Es gibt einen neuen Preis fürs Filmschaffen, und dagegen kann man eigentlich gar nichts haben. Zwischen all den „Bambis“ und „Golden Globes“ die an die immergleichen massenmedial bekannten üblichen Verdächtigen verteilt werden, kann man sich nur freuen, wenn sich jemand mal mit der Arbeit am Set beschäftigt. „Metropolis“ heißt der neue Preis, und vergeben wurde er gestern abend vom Bundesverband Regie (BVR), einem der mitgliederstärksten Interessenverbände der Branche.
Was erklärt, warum der „Metropolis“ vom BVR als „Regie-Preis“ bezeichnet wird und an solche Leistungen in fünf Kategorien vergeben wird: Fernsehen, Kino, Serie, Nachwuchs und Lebenswerk, für das zum Auftakt Peter Lilienthal geehrt wurde, der vor zwei Jahren seinen 80.Geburtstag feierte.
Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler sorgte innerhalb der letzten Jahre durch amüsante Aktionen wie unter anderem „Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?“ oder „Ich bin preiswert“ für viel Gesprächs- und Pressestoff. Amüsant sind dabei nur die Wortspiele, die Themen dahinter allerdings hochgradig ernst.
Hintergrund bei „Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen“ ist der Gagenverfall bei TV- und Filmproduktionen, der nach unten hin mittlerweile „Hundegagen“ erreicht hat.
Hintergrund der Aktion „Ich bin preiswert“ war die plötzliche Amputation sämtlicher Kategorien beim deutschen Fernsehpreis, bei der künstlerische Einzel-Auszeichnungen für Regie, Kamera, Schnitt, Drehbuch… gestrichen wurden. Was bleibt da noch übrig? Die unterschwellige Selbstbeweihräucherung der mitwirkenden TV-Sender? Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Elmira Rafizadehhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgElmira Rafizadeh2011-06-24 15:41:422016-05-17 10:54:23Wir gehen baden – und mit uns die Kultur! BFFS Aktion zum Filmfest München
Seit drei Wochen läuft Hans Steinbichlers neuer Film „Das Blaue vom Himmel“ in den Arthouse-Kinos und gehört da zu den besucherstärksten Filmen. Nicht nur, weil er dieses Jahr mit dem „Bayerischen Filmpreis“ als beste Produktion ausgezeichnet wurde: Die Reise von Mutter und Tochter an die lettische Ostseeküste ist ein „bewegendes Familienmelodram“ um Liebe und Verrat, Erinnerung und Vergessen, das zum großen Teil von seinen drei Hauptdarstellerinnen getragen wird (wobei ich ausnahmsweise mal nicht Juliane Köhler und Hannelore Elsner hervorheben möchte, sondern Karoline Herfurth, die die verzweifelte Zickigkeit ihrer Figur beängstigend verkörpert) und die Männer im Film zu Nebenrollen macht. Das ist auch in Ordnung so, denn die Hauptrolle spielen Männer im Kino ja oft genug, und gegen gute Nebenrollen wie in diesem Film ist auch nichts einzuwenden.
Abgesehen von den darstellerischen Leistungen hat „Das Blaue vom Himmel“ aber noch einiges mehr zu bieten.
Wie aus einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervorgeht, hat der Bundesrechnungshof die Vergabe von Gratis-Eintrittskarten an Politiker und Prominente für die Bayreuther Festspiele scharf kritisiert. Demnach sollen nur 40 Prozent der Eintrittskarten, bei Premieren sogar nur 16 Prozent, in den freien Verkauf gegeben worden sein. Die restlichen Tickets wurden anscheinend als Freikarten an Politiker, Sponsoren und Prominente verteilt. Bleibt für sie nur zu hoffen, dass sie bei der zweifelhaften Vergabepraxis auch an den Fiskus gedacht haben! Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Schaarhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Schaar2011-06-21 07:34:362011-06-21 22:36:22Bayreuther Festspiele und das Finanzamt
Blättert man aktuell durch Zeitungen wie die Süddeutsche, die Welt oder die WAZ, hat man das Gefühl, als hätte man es nur noch mit betrügerischen Selbständigen zu tun, die das Finanzamt und die Arbeitsagentur belügen und ihr Einkommen frei gestalten. Und das nur, um in den „Genuss“ von Hartz-IV-Leistungen zu gelangen. So berichtet die Süddeutsche unter dem Titel „Arm gerechnet“ über schwindelnde Selbständige, die mit falschen Angaben Sozialleistungen einstreichen wollen, andere Zeitungen hängen sich ran. Ein schönes Sommerlochthema halt! Übersehen tun sie aber dabei die wirklich Bedürftigen, die auf die Grundsicherung angewiesen sind. Und schaut man sich das bei der Künstlersozialkasse gemeldete Durchschnittseinkommen im Bereich „darstellende Kunst“ an, ist zumindest zu vermuten, dass auch Filmschaffende dazugehören. So liegt das gemeldete Durchschnittseinkommen bei den unter 30-Jährigen bei 680 Euro im Monat.
