Der Telexet wird 40. Wofür das Proto-Internet alles nützlich ist, wurde früh erkannt. Der Künstler Dragan Epenscheid hat auf einer Website noch explizitere Pixelseiten zusammengestellt. | Screenshot
In Frankreich läuft die Produktion langsam wieder an – anscheinend in ähnlichem Tempo wie in Deutschland. Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen bestimmen auch hier die Meldungen aus der Branche. Zu den Pfingststagen gibt es noch zwei gute Nachrichten: Vor 40 Jahren starteten CNN und der Teletext. Jedes für sich, aber die Pfeiler fürs globale Informationszeitalter waren eingeschlagen.
Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können.
Pixel-Nacktbilder und SMS-Chats: Der Teletext wird 40. Keine Ahnung, was das sein soll? Das Redaktionsnetzwerk Deutschland gibt einen Rückblick und eine Art Nachruf. Auch damals hatte die neue Technik schon ihre Schmuddelseiten. Das Projekt „Teletext Babez“ zeigt die schönsten Seiten im Bauklotz-Design.
Den aktuellen Stand in Frankreich fasst unser Kollege Olivier Kluyskens von Crew United France zusammen:
# Die Kinos öffnen am 22. Juni wieder. Die genauen Massnahmen werden noch bekanntgegeben.
# Die staatliche Filmförderung CNC hat einen eigenen Hilfsfonds von 50 Millionen Euro für Kinoproduktionen bereitgestellt, der ausschließlich mit öffentlichem Geld finanziert wird. Dies soll fürs erste die Versicherungen ,ersetzten’, was das Corona-Risiko angeht: Falls eine Produktion jetzt dreht und wegen des Virus’ (erneut) abbrechen muss, deckt dieser Fonds einen Teil des Verlusts – es gibt eine Obergrenze.
# Die Produktion läuft langsam wieder an. Viele Daily Soaps drehen schon. Im Juni sollten zwei große Kino-Produktionen, deren Dreh im März unterbrochen wurde, weitergehen – auf eigenes Risiko, denn Corona wird von der Versicherung nicht gedeckt. Einige Kinofilme, die im März in Vorbereitung waren, planen einen Drehstart im Juli oder August.
# Cannes wird nächsten Mittwoch seine „Labels“ bekanntgeben. Das sind die Filme, die im Wettbewerb hätten laufen sollen.
Andere Veranstaltungen sind in Frankreich bereits ab kommenden Dienstag erlaubt, die Kinos öffnen landesweit erst drei Wochen später, meldet auch „Blickpunkt Film“. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Kinowirtschaft gefallen sei, habe Premierminister Edouard Philippe betont: Sie wolle den Neubeginn nach Corona auch mit nationalen Kampagnen begleiten.
In der SWR-Serie „Labaule & Erben“ spielte Irm Herrmann (rechts) ihre letzte Rolle. Sie ist noch in der Mediathek zu sehen. | SWR, Violet Pictures, Maor Waisburd
Und? Fake-Fakten und Flurfunk, Freiheitsparadox, Film- und Lektüretips für Pfingsten: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 47.
„Es kam ein Brausen, wie wenn ein Sturm daherfährt, und es erschienen Feuerflammen, auf jeden ließ sich eine nieder.“ Apostelgeschichte 2.2-3
„Ich glaube nicht an eine Kunst, die auf einer Kompositionsidee basiert oder einer Form. Im Grunde ist es meine Idee, allem entgegenzuwirken, was ich je gelernt habe oder was man mir beibrachte, um etwas anderes zu finden.“
Eva Hesse, Künstlerin (1936-1970)
„Erstens: Erkenne die Lage. Zweitens: Rechne mit deinen Defekten, gehe von deinen Beständen aus, nicht von deinen Parolen. Drittens: Vollende nicht deine Persönlichkeit, sondern die einzelnen deiner Werke.“
Gottfried Benn
„Der Flurfunk fällt weg.“ Ein Freund erzählt mir, wie er das nach wie vor andauernde Arbeiten im Home-Office empfindet: „Gerhard Polt kommt manchmal rein, und sagt einfach nur: ,Und?’ Das löst alles aus.“ Und jetzt falle dieses ganze Nebensächliche weg. Das Weiche, Unstrategische. Die strategische Verhalten infiltriere auch noch das Private. Zur Gesprächskultur gehöre ja gerade, was Falsches zu sagen, ja auch was, worauf das Gegenüber beleidigt reagiert. In der Zoom-Konferenz aber funktioniere das alles nicht mehr.
