
„Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution“ | Foto © Entertainment One Germany
Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 1. Oktober 2020 – Teil 2.
Nicht allein „Me Too“ oder die hiesige „#Aufschrei“-Debatte mögen ein Vehikel für das Thema Gleichberechtigung in der Filmerzählung sein. Denn aktuell war dieses Thema eigentlich schon immer: Das zeigt der „Miss-World“-Wettbewerb, der in den 1970er-Jahren auf dem Höhepunkt seiner Beliebtheit war. Doch für Sally (Keira Knightley) und ihre besten Freundin Jo (Jessie Buckley) bedeutet das Spektakel nichts anderes als die Veranschaulichung der gegenwärtigen Frauenverachtung. Für manche Teilnehmerin (Gugu Mbatha-Raw) wiederum bedeutet der Wettbewerb nicht nur die Möglichkeit auf einen Preisgewinn, sondern auch die Chance zur Befreiung von Rassismus und Diskriminierung. Und so wurde der Wettbewerb eigentlich nie das, wozu er einst erdacht war (nämlich den gerade neu erfundenen Biniki zu bewerben). Er wurde zum Sprungbrett für weibliche Karrieren: Die Deutsche Petra Schürmann gewann 1956 neben Finninnen, Schwedinnen und anderen weißen Frauen – bis zum Jahr 1970, als erstmals Jennifer Hosten aus Grenada als Dunkelhäutige den Preis gewann. So wurde „Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution“: Die Regisseurin Philippa Lowthorpe („The Crown“) und die Drehbuchautorin Rebecca Frayn („The Lady“) hat die wahre Geschichte zu dieser auch amüsanten Filmgeschichte inspiriert.












