Ein Film, bei dem man die »Qualität« gleich erkennt: Gia Coppolas PALO ALTO – Bestandteil des diesjährigen heißen & tollen Kinosommers...
Fragen für die Sommerferien, ein verräterischer Kommentar auf »Blickpunkt Film«, eine Pressemitteilung der Grünen, »neue Gewichtungen« beim BR und zukünftige »Sender ohne Intendanz« – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 112. Folge
»Ihr jungen Leute solltet nie feige sein! Wenn ihr was sagen wollt, sagt es. Wenn ihr was tun wollt, tut es. Wenn ihr weinen wollt, weint!«
Ein alter Fischer in »Still the Water« (Futatsume no mado) von Naomi Kawase
Was für ein Monat, dieser Juli! Was für ein Kinosommer. Ein toller Film jagt den nächsten, und trotz heißen und heißesten Sommerwetters und trotz großer Ferien müssen Sie, geschätzte artechock-Leser, einfach folgende Filme sehen, wenn Sie sich selbst etwas Gutes tun und weiterhin ohne rot zu werden, morgens in den Spiegel gucken wollen: It Follows, Tokyo Tribe, ab dieser Woche Still the Water und irgendwie auch Palo Alto.
Über Letzteren werde ich hier noch mehr schreiben, für heute nur so viel: Palo Alto ist der erste Film von Gia Coppola, der Tochter von Francis Ford Coppolas ältestem Sohn Gian-Carlo, der 1986 bei einem Bootsunfall ums Leben kam, als seine einzige Tochter noch nicht geboren war. Trotzdem, betont Gia Coppola, habe sie ihren ersten Film ganz ohne Unterstützung der Familie gemacht. Auch wenn der Name gewiss nicht geschadet hat, glaube man ihr das sofort – und wenn nicht, ist es auch egal: Ein Coppola-Film, nach Kurzgeschichten von James Franco, der bei den Filmfestspielen von Venedig 2013 Premiere hatte, und derzeit exklusiv in wenigen deutschen Kinos läuft. Nahezu zeitgleich ist Palo Alto, eine großartige, bewegende Suburbia-Geschichte mit James Franco, Emma Roberts und Jack Kilmer, aber bereits jetzt auf DVD und Blue Ray erschienen: beim Label »Capelight Pictures«.
+ + +
In einem höchst unfair und zudem irreführend formulierten, einfach frechen Text macht sich »Blickpunkt Film« ein weiteres Mal zum Sprachrohr der dümmeren Hälfte des deutschen Films. Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Suchslandhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Suchsland2015-08-02 11:00:132015-08-05 21:29:41Cinema Moralia – Folge 112: Wie lässt sich Qualität bei einem Film erkennen?
Der Beitrag gliedert sich in folgende Kapitel:
(Hinweis: Die Kapitel (Playlist) sind in der linken oberen Ecke des Video-Players auswählbar.):
Intro Kapitel 1: Neuer Blickwinkel durch Perspektivwechsel? Kapitel 2: Was sollten Schauspieler und Regisseure beim Dreh beachten? Kapitel 3: Wie arbeiten Schauspieler und Regisseure optimal zusammen? Kapitel 4: Welche Aspekte sind bei der Besetzung entscheidend? Kapitel 5: Was macht einen guten Regisseur aus? Kapitel 6: Hat sich die Beziehung zum Beruf Schauspieler verändert?
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Tina Thielehttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgTina Thiele2015-07-20 14:10:262016-05-18 13:57:20cn-klappe: Vor der Kamera. Hinter der Kamera. Perspektivwechsel – Der Schauspieler im Regiestuhl
Wer kennt ihn nicht, den legendären Erfolgssong der Beatles: „All you need is love!“ Am 18. Mai 1967 erhielten die Beatles von der BBC den Auftrag, für die Fernseh-Sendung „Our World“ ein Lied zu komponieren. Die Sendung war die erste weltweit ausgestrahlte Live-Fernsehproduktion, die am 25. Juni 1967 live in 31 Länder übertragen und von mehr als 400 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Während der Veranstaltung wurde „All You Need Is Love“ live gespielt, ein Teil der Instrumentierung war Playback. Dieses Playback entstand am 14. Juni 1967 – anders als üblich – in den Londoner Olympic Studios. Dort wurden in Studio 1 insgesamt 33 Takes von „All You Need Is Love“ aufgenommen. Der Song entstand innerhalb eines Monats zwischen dem Auftrag der BBC und der ersten Aufnahmesession und repräsentierte perfekt die Atmosphäre des „Summer of Love“ im Jahr 1967. Veröffentlicht wurde die Single in Deutschland bereits am 30. Juni 1967 (Großbritannien: 7. Juli 1967, USA: 17. Juli 1967). Die Platte führte drei Wochen lang die englische Hitparade an und wurde zum vierzehnten Nummer-eins-Hit der Beatles in den USA, wo sie eine Woche auf Rang 1 stand. Insgesamt erreichte sie in zehn Ländern den ersten Rang der jeweiligen Hitparade. Die Single verkaufte alleine in Großbritannien 500.000 Exemplare, weltweit wurden insgesamt über drei Millionen Singles verkauft.
