhause-Streamen ist nicht nur nicht dasselbe wie Kino, es ist auch viel ermüdender. Ich kann also noch nicht schreiben „es geht wieder los“ und auch nicht „das wird dieses Jahr nichts mehr“. Sobald in meinem E-Mail-Postfach die Startänderungsmeldungen hereinpurzeln, werde ich die Verlängerung als unumstößlich betrachten. Die Kollegen unserer Redaktion werden darüber berichten.

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„Das Damengambit“. | Foto © Netflix

Streaming statt Kino … in der Woche vom 19. November 2020 – Teil 1.

Werden wir in zwei Wochen wieder ins Kino gehen können? So wirklich mag man das nicht glauben. In den Niederlanden dürfen die Kinos ab heute wieder öffnen, meldet Programmkino.de und verweist auf einen Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“. Hier die Meldung auf der niederländischen Regierungs-Site [auf Englisch]. Demnach bleibt ein teilweiser Lockdown bestehen, Museen, Theater, Schwimmbäder dürfen jedoch wieder öffnen. Genau so wünscht man sich das auch in Deutschland. Nächste Woche wissen wir mehr.

Derweil schließen die Kinos der Züricher Arthouse-Reihe freiwillig und melden eine „Kunstpause“ bis zum voraussichtlich 4. Februar 2021. Die „Lichtburg“ in Essen geht andere Wege. Auf der Website kann man lesen: „Umfangreiche Hygienemaßnahmen und TÜV geprüfte Lüftungsanlagen mit ständig hoher Frischluftzufuhr, sowie die Bestätigung durch die o.g. Fakten, lassen uns behaupten: sicherer geht’s kaum!“ Mit dem Slogan startet man nun eine Plakataktion. Weil: „Den Menschen ständig zu vermitteln, welche Orte gefährlich sind, ist prinzipiell richtig. Aber Angst allein ist kein guter Ratgeber! Den Menschen aufzuzeigen, wo sie sich sicher fühlen können, wäre vielleicht mal eine konstruktive Option.“

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Robert Zemeckis „Hexen hexen“ startete am Wochenende vor dem neuen Lockdown ins Kino. Jetzt läuft er bei „Sky Cinema“ weiter. Auch Arthaus-Verleiher setzen im November wieder aufs Streamen. | Foto © Sky

Streaming statt Kino … in der Woche vom 12. November 2020.

Februar 2020. Die Welt weiß zwar noch nicht, was alles in Sachen Corona auf sie zukommt, aber dass es ernst ist, das ist den Fans von James 007 Bond klar. Vorsorglich, der neue Film „Keine Zeit zu sterben“ soll am 2. April 2020 starten, bittet man um eine Verschiebung. Die Produktionsfirma sah das ganz ähnlich. Am 4. März, in Deutschland am 5. März, gut eine Woche vor dem ersten Lockdown, gab man bekannt, Daniel Craigs James Bond würde am 12. November 2020 ins Kino kommen. Der November wirkte weit, weit weg. Noch Ende September stand alles auf Los!, obwohl es auch schon früher Gerüchte gegeben hatte, dass es nicht bei dem November-Start bleibt. Am 2. Oktober 2020 zog man die Reißleine, am 8. Oktober gab man bekannt: Neuer Starttermin ist, in Deutschland, der 31. März 2021. Da noch niemand absehen kann, wie lange uns Corona tatsächlich im Griff haben wird, machten Streamingportale bereits ein Angebot. Vergeblich, man will, und das ist löblich, an einem Kinostart festhalten.

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Es geht wieder los – zurück in den Stillstand der Kinokultur. | Foto © Elisabeth Nagy

Kein Kino … in der Woche vom 5. November 2020 – Teil 1.

Es ist eine Vollbremsung. Die Kinos wurden vom Spieltisch gefegt. „Ohne kUNSt und Kultur wird’s still“ prankt jetzt auf vielen kulturellen Häusern, auch auf Kinos. „See You Later“ steht auf dem Berliner Zoo Palast und wir hoffen, dass dieses Später pünktlich eintrifft. Die große Plakatwand vom „Delphi Filmpalast“, in Laufnähe vom „Zoo-Palast“, zeigt noch das Plakat von „Und morgen die ganze Welt“, was ja auch irgendwie passt. Es tröstet wahrlich nicht, dass (wir verlinken die Verordnungen), auch in Großbritannien, Frankreich und Österreich die Kinos im Lockdown feststecken.