+++
Tatsächlich sind der Überschuss und der Exzess vielleicht das Wichtigste menschlicher Kommunikation. Man könnte also sagen, dass Corona in diesem Sinn durch das genannte Stromlinienförmig-Werden alles noch weiter neoliberalisiert, als es sowieso schon war. Es gibt aber sofort dazu auch eine Antithese.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Suchslandhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Suchsland2020-05-29 21:19:022020-06-03 12:39:49Gedanken in der Pandemie 47: Das „Präventions-Paradox“ ist ein Behauptungs-Paradox!
Die 50. Ausgabe! So richtig freuen wollen wir uns nicht über dieses Jubiläum. Weil wir aber gefragt wurden, schildern wir am Ende dieser Ausgabe unsere Eindrücke von der Filmbranche in der Corona-Krise.
Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können.
Vor dem Virus sind nicht alle Erwerbstätigen gleich. Dies ist ein Ergebnis einer Studie zu den Folgen der Pandemie in Deutschland. Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) befragen seit Anfang April am Telefon eine Stichprobe von mehr als 12.000 Menschen, die Ergebnisse werden kontinuierlich veröffentlicht: „Mit den ungleichen ökonomischen und alltäglichen Lebenssituationen entstehen und wachsen auch die Sorgen in unterschiedlicher Weise. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass einzelne Bevölkerungsgruppen die Krise leichter bewältigen werden als andere“, heißt es im Kurzbericht.
Dennoch sorgten sich die Beschäftigten um die gesamtwirtschaftliche Situation, aber kaum um die eigene wirtschaftliche Lage: Die erste Sorge hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht, die zweite ist sogar gesunken – lediglich die Niedrigverdiener*innen blicken auch etwas weniger zuversichtlich in die eigene Zukunft.
Einen „Offenen Brief aus der Risikogruppe“ haben 80 Schauspieler*innen, Filmemacher*innen und andere am 17. Mau ans Bundeskanzleramt und die Staatskanzleien der Bundesländer geschickt. Anlass war der „vom RKI etwas pauschal definierte“ Begriff der „Risikogruppe“ und seine möglichen Auswirkungen auf Teile des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland und auf Menschen in kreativen Berufen:
„We Are One“ – das Youtube-Film-Festival ist ein Betrug am Zuschauer und ein Verrat am Kino: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 46.
„Brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser geheilt werden.“
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Morgen am Freitag geht es los. Ein „globales Filmfestival“. Alle wichtigen Filmfestivals sind dabei. Insgesamt 21 tun sich zusammen. Alle zeigen Filme. Dazu Aufzeichnungen von Podiumsdiskussionen, Masterclasses und Präsentationen. Und alles gratis.
Begleitet von einer Spendenaktion für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weitere lokale Charity-Organisationen. Die Berlinale ist natürlich auch dabei.
Eine tolle Sache – oder?
+++
Es klingt wahnsinnig menschlich: „We are one“ – „Wir sind eins“. So wie man sich die Welt eben wünscht, wenn man sie sich malen könnte, und wenn das Eine Einzige Übrigebleibende nicht gerade ein globaler Konzern, ein transnationaler Streamingdienst oder ein weltweites Online-Kaufhaus ist.
„We are one“ das klingt fast so wie „We are the world. We are the children“ – sehr werbetauglich, sehr amerikanisch, sehr nach saccharingesüßter Humanität und aseptischen Gefühlen.