Liebe – also immer wieder ein großes Thema: Was oder wen, wer mit wem? Tragisch wie die „Love Story“, dramatisch, katastrophal, neurotisch, sehnsuchtsvoll, erfüllt oder unerhört. Verliebt, verlobt, verlassen, zu zweit, zu dritt, allein oder zu zweit allein…
Unter dem Motto „Love Shorties – Das Festival des Liebesfilms“ gaben Schauspielervideos, Crew United und die ZAV Künstlervermittlung in Zusammenarbeit mit Casting Network, Cinearte und Out Takes Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum dritten Mal die Chance, ihre Persönlichkeit in einem kurzen Film (max. drei Minuten) vorzustellen.
Stellvertretend für die vielen tollen Shorties, die es leider nicht in die Auswahl der 15 Nominierten geschafft haben, hat Urs Cordua eine Compilation mit Ausschnitten weiterer Love-Shorties zusammengestellt:
PS: Leider ist es uns nicht möglich, alle 600 SMS-Shorties zu veröffentlichen. Weitere 100 Lieblinge der Jury könnt Ihr aber hier sehen: http://www.schauspielervideos.de/ecasting/ergebnis/sms-festival-2015. Und wenn Ihr möchtet, gebt doch unter diesem Beitrag einen Kommentar ab und verweist per Link auf Euren Shorty mit Eurem Namen! Bis zum nächsten SMS Self Made Shorties Festival und 1000 Dank an alle, die mitgemacht haben!
Wir danken für die großzügige Unterstützung der Pensionskasse Rundfunk, einem wichtigen Partner für das SMS-Festival, aber vor allem für die Altersvorsorge aller Filmschaffenden!
ZAV Künstlervermittlung Film / TV Kapuzinerstr. 26,
80377 München
Tel +49 (0)89 381 707-19
mobil +49 (0)176 430 648 52 (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen)
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Tina Thielehttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgTina Thiele2015-07-09 13:29:582017-04-12 16:19:24Roter Teppich für die Liebe – SMS Self Made Shorties Festival 2015
Lehren aus dem Filmpreis, das anstehende Münchner Filmfest und wer entscheidet eigentlich über den deutschen Film – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 108. Folge
»Es sind doch die Filmemacher, die die Filme machen! Oder?« so fragt keck und leicht rhetorisch der Verband der deutschen Filmkritik (VDFK) und das ausgerechnet noch auf dem Filmfest München, dem Festival mit der allermeisten Branchennähe. An diesem Samstag (27.06.) findet im Rahmen des 33. Filmfests München ein vom VDFK veranstaltetes Panel zur deutschen Filmproduktion statt, das unter der Leitfrage steht: »Wer entscheidet über den deutschen Film?« (Ab 11 Uhr, in der Black
Box im Gasteig (Rosenheimer Str. 5, 81667 München), immerhin der Eintritt ist frei.) Die Frage ist berechtigt. Denn natürlich sollten die Filmemacher entscheiden, also Regisseure, Autoren und unter Umständen noch die Produzenten. Aber jeder weiß, dass in Deutschland viel mehr mitreden, wenn Filme gemacht werden. Vielleicht sind es genau diese vielen Köche, die den Brei verderben, vielleicht ist es das mangelnde Vertrauen, umgekehrt das grassierende Misstrauen, dass noch eine
Drehbuchfassung, noch einen Erzählstrang und doch noch einen Star verlangt, damit der Film auch »sicher« ein Erfolg wird, das verhindert, dass der deutsche Film je abhebt, und mehr Filme entstehen, wie Sebastian Schippers Victoria.
Bei Meryem Uzerli handelt es sich um eine deutsch-türkische Schauspielerin aus Kassel, die durch Ihre Rolle in der türkischen Erfolgsserie „Muhtesem Yüzyil“ (Casting: über die Produktion) zum Star wurde. Ihren Anfang nahm Meryems Schauspielkarriere bereits in ihrer Jugend an der freien Waldorfschule in Kassel. Diese weckte durch ihre Vielfalt an Theaterprojekten Meryems Liebe zum Schauspiel und förderte ihr Potential. Im Anschluss folgte die Ausbildung im Schauspielstudio Frese in Hamburg, nach deren Absolvierung sie an einigen deutschen Produktionen mitwirkte. Ihre Karriere hat Meryem aber letztendlich „dem Sprung ins kalte Wasser“ zu verdanken, als sie den Entschluss fasste, sich auf die historisch vielschichtige Rolle der „Hürrem Sultan“ zu bewerben, der ersten Sklavinkonkubine, die von einem Sultan in die Freiheit entlassen und von selbigem geehelicht wurde. Für Ihre darstellerischen Leistungen in dieser Rolle wurde Meryem mehrfach ausgezeichnet und genießt mittlerweile auch weit über die Türkei hinaus großes Ansehen.
