
Am neuen Konzept hatte Adele Kohout noch als Koleiterin gearbeitet. In diesem Jahr soll noch mehr über die Filme und Themen gesprochen werden. | Foto © Ronny Heine
Im Mai blickt das Dokfest München wieder auf die großen Themen unserer Zeit. Seit vorigem Jahr mit einem neuen Konzept, ab diesem Jahr unter neuer Leitung.
Frau Kohout, Sie sind schon seit fast 20 Jahren beim Dokfest München. Jetzt kommt das erste unter ihrer Leitung. Das Festival haben Sie allerdings schon voriges Jahr zum 40. Jubiläum umgebaut. Statt der bisherigen Sektionen gibt es nun 15 Themenfelder. Wie ist das angekommen?
Sehr gut. Die meisten Zuschauer*innen orientieren sich bei ihrer Filmauswahl an Themen. Wir haben das Programm so sortiert, dass sie schnell die Filme finden, die sie interessieren. Das hat sich bewährt. Wir haben das in diesem Jahr weiterentwickelt und um einen Aspekt erweitert: Jede Reihe hat nun einen „Signature-Film“, der das Thema nochmal stärker in den Fokus rückt, und mit dem wir auch noch anders arbeiten: Zu jedem Signature-Film gibt es einen „Fokus Talk“, sprich eine Erweiterung und Vertiefung des Themas. Überhaupt haben wir in diesem Jahr mehr thematische Gespräche und Events und dadurch auch mehr Inhalte.
So wie diese Signature-Filme sind dann auch die anderen Filme in der Reihe?
Alle Filme der Reihen drehen sich um ähnliche Themen oder beleuchten ein Oberthema aus verschiedenen Perspektiven.
Was ist bei den Fokus Talks anders als bei den üblichen Filmgesprächen?
Die anderen Gespräche gibt es auch. Bei den Fokus Talks haben wir nicht nur ein Q&A mit der Regie, sondern auch Expert*innen, die das Thema eben in den Fokus stellen und vertiefen. Bei der Reihe „Visions of the Future“ zum Beispiel haben wir den Signature-Film „Finding Connection“. Es geht um Beziehungen zwischen Mensch und Chatbot, also eine App, mit der Menschen eine Beziehung eingehen. Im Fokus Talk werden wir zum einen den Protagonisten zu Gast haben. Dann gibt es aber auch den Psychologen, der erklärt, was solche Beziehungsmodelle zwischen Mensch und KI bedeuten. Und wir haben noch den CEO einer Firma da, die solche „Companion Apps“ entwickelt, der das von der technischen Seite beleuchtet. Das soll ein Rundumschlag sein, und man kann somit tief ins Thema gehen.