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„Und morgen die ganze Welt“ | Foto © Alamode

Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 29. Oktober 2020 – Teil 1.

Vielleicht heißt es bald wieder Kino und andere Streaming-Angebote in Zeiten von Corona. In Italien schließen die Kinos wieder, berichtet „Blickpunkt Film“. Nicht nur Kinobetreiber*innen sind alarmiert. Kinos sind doch sicher, heißt es. Ins Kino zu kommen, kann anders aussehen. In den Städten könnte doch wieder die Stunde der Kiezkinos schlagen. Auf dem Land sieht auch das eventuell anders aus. Am Mittwoch vormittag, eigentlich Abgabetermin für den Donnerstag, war es schwer, Voraussagen zu treffen. In „Blickpunkt Film“ gibt es zur Lage einen leidenschaftlichen Kommentar von Marc Mensch. 

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„Kajillionaire“ | Foto © Universal

Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 22. Oktober 2020 – Teil 1.

Der erste deutsche Kreis, der Landkreis Berchtesgadener Land ist wieder im Lockdown. „Nur Gottesdienste bleiben erlaubt.“ Wales darf seine Kinos nicht öffnen und so weiter. Rein rechnerisch ist die Chance, sich mit Corona anzustecken immer wahrscheinlicher. Nur eine besonnene und verantwortungsvolle Haltung kann einen durch diese Lawine von Meldungen lavieren. Ehrlich gesagt, habe ich in den öffentlichen Räumen Bedenken, zumal wenn überfüllt und wenn man sieht, wie die Leute ihre Masken tragen, wenn sie sie denn tragen, dann ist es eigentlich auch egal. 

Im Kino fühle ich mich bisher sicher. Zumindest stimmen da die Rahmenbedingungen. Immer wieder wird darauf hingewiesen, was die Kinos alles tun, damit es sicher ist. Auf Celluloid Junkie gibt es jetzt eine Analyse: „The Number of COVID-19 Outbreaks Traced to Cinemas is Zero“ [auf Englisch]. Programmkino.de bringt eine deutsche Übersetzung: Darin heißt es: „trotz der über hundert Millionen Kinobesuche in der ganzen Welt seit Beginn der Covid-19-Pandemie (konnte) kein einziger Ausbruch auf irgendeine Art von Kino zurückgeführt werden“. Ganz anders sieht das in den Kirchen aus. Der Verband AG Kino fordert folgerichtig, die Kinos zu unterstützen, statt sie abzustrafen.

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„Rojo“ | Foto © Cine Global

Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 15. Oktober 2020 – Teil 1.

Marketing-Sprache. Manchmal wundere ich mich doch, mit welchen Floskeln man mir die Meldungen serviert. Da werden Premieren als „zauberhaft“, „saustark“ oder „umjubelt“ beworben. Wenn dann die nächste große Kinohoffnung zum Streaming getragen wird, dann ist im Kinogeschäft niemandem zum Jubeln zumute. Da wird etwa Bob Chapek, CEO der Walt Disney Company, zitiert mit: „Wir sind begeistert, Pixars spektakulären und berührenden Film ,Soul‘ den Zuschauern im Dezember direkt auf Disney+ zugänglich zu machen.“ Und weiter im Werbetext: „Ein neuer Pixar-Film ist immer etwas Besonderes, und diese wirklich warmherzige und witzige Geschichte über menschliche Beziehungen und wie wir unseren Platz in der Welt finden, ist ein filmisches Highlight, das Familien nun gemeinsam über die Weihnachtsfeiertage genießen können.“ Vielen Dank. Für nichts.

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„Eine Frau mit berauschenden Talenten“ | Foto © Neue Visionen, Guy Ferrandis

Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 8. Oktober 2020 – Teil 1.