Die Serie „Muhtesem Yüzyil“ hat Sie zu einem internationalen Star gemacht, wie kamen Sie an die Rolle?
Ich habe mal in einem freien Theaterprojekt mitwirken dürfen und lernte dort einen Schauspielkollegen kennen, über den ich dann eine weitere Kollegin kennenlernte, bei der wir als größere Reisegruppe während der Berlinale übernachten durften (wir kamen zu dem Zeitpunkt alle aus Hamburg angereist). Der Kontakt blieb über Facebook bestehen und Jahre später war es diese Kollegin, die mich anrief und mir von dem Projekt erzählte. Sie wisse von einer Produktion, für welche bereits tausende Mädchen weltweit gecastet wurden, man aber noch nicht die passende Besetzung gefunden hätte. Sie hatte von mir erzählt und ich wurde zum Casting nach Istanbul eingeladen. Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Tina Thielehttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgTina Thiele2015-06-02 20:16:432016-05-18 13:43:12cn-kolumne: Ein Interview mit der deutsch-türkischen Schauspielerin Meryem Uzerli
Ein Jahr ist’s her, da tobte die alte Diskussion besonders heftig: Die Bundesregierung plante, nun doch einen Mindestlohn einzuführen, wie ihn drei Viertel der Staaten in der EU bereits haben, da beschworen die Produzenten bereits den Untergang des Filmschaffens im Land. Denn ein Mindestlohn von 8,50 Euro sollte ab dem Jahreswechsel auch für längere Praktika gelten. Und das sei nun doch ein Problem, erklärte die Produzentenallianz, der mit rund 220 Mitgliedern der Großteil der deutschen Film- und Fernsehproduktionsfirmen angehört: Ein Praktikum sei meist der einzige Weg, wie junge Menschen zum Job in Film und Fernsehen finden und Unternehmen ihren Nachwuchs. „Sollte das nicht mehr finanzierbar sein, würden den jungen Menschen massiv Chancen genommen, anstatt ihnen Chancen zu geben.“
Ein wenig hatte der Bundestag daraufhin ein Einsehen und verlängerte die Zeitspanne für „Schnupperpraktika“, die vom Mindestlohn ausgenommenen sind, von den geplanten sechs Wochen auf drei Monate. Und damit soll noch längst nicht Schluss sein. Denn „nun ist ein neues Problem aufgetaucht: die Nachwuchsfilm-Produktion.“ Und „man kann dem Gesetzgeber nicht vorwerfen, dass er diese doch sehr speziellen Fragen der filmischen Ausbildung nicht gesehen und in dem verabschiedeten Mindestlohngesetz nicht geregelt hat. Nun aber ist das Problem erkannt und es gilt, praxisgerechte Lösungen zu finden.“
Aber es ist nicht etwa die Interessenvertretung der Produzenten, die sich hier äußert. Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Peter Hartighttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgPeter Hartig2015-05-18 11:10:362017-10-03 13:37:03Achteinhalb: Warum Filmschaffende nach Meinung von Filmförderern umsonst arbeiten sollen
Steckbrief Thomas Schmuckert
Thomas Schmuckert, geboren am 1. April 1965, ist deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher. Nach dem Schauspielstudium, auch an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, folgten Theaterengagements und Gastauftritte in ganz Deutschland, Luxemburg und sogar Philadelphia (USA). Seit 1994 steht Thomas Schmuckert für Film und Fernsehen vor der Kamera und ist in Spielfilmen, in Reihen und Serien wie zum Beispiel „Wilsberg und der Schuss im Morgengrauen“ (Casting: Sabine Weimann) und „SOKO Köln – Unter Verdacht“ (Casting: Sandra Köppe) sowie in Kinofilmen wie „Kaptn Oskar“ (Casting: Marc Schötteldreier | BVC) zu sehen. Seine charismatische Stimme leiht er mannigfaltigen Rollen in Kinofilmen, Serien und Hörspielen – für seine Titelfigur „Dorian Hunter” in der gleichnamigen Hörspielserie erhielt er 2009 den Hörspiel Award als bester Sprecher. Seit 2007 ist er Vorstandsmitglied im Bundesverband Schauspiel (BFFS) und Mitinitiator des Deutschen Schauspielerpreises.