Machen wir uns bitte nichts vor: „We are one“ ist zuallererst einmal eine Marketingidee. Der Versuch einer Markenbildung.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Suchslandhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Suchsland2020-05-28 22:56:112020-05-28 22:00:52Gedanken in der Pandemie 46: Die große Täuschung
Die Verwirrung war eine Weile lang komplett. Die Meldungen lauteten von Öffnungen mit Auflagen bis „jetzt noch nicht“. Was denn nun? Öffnen die Berliner Kinos nach dem 5. Juni oder steht es noch nicht fest? So oft ich den Rechner angeworfen hatte, sagten die Headlines etwas anderes. Die Tagespresse, die Fachpresse, die Brancheninfos. Puh. Bayern will ab dem 15. Juni den Kinobetrieb ermöglichen. Hamburg meldete am vergangenen Dienstag, dass am Mittwoch gespielt werden darf. Dazwischen reihen sich die Bundesländer fein säuberlich auf, jeden Tag ein bißchen mehr Kino. Oder doch nicht? Am Donnerstag, also heute, soll es eine weitere Sondersitzung geben, beziehungsweise wird es diese gegeben haben. Wie auch immer das Urteil für die Berliner Kinos ausfällt, unser Brancheninfo wird es dann wissen, zumindest eine Agentur hat hier bereits vor einigen Tagen Nägel mit Köpfen gemacht und zur ersten Post-Lockdown-Pressevorführung eingeladen. Hamburg – München – Berlin. Am 3. und am 4. Juni, also zumindest in Berlin und München vor den eigentlichen Öffnungen. Man muss sich anmelden. Nicht auszudenken, wenn sich jetzt 100 Kolleg*innen anmelden, und 50 müssen dann wieder ausgeladen werden. Auch hier soll gelten: Mund-Nasen-Schutz im Foyer, Abstand auf Anderthalb und Abgabe von Kontaktdaten, sprich E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Elisabeth Nagyhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgElisabeth Nagy2020-05-28 22:50:532020-05-28 21:51:20Kino in Zeiten von Corona 10
Selbst wenn morgen die Welt unterginge: Selbstbestimmung und Anregungsunternehmen, und kein Verrat am Kino: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 45.
„Lieber Rüdiger: Die 50. Gedanken in der Pandemie liegen noch vor uns, denn Du bist ja ein paar Tage später regelmäßiger und wichtiger Teil unserer Corona-Mail geworden: Deine Gedanken entspringen zumeist aus dem, was Du beobachtest, hörst, erlebst, wiederentdeckst, liest … Wie geht es denn eigentlich Dir selbst als ,Selbstständiger’, als Person und Mensch in dieser Pandemie? Hat sich Menge und Art der Aufträge geändert, haben sich Arbeitsweisen geändert, was vermisst Du besonders?“
Oliver Zenglein
Auf die oben zitiert Mail von Oliver Zenglein, einer der beiden Gründer von Crew United, habe ich es erst mit einer kurzen Antwort versucht. Aber ich wusste, dass er die Frage ernst meint. Daher wollte ich sie auch ernsthaft beantworten.
+++
Lieber Oliver, zunächst mal: Mir geht es gut! Für mich persönlich ist die Krise auch eine sehr angenehme Erfahrung gewesen. Ich konnte länger schlafen, musste nicht zwangsläufig aus dem Haus, habe neue Techniken kennengelernt und viel telefoniert.
Wie relativ viele Journalisten gehöre ich, entgegen dem Trend, zu den Profiteuren der Krise. Denn so, wie so viele Leute wie seit Jahrzehnten gerade die „Tagesschau“ und die Spezial-Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender schauen, so wie extrem viele gerade auch die Talkshows zu Corona ansehen, Zeitungen lesen, ja sich sogar im Netz alle möglichen Corona-Blogs reinziehen oder die ersten Corona-Bücher kaufen, die ja auch zurzeit gerade schon auf den Markt geworfen werden (was das Publikum natürlich auch deswegen tut, weil im Augenblick viele Menschen sehr viel Zeit haben), so geht es mir dann so, dass ich dieses gestiegene Bedürfnis bedienen muss. und deswegen keineswegs zu wenig Aufträge bekomme.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Suchslandhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Suchsland2020-05-28 22:46:572020-06-03 12:40:11Gedanken in der Pandemie 45: Den einen gefällt’s, den anderen nicht – so ist das Leben
Der heimliche CDU-Vorsitzende, der Stilpapst, und die Autorin mit dem siebten Sinn: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 44.
„Derjenige aber wird weniger irren und das Glück für sich haben, der in seiner Handlungsweise mit der Zeit übereinstimmt, und jederzeit gemäß dem verfährt, wozu die Natur der Dinge ihn zwingt.“
Niccolò Machiavelli
„Wenn Europa überhaupt noch eine Chance haben will, muss es sich jetzt als solidarisch und handlungsfähig bewähren.“ Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident
Es sind hochspannende Zeiten, in denen wir leben. Dieser Blog aber sei zuletzt „ein bisschen langweilig geworden“, meinte ein Freund. Dem können wir abhelfen.