Über unprofessionelle Anfragen, Kommunikationsfehler und den unsicheren Umgang mit Schauspielern am Set. Bestandsaufnahmen aus meiner Sicht als Schauspielerin.
Vorweg zu diesem Thema muss betont werden, dass es unzählige, wunderbare und hochprofessionelle Produktionen der deutschsprachigen Filmhochschulen gibt, die sich auch international durchsetzen und von Schauspielern sowie weiteren Branchenangehörigen sehr geschätzt, gefördert und gelobt werden. Man kann wirklich sehr stolz auf den deutschen Filmnachwuchs blicken.
In diesem Beitrag soll aber auch die andere Seite der Medaille beleuchtet werden. Schwachstellen, die mittlerweile keine Einzelfälle mehr sind und immer wieder zu Diskussionen in Fachkreisen führen.
Denn ohne die Rückstellung, den Verzicht auf Gagen und die Mitwirkung teilweise prominenter Schauspieler würden viele wunderbare Produktionen der letzten Jahre in der Form nicht existieren. Warum werden Schauspieler in der Wertschöpfungskette einer Produktion dennoch erst als allerletzte Instanz berücksichtigt? Alles heutzutage hat seine Kosten und einen verhandelbaren Wert: Ausstattung, Fahrzeuge, Reisen, Technik, Catering… Doch die Schauspieler bleiben in der Kalkulation wie eine Selbstverständlichkeit außen vor. Denn sie sind ja austauschbar, sie gibt es im Überfluß. Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Elmira Rafizadehhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgElmira Rafizadeh2011-06-14 23:24:572016-05-17 11:22:45Studentenfilme: Ist ein Schauspieler, der nichts kostet, weniger wert?
Das Ende der illegalen Online-Videothek kino.to zeigt auch, wie wenig das Urheberrecht verstanden wird.
„Online-Jäger“ gegen „Raubkopier-Mafia“! Dass die „Bild“-Zeitung den Lauf der Welt gerne in so einfache wie dramatische Bilder packt, weiß man ja, und ein bisschen bewundere ich sie auch für ihr Sprachgefühl. Es hatte ja was von einem Krimi, wie vorige Woche eine der beliebtesten Websites des Landes abgeschaltet wurde: „Vier Millionen Nutzer täglich“ sollen auf der Website Kino.to nach neuen und alten Filmen, Serien in Deutsch oder Originalversion und sogar Dokumentarfilmen gesucht haben, weil es die da umsonst zu gucken gab. Das Problem daran: Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Peter Hartighttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgPeter Hartig2011-06-14 17:34:542011-07-06 17:49:45Online-Krimi: Die tollsten Gründe, Kino.to zu gucken
Am vergangenen Montag Abend fanden in Köln, Berlin, Hamburg und München die monatlichen BFFS-Stammtische statt.?Bei diesen Netzwerkveranstaltungen behandeln wir abwechselnde Themen mit entsprechenden Fachgästen wie u.a. Produzenten, Casting-Directoren, Redakteure, Autoren, Regisseure, Vertreter von Filmhochschulen oder Journalisten.