Der Deutsche Schauspielerpreis wird nun bereits zum vierten Mal vergeben. Ist die Organisation inzwischen „business as usual“?
Wenn Du glaubst, dass aus einer Bergbesteigung mittlerweile ein gemütlicher Waldspaziergang geworden ist, dann täuschst Du Dich. Um eine neue und junge Preisverleihung wirklich zu etablieren und in den Köpfen zu verankern, rechnet man ca. 5 Jahre. Die Partner und Sponsoren rennen uns noch keineswegs mit üppigen Finanzspritzen die Türen ein. Die richtigen Partner zu finden, die einen Bezug zu unserer Idee und zu unserem Berufsstand haben, ist ein langwieriger und oft mühsamer Prozess. Aber wir sind auf einem guten Weg. Von „business as usual“ sind wir auch noch aus einem anderen Grund weit entfernt. Zum Glück! Wir befinden uns in der schönen und spannenden Phase des Aufbaus und Experimentierens, um dem Deutschen Schauspielerpreis immer stärker ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Überraschungen, vor allem beim Spiel mit der klassischen Form der Preisverleihung, sind garantiert! Als Gesamtkoordinator des Deutschen Schauspielerpreises liegt mir eins besonders am Herzen: Den Kern dieses Preises von Schauspielern für Schauspieler zu erhalten und auszubauen. Dieser begründet sich in dem umwerfenden ehrenamtlichen Engagement der Kolleginnen und Kollegen für „ihren“ Preis als Würdigung ihres Berufes und erzeugt die besondere Herzlichkeit und charmante Familienatmosphäre, die den Deutschen Schauspielerpreis auszeichnen.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Tina Thielehttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgTina Thiele2015-05-15 11:24:582016-05-18 13:36:29cn-kolumne: Thomas Schmuckert (BFFS) über den Deutschen Schauspielerpreis 2015
Herr Philippen, die ZAV Künstlervermittlung lädt inzwischen schon zum dritten Mal die Schauspieler ein, „Self Made Shorties“ zu machen. Das SMS scheint ja ein Erfolg zu sein. Kann man in aller Bescheidenheit so sagen. Dafür gibt es einige ermutigende Indikatoren: Jurymitglieder finden sich leicht – die meisten kennen es und freuen sich darauf. Es gibt sogar schon „Initiativbewerbungen“ von Casting-Direktoren, Schauspielern, sogar Agenten, um in der Jury mitzumachen. Wir wissen, dass Regisseure gerne mit Shorties arbeiten und im Netz danach suchen, sie wollen Persönlichkeiten entdecken und kennenlernen. Es gibt mittlerweile Varianten des Selbstgedrehten: die BFFS-Aktion „Ungeschminkt“…
…des Bundesverbands Schauspiel… …oder die „About Me Videos“. Und natürlich immer mehr Schauspieler, die sich trauen, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen und ihr Shorty ins Netz zu stellen. Also findet man in den Datenbanken immer mehr Spuren, Indizien, Indikatoren für den Erfolg.
Haben Sie irgendeinen Anhaltspunkt, dass die Selbstgedrehten einem weitergeholfen hätten?
Cinema Moralia – Folge 112: Wie lässt sich Qualität bei einem Film erkennen?
Rüdiger SuchslandEin Film, bei dem man die »Qualität« gleich erkennt: Gia Coppolas PALO ALTO – Bestandteil des diesjährigen heißen & tollen Kinosommers...
Fragen für die Sommerferien, ein verräterischer Kommentar auf »Blickpunkt Film«, eine Pressemitteilung der Grünen, »neue Gewichtungen« beim BR und zukünftige »Sender ohne Intendanz« – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 112. Folge
»Ihr jungen Leute solltet nie feige sein! Wenn ihr was sagen wollt, sagt es. Wenn ihr was tun wollt, tut es. Wenn ihr weinen wollt, weint!«
Ein alter Fischer in »Still the Water« (Futatsume no mado) von Naomi Kawase
Was für ein Monat, dieser Juli! Was für ein Kinosommer. Ein toller Film jagt den nächsten, und trotz heißen und heißesten Sommerwetters und trotz großer Ferien müssen Sie, geschätzte artechock-Leser, einfach folgende Filme sehen, wenn Sie sich selbst etwas Gutes tun und weiterhin ohne rot zu werden, morgens in den Spiegel gucken wollen: It Follows, Tokyo Tribe, ab dieser Woche Still the Water und irgendwie auch Palo Alto.