+++
Zum Beispiel mit alten weißen Männern. Der erste von ihnen ist Wolfram Siebeck, einer aus dem Dutzend, die für mich persönlich ein echtes, großes Vorbild sind. Ein Mann der Superlative: Siebeck, geboren 1928 und leider 2016 gestorben, war der berühmteste Essens- und Gastrokritiker der Deutschen nach dem Krieg. Von ihm konnten man lernen, dass Essen nicht zum Sattmachen da ist, was Stil bedeutete, wie man gut schreibt und warum Frankreich am Ende das liebenswerteste Land der Welt ist. Seinen Werdegang als Autor hatte Siebeck als Filmkritiker begonnen – keine schlechte Voraussetzung. Dann kam er zu „Twen“, der vermutlich stilprägendsten (Design: Willy Fleckhaus), allemal aber lässigsten Zeitschrift der alten Bundesrepublik. Es spricht nicht gegen Siebeck, dass er 1969 auch noch Will McBride, dem amerikanischen Hausphotografen von „Twen“ die Frau ausspannte – mit Barbara McBride blieb er bis zu seinem Tod verheiratet.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Suchslandhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Suchsland2020-05-27 23:35:542020-05-27 23:35:54Gedanken in der Pandemie 44: Einmal Corona und zurück
„98 Prozent der Unternehmen und Beschäftigten in der Filmwirtschaft sind stark von der Corona-Krise betroffen“ stellt die SPIO fest und legt ein Gesamtkonzept vor, was die Branche jetzt braucht. An fast alles hat sie dabei gedacht, nur eines hat die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft … vergessen?
Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können.
Am Freitag beginnt „We Are One“: Das „globale Filmfestival“ wird von Youtube und 21 Festivals veranstaltet und mit einer Spendenaktion für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und lokale Organisationen begleitet. Bis zum 7. Juni werden Filme, Aufzeichnungen von Podiumsdiskussionen, Masterclasses oder Präsentationen gratis gezeigt. Die Berlinale ist auch dabei.
Der „Tagesspiegel“ weiß mehr dazu.
Was die Filmbranche jetzt braucht, haben die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) und ihre Mitgliedsverbände aufgeschrieben und ein Gesamtkonzept vorgelegt, wie der deutschen Filmwirtschaft in der anstehenden Wiederanlaufphase unter die Arme gegriffen werden kann und soll. Ein Durchstarten dieser „10-Milliarden-Euro-Branche“ würde nämlich besonders hohe positive Effekte auch in anderen Wirtschaftszweigen auslösen, so die SPIO. Zur Bekräftigung zitiert sie den FFA-Präsidenten (und ehemaligen BKM) Bernd Neumann: „Es geht um den Erhalt unserer Produktions- und Kinostruktur!“
Wo überall Geld gebraucht wird, listet die SPIO auf und hat dabei auch die Zukunft im Blick: Produktionsfirmen, Dienstleister, Verleih, Kinos, Filmerbe und Investitionen – alles soll unterstützt und gefördert werden. Nur an die Filmschaffenden selbst (die gerade zwischen Kurzarbeit, Arbeitslosengeld, Grundsicherung oder gar nichts von alldem rätseln, wie es weitergeht) hat die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft nicht gedacht. Dabei schreibt sie doch selbst: 98 Prozent der Unternehmen und Beschäftigten in der Filmwirtschaft sind stark von der Corona-Krise betroffen. Womit eigentlich auch die letzte Forderung der SPIO überflüssig wird: „Die Professionalisierung und Weiterbildung“ sollte gefördert werden.“
Corona: Brancheninfo 51
out takes, Peter HartigDer Telexet wird 40. Wofür das Proto-Internet alles nützlich ist, wurde früh erkannt. Der Künstler Dragan Epenscheid hat auf einer Website noch explizitere Pixelseiten zusammengestellt. | Screenshot
In Frankreich läuft die Produktion langsam wieder an – anscheinend in ähnlichem Tempo wie in Deutschland. Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen bestimmen auch hier die Meldungen aus der Branche. Zu den Pfingststagen gibt es noch zwei gute Nachrichten: Vor 40 Jahren starteten CNN und der Teletext. Jedes für sich, aber die Pfeiler fürs globale Informationszeitalter waren eingeschlagen.
Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können.
Pixel-Nacktbilder und SMS-Chats: Der Teletext wird 40. Keine Ahnung, was das sein soll? Das Redaktionsnetzwerk Deutschland gibt einen Rückblick und eine Art Nachruf.
Auch damals hatte die neue Technik schon ihre Schmuddelseiten. Das Projekt „Teletext Babez“ zeigt die schönsten Seiten im Bauklotz-Design.
Den aktuellen Stand in Frankreich fasst unser Kollege Olivier Kluyskens von Crew United France zusammen:
# Die Kinos öffnen am 22. Juni wieder. Die genauen Massnahmen werden noch bekanntgegeben.
# Die staatliche Filmförderung CNC hat einen eigenen Hilfsfonds von 50 Millionen Euro für Kinoproduktionen bereitgestellt, der ausschließlich mit öffentlichem Geld finanziert wird. Dies soll fürs erste die Versicherungen ,ersetzten’, was das Corona-Risiko angeht: Falls eine Produktion jetzt dreht und wegen des Virus’ (erneut) abbrechen muss, deckt dieser Fonds einen Teil des Verlusts – es gibt eine Obergrenze.
# Die Produktion läuft langsam wieder an. Viele Daily Soaps drehen schon. Im Juni sollten zwei große Kino-Produktionen, deren Dreh im März unterbrochen wurde, weitergehen – auf eigenes Risiko, denn Corona wird von der Versicherung nicht gedeckt. Einige Kinofilme, die im März in Vorbereitung waren, planen einen Drehstart im Juli oder August.
# Cannes wird nächsten Mittwoch seine „Labels“ bekanntgeben. Das sind die Filme, die im Wettbewerb hätten laufen sollen.
Andere Veranstaltungen sind in Frankreich bereits ab kommenden Dienstag erlaubt, die Kinos öffnen landesweit erst drei Wochen später, meldet auch „Blickpunkt Film“. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Kinowirtschaft gefallen sei, habe Premierminister Edouard Philippe betont: Sie wolle den Neubeginn nach Corona auch mit nationalen Kampagnen begleiten.
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Gedanken in der Pandemie 47: Das „Präventions-Paradox“ ist ein Behauptungs-Paradox!
Rüdiger Suchsland, Unsere GästeIn der SWR-Serie „Labaule & Erben“ spielte Irm Herrmann (rechts) ihre letzte Rolle. Sie ist noch in der Mediathek zu sehen. | SWR, Violet Pictures, Maor Waisburd
Und? Fake-Fakten und Flurfunk, Freiheitsparadox, Film- und Lektüretips für Pfingsten: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 47.
„Es kam ein Brausen, wie wenn ein Sturm daherfährt, und es erschienen Feuerflammen, auf jeden ließ sich eine nieder.“
Apostelgeschichte 2.2-3
„Ich glaube nicht an eine Kunst, die auf einer Kompositionsidee basiert oder einer Form. Im Grunde ist es meine Idee, allem entgegenzuwirken, was ich je gelernt habe oder was man mir beibrachte, um etwas anderes zu finden.“
Eva Hesse, Künstlerin (1936-1970)
„Erstens: Erkenne die Lage.
Zweitens: Rechne mit deinen Defekten, gehe von deinen Beständen aus, nicht von deinen Parolen.
Drittens: Vollende nicht deine Persönlichkeit, sondern die einzelnen deiner Werke.“
Gottfried Benn
„Der Flurfunk fällt weg.“ Ein Freund erzählt mir, wie er das nach wie vor andauernde Arbeiten im Home-Office empfindet: „Gerhard Polt kommt manchmal rein, und sagt einfach nur: ,Und?’ Das löst alles aus.“ Und jetzt falle dieses ganze Nebensächliche weg. Das Weiche, Unstrategische. Die strategische Verhalten infiltriere auch noch das Private. Zur Gesprächskultur gehöre ja gerade, was Falsches zu sagen, ja auch was, worauf das Gegenüber beleidigt reagiert. In der Zoom-Konferenz aber funktioniere das alles nicht mehr.