Die Karten wurden neu gemischt. Wie ein Fels in der Brandung stand James Bond im November auf dem Startplan, um Kinopublikum und Kinomacher sowas wie Erlösung aus einer langen Fastenzeit zu versprechen. Da hat man noch mal ordentlich was in das Marketing reingebuttert (wir berichteten vorige Woche), und dann krachte auch dieser Starttermin mit lautem Getöse und wurde zum ersten Dominostein, der eine Kettenreaktion auslöste, die noch nicht zum Stillstand gekommen ist. Der 12. November 2020 war in so greifbarer Nähe … vergeblich. Die zweite Corona-Welle ebbt noch nicht ab. Wir machen uns was vor, wenn wir denken, dass sich daran so schnell etwas ändern wird. Jetzt soll Bond im April 2021 ins Kino kommen, ein Jahr nach dem ursprünglich anvisierten Starttermin.
Aber eine Verschiebung von einem Jahr ist gerade hoch im Trend. „F9“, sprich die 9. Episode der „Fast-&-Furious“-Reihe wird nun auch verschoben, vom April auf Ende Mai 2021, um 007 nicht ins Gehege zu kommen. „Jurassic World“ rutscht mit der Lawine vom Sommer 2021 in den Juni 2022, meldet das Branchenblatt „Variety“ [auf Englisch].
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„Niemals Selten Manchmal Immer“| Foto © Focus Features

Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 1. Oktober 2020 – Teil 1.

Kaum hatte ich vorige Woche meine Kolumne an die Redaktion gegeben, in der ich von zahlreichen Startterminverschiebungen weg aus dem Oktober berichtete, da trudelten erste Meldungen zur umgeworfenen Startstaffel von Walt Disney Studios ein. Am Donnerstag kam die offizielle Pressemeldung. „Blickpunkt Film“ brachte seine Meldung entsprechend auf den neuesten Stand. „Black Widow“ wurde um gut ein halbes Jahr in den Mai 2021 verschoben. „The King’s Man – The Beginning“, im Gegenzug, wanderte zwei Wochen, na allerhand, auf Mitte Februar 2021 vor.

Unverrückbar bleibt der neue James Bond auf dem 12. November 2020. Universal zeigt seine Unterstützung, indem sie mit einem exklusiven Podcast an ihr Publikum herantritt, der ab sofort auf allen gängigen Plattformen erreichbar ist, um so die Zeit bis zur Startwoche zu überbrücken. Über sechs Folgen (allerdings in Englisch), will man einen „exklusiven Einblick hinter die Kulissen der 25. Bond-Mission“ gewähren und „vom Casting Director bis hin zum Special Effects Supervisor“ werden alle dabei sein. Die erste Episode verspricht „Bond in Context“, die letzte nennt sich dann „Being 007“. Aber mit anderen Worten, nur noch sechs Wochen und wir sind schon mitten im November. Geht es nur mir so? Die jährlich zum Ende der Sommerferien terminierte Platzierung von Weihnachtsgebäck in den Supermärkten wirkt für mich noch surrealer als in den vorigen Jahren.

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„Persischstunden“ | Foto © Alamode

Alles Kino und noch mehr  … in der Woche vom 24. September 2020 – Teil 1.

Gleich zwei Neuzugänge haben sich in den Arthouse-Charts platziert. Das Bio-Pic über die Schauspielerin Jean Seberg, „Jean Seberg – Against all Enemies“, ist sowohl nach Gesamtbesucherzahlen, als auch im Kopienschnitt auf Platz 1. Auf den zweiten Platz rückte Roy Aderssons lakonische Betrachtung „Über die Unendlichkeit“. Die Zahlen für „Tenet“ (immer noch Top), „After Truth“ und Co liefert „Blickpunkt Film“. Bester Neueinsteiger ist demnach die Komödie „Hello Again“, ein Film der Warner Bros., zu dem es übrigens auch keine umfassende Pressebetreuung gab. 

Gute Nachrichten, wenn man denn so will, ist die Platzierung von „Wonder Woman 1984“ auf den 23. Dezember 2020, während „Soul“ von Walt Disney Studios fest auf dem 26. November 2020 stehen bleibt. Auch an dem neuen James Bond, „Keine Zeit zu sterben“, hat noch niemand gerüttelt, der 12. November 2020 bleibt. Andererseits: Sony Pictures hatte letzte Woche immerhin noch einen Film für dieses Jahr im Programm. Jetzt verabschiedet man sich aufs nächste. „Connected – Familie verbindet“ steht derzeit ohne Starttermin da. Universal wiederum hebt den Filmstart von „Candyman“ auf, ursprünglich sollte der am 15. Oktober starten. Der letzte Joseph Vilsmaier-Film, „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ mit Michael Herbig, wird von Leonine ebenfalls in den Dezember verschoben. 

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