Über Letzteren werde ich hier noch mehr schreiben, für heute nur so viel:
Palo Alto ist der erste Film von Gia Coppola, der Tochter von Francis Ford Coppolas ältestem Sohn Gian-Carlo, der 1986 bei einem Bootsunfall ums Leben kam, als seine einzige Tochter noch nicht geboren war. Trotzdem, betont Gia Coppola, habe sie ihren ersten Film ganz ohne Unterstützung der Familie gemacht. Auch wenn der Name gewiss nicht geschadet hat, glaube man ihr das sofort – und wenn nicht, ist es auch egal: Ein Coppola-Film, nach Kurzgeschichten von James Franco, der bei den Filmfestspielen von Venedig 2013 Premiere hatte, und derzeit exklusiv in wenigen deutschen Kinos läuft. Nahezu zeitgleich ist Palo Alto, eine großartige, bewegende Suburbia-Geschichte mit James Franco, Emma Roberts und Jack Kilmer, aber bereits jetzt auf DVD und Blue Ray erschienen: beim Label »Capelight Pictures«.
+ + +
In einem höchst unfair und zudem irreführend formulierten, einfach frechen Text macht sich »Blickpunkt Film« ein weiteres Mal zum Sprachrohr der dümmeren Hälfte des deutschen Films.
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cn-klappe: Vor der Kamera. Hinter der Kamera. Perspektivwechsel – Der Schauspieler im Regiestuhl
Tina Thiele© Holger Borggrefe
Zur cn-klappe bei casting-network
Podiumsdiskussion des Bundesverbandes Casting (BVC) im Rahmen des Filmfestes München 2015
Als Schauspieler/Regisseure waren vertreten:
Simon Verhoeven
Giulio Ricciarelli
Andy Niessner
Die Casting Directors waren vertreten durch:
Anja Dihrberg (BVC)
Gitta Jauch (BVC)
Manolya Mutlu (BVC)
Es moderierte Stephen Sikder (BVC).
Der Beitrag gliedert sich in folgende Kapitel:
(Hinweis: Die Kapitel (Playlist) sind in der linken oberen Ecke des Video-Players auswählbar.):
Intro
Kapitel 1: Neuer Blickwinkel durch Perspektivwechsel?
Kapitel 2: Was sollten Schauspieler und Regisseure beim Dreh beachten?
Kapitel 3: Wie arbeiten Schauspieler und Regisseure optimal zusammen?
Kapitel 4: Welche Aspekte sind bei der Besetzung entscheidend?
Kapitel 5: Was macht einen guten Regisseur aus?
Kapitel 6: Hat sich die Beziehung zum Beruf Schauspieler verändert?
Abspann & Dankeschön
Offizielle Website des Bundesverband Casting (BVC):
www.castingverband.de
Roter Teppich für die Liebe – SMS Self Made Shorties Festival 2015
Tina Thiele© sKatrin Krammer - http://www.katrinkrammer.de/
Wer kennt ihn nicht, den legendären Erfolgssong der Beatles: „All you need is love!“ Am 18. Mai 1967 erhielten die Beatles von der BBC den Auftrag, für die Fernseh-Sendung „Our World“ ein Lied zu komponieren. Die Sendung war die erste weltweit ausgestrahlte Live-Fernsehproduktion, die am 25. Juni 1967 live in 31 Länder übertragen und von mehr als 400 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Während der Veranstaltung wurde „All You Need Is Love“ live gespielt, ein Teil der Instrumentierung war Playback. Dieses Playback entstand am 14. Juni 1967 – anders als üblich – in den Londoner Olympic Studios. Dort wurden in Studio 1 insgesamt 33 Takes von „All You Need Is Love“ aufgenommen. Der Song entstand innerhalb eines Monats zwischen dem Auftrag der BBC und der ersten Aufnahmesession und repräsentierte perfekt die Atmosphäre des „Summer of Love“ im Jahr 1967. Veröffentlicht wurde die Single in Deutschland bereits am 30. Juni 1967 (Großbritannien: 7. Juli 1967, USA: 17. Juli 1967). Die Platte führte drei Wochen lang die englische Hitparade an und wurde zum vierzehnten Nummer-eins-Hit der Beatles in den USA, wo sie eine Woche auf Rang 1 stand. Insgesamt erreichte sie in zehn Ländern den ersten Rang der jeweiligen Hitparade. Die Single verkaufte alleine in Großbritannien 500.000 Exemplare, weltweit wurden insgesamt über drei Millionen Singles verkauft.
Liebe – also immer wieder ein großes Thema: Was oder wen, wer mit wem? Tragisch wie die „Love Story“, dramatisch, katastrophal, neurotisch, sehnsuchtsvoll, erfüllt oder unerhört. Verliebt, verlobt, verlassen, zu zweit, zu dritt, allein oder zu zweit allein…
Unter dem Motto „Love Shorties – Das Festival des Liebesfilms“ gaben Schauspielervideos, Crew United und die ZAV Künstlervermittlung in Zusammenarbeit mit Casting Network, Cinearte und Out Takes Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum dritten Mal die Chance, ihre Persönlichkeit in einem kurzen Film (max. drei Minuten) vorzustellen.