+++
Tatsächlich sind der Überschuss und der Exzess vielleicht das Wichtigste menschlicher Kommunikation. Man könnte also sagen, dass Corona in diesem Sinn durch das genannte Stromlinienförmig-Werden alles noch weiter neoliberalisiert, als es sowieso schon war. Es gibt aber sofort dazu auch eine Antithese.
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Corona: Brancheninfo 50
out takes, Peter HartigKinos im Stillstand 17: Der „Filmrauschpalast“ in Berlin. | Foto © Elisabeth Nagy
Die 50. Ausgabe! So richtig freuen wollen wir uns nicht über dieses Jubiläum. Weil wir aber gefragt wurden, schildern wir am Ende dieser Ausgabe unsere Eindrücke von der Filmbranche in der Corona-Krise.
Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können.
Vor dem Virus sind nicht alle Erwerbstätigen gleich. Dies ist ein Ergebnis einer Studie zu den Folgen der Pandemie in Deutschland. Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) befragen seit Anfang April am Telefon eine Stichprobe von mehr als 12.000 Menschen, die Ergebnisse werden kontinuierlich veröffentlicht: „Mit den ungleichen ökonomischen und alltäglichen Lebenssituationen entstehen und wachsen auch die Sorgen in unterschiedlicher Weise. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass einzelne Bevölkerungsgruppen die Krise leichter bewältigen werden als andere“, heißt es im Kurzbericht.
Dennoch sorgten sich die Beschäftigten um die gesamtwirtschaftliche Situation, aber kaum um die eigene wirtschaftliche Lage: Die erste Sorge hat sich gegenüber dem Vorjahr verdreifacht, die zweite ist sogar gesunken – lediglich die Niedrigverdiener*innen blicken auch etwas weniger zuversichtlich in die eigene Zukunft.
Einen „Offenen Brief aus der Risikogruppe“ haben 80 Schauspieler*innen, Filmemacher*innen und andere am 17. Mau ans Bundeskanzleramt und die Staatskanzleien der Bundesländer geschickt. Anlass war der „vom RKI etwas pauschal definierte“ Begriff der „Risikogruppe“ und seine möglichen Auswirkungen auf Teile des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland und auf Menschen in kreativen Berufen:
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Gedanken in der Pandemie 46: Die große Täuschung
Rüdiger Suchsland, Unsere Gäste„We Are One“ – das Youtube-Film-Festival ist ein Betrug am Zuschauer und ein Verrat am Kino: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 46.
„Brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser geheilt werden.“
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Morgen am Freitag geht es los. Ein „globales Filmfestival“. Alle wichtigen Filmfestivals sind dabei. Insgesamt 21 tun sich zusammen. Alle zeigen Filme. Dazu Aufzeichnungen von Podiumsdiskussionen, Masterclasses und Präsentationen. Und alles gratis.
Begleitet von einer Spendenaktion für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weitere lokale Charity-Organisationen. Die Berlinale ist natürlich auch dabei.
Eine tolle Sache – oder?
+++
Es klingt wahnsinnig menschlich: „We are one“ – „Wir sind eins“. So wie man sich die Welt eben wünscht, wenn man sie sich malen könnte, und wenn das Eine Einzige Übrigebleibende nicht gerade ein globaler Konzern, ein transnationaler Streamingdienst oder ein weltweites Online-Kaufhaus ist.
„We are one“ das klingt fast so wie „We are the world. We are the children“ – sehr werbetauglich, sehr amerikanisch, sehr nach saccharingesüßter Humanität und aseptischen Gefühlen.
Machen wir uns bitte nichts vor: „We are one“ ist zuallererst einmal eine Marketingidee. Der Versuch einer Markenbildung.
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Kino in Zeiten von Corona 10
Elisabeth Nagy, Unsere GästePhilipp Hartmann „66 Kinos“ sind zwar schon drei Jahre alt, aber der Film zur Stunde. Grandfilm bringt die Liebeserklärung jetzt ins Online-Kino. | Foto © Grandfilm
Die Streams der Woche. Von Elisabeth Nagy
Die Verwirrung war eine Weile lang komplett. Die Meldungen lauteten von Öffnungen mit Auflagen bis „jetzt noch nicht“. Was denn nun? Öffnen die Berliner Kinos nach dem 5. Juni oder steht es noch nicht fest? So oft ich den Rechner angeworfen hatte, sagten die Headlines etwas anderes. Die Tagespresse, die Fachpresse, die Brancheninfos. Puh. Bayern will ab dem 15. Juni den Kinobetrieb ermöglichen. Hamburg meldete am vergangenen Dienstag, dass am Mittwoch gespielt werden darf. Dazwischen reihen sich die Bundesländer fein säuberlich auf, jeden Tag ein bißchen mehr Kino. Oder doch nicht? Am Donnerstag, also heute, soll es eine weitere Sondersitzung geben, beziehungsweise wird es diese gegeben haben. Wie auch immer das Urteil für die Berliner Kinos ausfällt, unser Brancheninfo wird es dann wissen, zumindest eine Agentur hat hier bereits vor einigen Tagen Nägel mit Köpfen gemacht und zur ersten Post-Lockdown-Pressevorführung eingeladen. Hamburg – München – Berlin. Am 3. und am 4. Juni, also zumindest in Berlin und München vor den eigentlichen Öffnungen. Man muss sich anmelden. Nicht auszudenken, wenn sich jetzt 100 Kolleg*innen anmelden, und 50 müssen dann wieder ausgeladen werden. Auch hier soll gelten: Mund-Nasen-Schutz im Foyer, Abstand auf Anderthalb und Abgabe von Kontaktdaten, sprich E-Mail-Adresse und Telefonnummer.
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Gedanken in der Pandemie 45: Den einen gefällt’s, den anderen nicht – so ist das Leben
Rüdiger Suchsland, Unsere GästeDie süße Last des Schreibens zeigt Spike Jonze schon 2002 in „Adaptation“. | Foto © Columbus Tristar
Selbst wenn morgen die Welt unterginge: Selbstbestimmung und Anregungsunternehmen, und kein Verrat am Kino: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 45.
„Lieber Rüdiger: Die 50. Gedanken in der Pandemie liegen noch vor uns, denn Du bist ja ein paar Tage später regelmäßiger und wichtiger Teil unserer Corona-Mail geworden: Deine Gedanken entspringen zumeist aus dem, was Du beobachtest, hörst, erlebst, wiederentdeckst, liest … Wie geht es denn eigentlich Dir selbst als ,Selbstständiger’, als Person und Mensch in dieser Pandemie? Hat sich Menge und Art der Aufträge geändert, haben sich Arbeitsweisen geändert, was vermisst Du besonders?“
Oliver Zenglein
Auf die oben zitiert Mail von Oliver Zenglein, einer der beiden Gründer von Crew United, habe ich es erst mit einer kurzen Antwort versucht. Aber ich wusste, dass er die Frage ernst meint. Daher wollte ich sie auch ernsthaft beantworten.
+++
Lieber Oliver, zunächst mal: Mir geht es gut! Für mich persönlich ist die Krise auch eine sehr angenehme Erfahrung gewesen. Ich konnte länger schlafen, musste nicht zwangsläufig aus dem Haus, habe neue Techniken kennengelernt und viel telefoniert.
Wie relativ viele Journalisten gehöre ich, entgegen dem Trend, zu den Profiteuren der Krise. Denn so, wie so viele Leute wie seit Jahrzehnten gerade die „Tagesschau“ und die Spezial-Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender schauen, so wie extrem viele gerade auch die Talkshows zu Corona ansehen, Zeitungen lesen, ja sich sogar im Netz alle möglichen Corona-Blogs reinziehen oder die ersten Corona-Bücher kaufen, die ja auch zurzeit gerade schon auf den Markt geworfen werden (was das Publikum natürlich auch deswegen tut, weil im Augenblick viele Menschen sehr viel Zeit haben), so geht es mir dann so, dass ich dieses gestiegene Bedürfnis bedienen muss. und deswegen keineswegs zu wenig Aufträge bekomme.
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Gedanken in der Pandemie 44: Einmal Corona und zurück
Rüdiger Suchsland, Unsere GästeDer heimliche CDU-Vorsitzende, der Stilpapst, und die Autorin mit dem siebten Sinn: Apokalyptiker & Integrierte – Gedanken in der Pandemie 44.