Am Freitag, den 03.07.2015 präsentierte dann die hochkarätige Jury bestehend aus: Jule Ronstedt, Anna Ewelina, Alexander Held, Iris Baumüller, Rebecca Gerling, Mai Seck, Daniela Tolkien, Charlotte Siebenrock, Birgit Metz, Ewa Karlström, Uli Aselmann, Oliver Haffner, Nadine Wrietz und Florian Hacke in einem vollbesetzten Kinosaal im Mathäser Kino die vorausgewählten 15 Self Made Shorties.
Im Folgenden ein paar Impressionen der Veranstaltung, Stimmen, weitere Eindrücke und natürlich die Gewinner-Shorties:
Link zum Film
1. Platz SMS Self Made Shorties 2015: Florentine Schara
Link zum SMS-Shorty von Florentine Schara
2. Platz SMS Self Made Shorties 2015: Diana Marie Müller & Matthias Renger
Link zum SMS-Shorty von Diana Marie Müller & Matthias Renger
3. Platz SMS Self Made Shorties 2015: Nagmeh Alaei
Link zum SMS-Shorty von Nagmeh Alaei
Alle Nominierten:
© schauspielervideos
Hier findet man die Shorties aller Nominierten und die von 100 weiteren, die von der Jury geliebt wurden: http://www.schauspielervideos.de/ecasting/ergebnis/sms-festival-2015
Stellvertretend für die vielen tollen Shorties, die es leider nicht in die Auswahl der 15 Nominierten geschafft haben, hat Urs Cordua eine Compilation mit Ausschnitten weiterer Love-Shorties zusammengestellt:
Link zur Compilation
PS: Leider ist es uns nicht möglich, alle 600 SMS-Shorties zu veröffentlichen. Weitere 100 Lieblinge der Jury könnt Ihr aber hier sehen: http://www.schauspielervideos.de/ecasting/ergebnis/sms-festival-2015. Und wenn Ihr möchtet, gebt doch unter diesem Beitrag einen Kommentar ab und verweist per Link auf Euren Shorty mit Eurem Namen! Bis zum nächsten SMS Self Made Shorties Festival und 1000 Dank an alle, die mitgemacht haben!
Wir danken für die großzügige Unterstützung der Pensionskasse Rundfunk, einem wichtigen Partner für das SMS-Festival, aber vor allem für die Altersvorsorge aller Filmschaffenden!
Das 3. Self Made Shorties – Festival ist eine Veranstaltung von crew united & schauspielervideos in Kooperation mit casting-network und out takes, unterstützt von cinearte, corduafilm, dem Int. Filmfest München und cernodesign.
Konzeption und Beratung: ZAV Künstlervermittlung.

ZAV Künstlervermittlung Film / TV
Kapuzinerstr. 26,
80377 München
Tel +49 (0)89 381 707-19
mobil +49 (0)176 430 648 52
(Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen)
Cinema Moralia – Folge 108: Seismographen der Gegenwart
out takes, Rüdiger SuchslandDurch den Rost der Massenabstimmung gefallen: Geliebte Schwestern von Dominik Graf - © Senator Film Verleih
Lehren aus dem Filmpreis, das anstehende Münchner Filmfest und wer entscheidet eigentlich über den deutschen Film – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 108. Folge
»Es sind doch die Filmemacher, die die Filme machen! Oder?« so fragt keck und leicht rhetorisch der Verband der deutschen Filmkritik (VDFK) und das ausgerechnet noch auf dem Filmfest München, dem Festival mit der allermeisten Branchennähe.
An diesem Samstag (27.06.) findet im Rahmen des 33. Filmfests München ein vom VDFK veranstaltetes Panel zur deutschen Filmproduktion statt, das unter der Leitfrage steht: »Wer entscheidet über den deutschen Film?« (Ab 11 Uhr, in der Black
Box im Gasteig (Rosenheimer Str. 5, 81667 München), immerhin der Eintritt ist frei.)
Die Frage ist berechtigt. Denn natürlich sollten die Filmemacher entscheiden, also Regisseure, Autoren und unter Umständen noch die Produzenten. Aber jeder weiß, dass in Deutschland viel mehr mitreden, wenn Filme gemacht werden. Vielleicht sind es genau diese vielen Köche, die den Brei verderben, vielleicht ist es das mangelnde Vertrauen, umgekehrt das grassierende Misstrauen, dass noch eine
Drehbuchfassung, noch einen Erzählstrang und doch noch einen Star verlangt, damit der Film auch »sicher« ein Erfolg wird, das verhindert, dass der deutsche Film je abhebt, und mehr Filme entstehen, wie Sebastian Schippers Victoria.
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cn-kolumne: Ein Interview mit der deutsch-türkischen Schauspielerin Meryem Uzerli
Tina ThieleMeryem Uzerli | Foto: © Urban Ruths
Steckbrief Meryem Uzerli
Bei Meryem Uzerli handelt es sich um eine deutsch-türkische Schauspielerin aus Kassel, die durch Ihre Rolle in der türkischen Erfolgsserie „Muhtesem Yüzyil“ (Casting: über die Produktion) zum Star wurde. Ihren Anfang nahm Meryems Schauspielkarriere bereits in ihrer Jugend an der freien Waldorfschule in Kassel. Diese weckte durch ihre Vielfalt an Theaterprojekten Meryems Liebe zum Schauspiel und förderte ihr Potential. Im Anschluss folgte die Ausbildung im Schauspielstudio Frese in Hamburg, nach deren Absolvierung sie an einigen deutschen Produktionen mitwirkte. Ihre Karriere hat Meryem aber letztendlich „dem Sprung ins kalte Wasser“ zu verdanken, als sie den Entschluss fasste, sich auf die historisch vielschichtige Rolle der „Hürrem Sultan“ zu bewerben, der ersten Sklavinkonkubine, die von einem Sultan in die Freiheit entlassen und von selbigem geehelicht wurde. Für Ihre darstellerischen Leistungen in dieser Rolle wurde Meryem mehrfach ausgezeichnet und genießt mittlerweile auch weit über die Türkei hinaus großes Ansehen.
Die Serie „Muhtesem Yüzyil“ hat Sie zu einem internationalen Star gemacht, wie kamen Sie an die Rolle?
Ich habe mal in einem freien Theaterprojekt mitwirken dürfen und lernte dort einen Schauspielkollegen kennen, über den ich dann eine weitere Kollegin kennenlernte, bei der wir als größere Reisegruppe während der Berlinale übernachten durften (wir kamen zu dem Zeitpunkt alle aus Hamburg angereist). Der Kontakt blieb über Facebook bestehen und Jahre später war es diese Kollegin, die mich anrief und mir von dem Projekt erzählte. Sie wisse von einer Produktion, für welche bereits tausende Mädchen weltweit gecastet wurden, man aber noch nicht die passende Besetzung gefunden hätte. Sie hatte von mir erzählt und ich wurde zum Casting nach Istanbul eingeladen.
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Achteinhalb: Warum Filmschaffende nach Meinung von Filmförderern umsonst arbeiten sollen
out takesAls Geschäftsführer des FFF?Bayern kennt Klaus Schaefer (rechts) das Filmschaffen im Freistaat wie wenige andere und zieht alle Augen auf sich. Wenn es um das Thema Mindestlohn geht, argumentiert er aber allein im Sinne der Produzenten. | Foto © Foto:?FFF Bayern, Kurt Krieger
Ein Jahr ist’s her, da tobte die alte Diskussion besonders heftig: Die Bundesregierung plante, nun doch einen Mindestlohn einzuführen, wie ihn drei Viertel der Staaten in der EU bereits haben, da beschworen die Produzenten bereits den Untergang des Filmschaffens im Land. Denn ein Mindestlohn von 8,50 Euro sollte ab dem Jahreswechsel auch für längere Praktika gelten. Und das sei nun doch ein Problem, erklärte die Produzentenallianz, der mit rund 220 Mitgliedern der Großteil der deutschen Film- und Fernsehproduktionsfirmen angehört: Ein Praktikum sei meist der einzige Weg, wie junge Menschen zum Job in Film und Fernsehen finden und Unternehmen ihren Nachwuchs. „Sollte das nicht mehr finanzierbar sein, würden den jungen Menschen massiv Chancen genommen, anstatt ihnen Chancen zu geben.“
Ein wenig hatte der Bundestag daraufhin ein Einsehen und verlängerte die Zeitspanne für „Schnupperpraktika“, die vom Mindestlohn ausgenommenen sind, von den geplanten sechs Wochen auf drei Monate. Und damit soll noch längst nicht Schluss sein. Denn „nun ist ein neues Problem aufgetaucht: die Nachwuchsfilm-Produktion.“ Und „man kann dem Gesetzgeber nicht vorwerfen, dass er diese doch sehr speziellen Fragen der filmischen Ausbildung nicht gesehen und in dem verabschiedeten Mindestlohngesetz nicht geregelt hat. Nun aber ist das Problem erkannt und es gilt, praxisgerechte Lösungen zu finden.“
Aber es ist nicht etwa die Interessenvertretung der Produzenten, die sich hier äußert. Weiterlesen
cn-kolumne: Thomas Schmuckert (BFFS) über den Deutschen Schauspielerpreis 2015
Tina ThieleSteckbrief Thomas Schmuckert
Thomas Schmuckert, geboren am 1. April 1965, ist deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher. Nach dem Schauspielstudium, auch an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, folgten Theaterengagements und Gastauftritte in ganz Deutschland, Luxemburg und sogar Philadelphia (USA). Seit 1994 steht Thomas Schmuckert für Film und Fernsehen vor der Kamera und ist in Spielfilmen, in Reihen und Serien wie zum Beispiel „Wilsberg und der Schuss im Morgengrauen“ (Casting: Sabine Weimann) und „SOKO Köln – Unter Verdacht“ (Casting: Sandra Köppe) sowie in Kinofilmen wie „Kaptn Oskar“ (Casting: Marc Schötteldreier | BVC) zu sehen. Seine charismatische Stimme leiht er mannigfaltigen Rollen in Kinofilmen, Serien und Hörspielen – für seine Titelfigur „Dorian Hunter” in der gleichnamigen Hörspielserie erhielt er 2009 den Hörspiel Award als bester Sprecher. Seit 2007 ist er Vorstandsmitglied im Bundesverband Schauspiel (BFFS) und Mitinitiator des Deutschen Schauspielerpreises.