„Derjenige aber wird weniger irren und das Glück für sich haben, der in seiner Handlungsweise mit der Zeit übereinstimmt, und jederzeit gemäß dem verfährt, wozu die Natur der Dinge ihn zwingt.“
Niccolò Machiavelli
„Wenn Europa überhaupt noch eine Chance haben will, muss es sich jetzt als solidarisch und handlungsfähig bewähren.“
Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident
Es sind hochspannende Zeiten, in denen wir leben. Dieser Blog aber sei zuletzt „ein bisschen langweilig geworden“, meinte ein Freund. Dem können wir abhelfen.
+++
Zum Beispiel mit alten weißen Männern. Der erste von ihnen ist Wolfram Siebeck, einer aus dem Dutzend, die für mich persönlich ein echtes, großes Vorbild sind. Ein Mann der Superlative: Siebeck, geboren 1928 und leider 2016 gestorben, war der berühmteste Essens- und Gastrokritiker der Deutschen nach dem Krieg. Von ihm konnten man lernen, dass Essen nicht zum Sattmachen da ist, was Stil bedeutete, wie man gut schreibt und warum Frankreich am Ende das liebenswerteste Land der Welt ist. Seinen Werdegang als Autor hatte Siebeck als Filmkritiker begonnen – keine schlechte Voraussetzung. Dann kam er zu „Twen“, der vermutlich stilprägendsten (Design: Willy Fleckhaus), allemal aber lässigsten Zeitschrift der alten Bundesrepublik. Es spricht nicht gegen Siebeck, dass er 1969 auch noch Will McBride, dem amerikanischen Hausphotografen von „Twen“ die Frau ausspannte – mit Barbara McBride blieb er bis zu seinem Tod verheiratet.
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Corona: Brancheninfo 49
out takes, Peter HartigLeuchten und Leiter denken wir uns auch noch weg, dann haben wir einen Set ganz ohne Spuren von Filmschaffenden. Die SPIO hat sich überlegt, was die Branche sonst so braucht. | Foto © Digital Academy – The Film School
„98 Prozent der Unternehmen und Beschäftigten in der Filmwirtschaft sind stark von der Corona-Krise betroffen“ stellt die SPIO fest und legt ein Gesamtkonzept vor, was die Branche jetzt braucht. An fast alles hat sie dabei gedacht, nur eines hat die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft … vergessen?
Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können.
Am Freitag beginnt „We Are One“: Das „globale Filmfestival“ wird von Youtube und 21 Festivals veranstaltet und mit einer Spendenaktion für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und lokale Organisationen begleitet. Bis zum 7. Juni werden Filme, Aufzeichnungen von Podiumsdiskussionen, Masterclasses oder Präsentationen gratis gezeigt. Die Berlinale ist auch dabei.
Der „Tagesspiegel“ weiß mehr dazu.
Was die Filmbranche jetzt braucht, haben die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) und ihre Mitgliedsverbände aufgeschrieben und ein Gesamtkonzept vorgelegt, wie der deutschen Filmwirtschaft in der anstehenden Wiederanlaufphase unter die Arme gegriffen werden kann und soll. Ein Durchstarten dieser „10-Milliarden-Euro-Branche“ würde nämlich besonders hohe positive Effekte auch in anderen Wirtschaftszweigen auslösen, so die SPIO. Zur Bekräftigung zitiert sie den FFA-Präsidenten (und ehemaligen BKM) Bernd Neumann: „Es geht um den Erhalt unserer Produktions- und Kinostruktur!“
Wo überall Geld gebraucht wird, listet die SPIO auf und hat dabei auch die Zukunft im Blick: Produktionsfirmen, Dienstleister, Verleih, Kinos, Filmerbe und Investitionen – alles soll unterstützt und gefördert werden. Nur an die Filmschaffenden selbst (die gerade zwischen Kurzarbeit, Arbeitslosengeld, Grundsicherung oder gar nichts von alldem rätseln, wie es weitergeht) hat die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft nicht gedacht. Dabei schreibt sie doch selbst: 98 Prozent der Unternehmen und Beschäftigten in der Filmwirtschaft sind stark von der Corona-Krise betroffen. Womit eigentlich auch die letzte Forderung der SPIO überflüssig wird: „Die Professionalisierung und Weiterbildung“ sollte gefördert werden.“
„Wir müssen jetzt solidarisch sein“: Die Filmproduzentin Regina Ziegler spricht mit der „Berliner Zeitung“ über die Lage ihrer Branche und was die jetzt an Hilfe braucht.
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