Der Deutsche Schauspielerpreis wird nun bereits zum vierten Mal vergeben. Ist die Organisation inzwischen „business as usual“?
Wenn Du glaubst, dass aus einer Bergbesteigung mittlerweile ein gemütlicher Waldspaziergang geworden ist, dann täuschst Du Dich. Um eine neue und junge Preisverleihung wirklich zu etablieren und in den Köpfen zu verankern, rechnet man ca. 5 Jahre. Die Partner und Sponsoren rennen uns noch keineswegs mit üppigen Finanzspritzen die Türen ein. Die richtigen Partner zu finden, die einen Bezug zu unserer Idee und zu unserem Berufsstand haben, ist ein langwieriger und oft mühsamer Prozess. Aber wir sind auf einem guten Weg. Von „business as usual“ sind wir auch noch aus einem anderen Grund weit entfernt. Zum Glück! Wir befinden uns in der schönen und spannenden Phase des Aufbaus und Experimentierens, um dem Deutschen Schauspielerpreis immer stärker ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Überraschungen, vor allem beim Spiel mit der klassischen Form der Preisverleihung, sind garantiert! Als Gesamtkoordinator des Deutschen Schauspielerpreises liegt mir eins besonders am Herzen: Den Kern dieses Preises von Schauspielern für Schauspieler zu erhalten und auszubauen. Dieser begründet sich in dem umwerfenden ehrenamtlichen Engagement der Kolleginnen und Kollegen für „ihren“ Preis als Würdigung ihres Berufes und erzeugt die besondere Herzlichkeit und charmante Familienatmosphäre, die den Deutschen Schauspielerpreis auszeichnen.
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Selbstgedreht
Peter HartigDaniel Philippen ist Vermittler für Film- und Fernsehschauspieler in der ZAV Künstlervermittlung. Von den täglichen Erfahrungen war es nur noch ein kleiner Gedankensprung zum SMS-Festival. Und das kommt bei Schauspielern und Castern prima an. | Foto © SMS, Kathrin Krammer
Herr Philippen, die ZAV Künstlervermittlung lädt inzwischen schon zum dritten Mal die Schauspieler ein, „Self Made Shorties“ zu machen. Das SMS scheint ja ein Erfolg zu sein.
Kann man in aller Bescheidenheit so sagen. Dafür gibt es einige ermutigende Indikatoren: Jurymitglieder finden sich leicht – die meisten kennen es und freuen sich darauf. Es gibt sogar schon „Initiativbewerbungen“ von Casting-Direktoren, Schauspielern, sogar Agenten, um in der Jury mitzumachen. Wir wissen, dass Regisseure gerne mit Shorties arbeiten und im Netz danach suchen, sie wollen Persönlichkeiten entdecken und kennenlernen. Es gibt mittlerweile Varianten des Selbstgedrehten: die BFFS-Aktion „Ungeschminkt“…
…des Bundesverbands Schauspiel…
…oder die „About Me Videos“. Und natürlich immer mehr Schauspieler, die sich trauen, die Kamera selbst in die Hand zu nehmen und ihr Shorty ins Netz zu stellen. Also findet man in den Datenbanken immer mehr Spuren, Indizien, Indikatoren für den Erfolg.
Haben Sie irgendeinen Anhaltspunkt, dass die Selbstgedrehten einem weitergeholfen hätten?
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