Der Kölner Standort bringt viele NRW Schauspieler durch die Daily-Formate wie „Unter uns“, „Verbotene Liebe“, „Alles was zählt“, „Lena“, damals auch „die Arnreihner“ in Lohn und Brot. Anlass genug, einen informativen Abend im Hinblick auf Set-Alltag, Produktionsbedingungen, Budgets, Anforderungen einer Daily, Rollenentwicklung, Castingverläufe, Storyline… zu veranstalten. Weiterlesen
Gigantisches Vorbild – BVR vergibt Regiepreis Metropolis
Peter HartigGanz großes Kino: Oben gibt Fritz Lang seine Anweisungen, unten steht sein Team im Wasser. Die Dreharbeiten zu „Metropolis“ waren eine Strapaze. | Foto © Murnau-Stiftung
Es gibt einen neuen Preis fürs Filmschaffen, und dagegen kann man eigentlich gar nichts haben. Zwischen all den „Bambis“ und „Golden Globes“ die an die immergleichen massenmedial bekannten üblichen Verdächtigen verteilt werden, kann man sich nur freuen, wenn sich jemand mal mit der Arbeit am Set beschäftigt. „Metropolis“ heißt der neue Preis, und vergeben wurde er gestern abend vom Bundesverband Regie (BVR), einem der mitgliederstärksten Interessenverbände der Branche.
Was erklärt, warum der „Metropolis“ vom BVR als „Regie-Preis“ bezeichnet wird und an solche Leistungen in fünf Kategorien vergeben wird: Fernsehen, Kino, Serie, Nachwuchs und Lebenswerk, für das zum Auftakt Peter Lilienthal geehrt wurde, der vor zwei Jahren seinen 80. Geburtstag feierte.
Nun gehören Regisseure unter allen „unsichtbaren“ Filmschaffenden zwar zu denjenigen, die noch am ehesten mal Beachtung finden, aber warum soll ein Verband sich nicht selber einen Preis stiften, wenn er meint, dass es der „Förderung der Qualität der Arbeit seiner Mitglieder“ dient? Weiterlesen
Wir gehen baden – und mit uns die Kultur! BFFS Aktion zum Filmfest München
Elmira RafizadehDer Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler sorgte innerhalb der letzten Jahre durch amüsante Aktionen wie unter anderem „Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen?“ oder „Ich bin preiswert“ für viel Gesprächs- und Pressestoff. Amüsant sind dabei nur die Wortspiele, die Themen dahinter allerdings hochgradig ernst.
Hintergrund bei „Sind wir nun endgültig auf den Hund gekommen“ ist der Gagenverfall bei TV- und Filmproduktionen, der nach unten hin mittlerweile „Hundegagen“ erreicht hat.
Hintergrund der Aktion „Ich bin preiswert“ war die plötzliche Amputation sämtlicher Kategorien beim deutschen Fernsehpreis, bei der künstlerische Einzel-Auszeichnungen für Regie, Kamera, Schnitt, Drehbuch… gestrichen wurden. Was bleibt da noch übrig? Die unterschwellige Selbstbeweihräucherung der mitwirkenden TV-Sender?
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Wo bleiben die Filmkünste?
Peter HartigNicht ablenken lassen: Achten Sie bei „Das Blaue vom Himmel“ mal auf die Filmgewerke. | Foto © Die Film GmbH
Seit drei Wochen läuft Hans Steinbichlers neuer Film „Das Blaue vom Himmel“ in den Arthouse-Kinos und gehört da zu den besucherstärksten Filmen. Nicht nur, weil er dieses Jahr mit dem „Bayerischen Filmpreis“ als beste Produktion ausgezeichnet wurde: Die Reise von Mutter und Tochter an die lettische Ostseeküste ist ein „bewegendes Familienmelodram“ um Liebe und Verrat, Erinnerung und Vergessen, das zum großen Teil von seinen drei Hauptdarstellerinnen getragen wird (wobei ich ausnahmsweise mal nicht Juliane Köhler und Hannelore Elsner hervorheben möchte, sondern Karoline Herfurth, die die verzweifelte Zickigkeit ihrer Figur beängstigend verkörpert) und die Männer im Film zu Nebenrollen macht. Das ist auch in Ordnung so, denn die Hauptrolle spielen Männer im Kino ja oft genug, und gegen gute Nebenrollen wie in diesem Film ist auch nichts einzuwenden.
Abgesehen von den darstellerischen Leistungen hat „Das Blaue vom Himmel“ aber noch einiges mehr zu bieten.
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Bayreuther Festspiele und das Finanzamt
Rüdiger SchaarWie aus einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervorgeht, hat der Bundesrechnungshof die Vergabe von Gratis-Eintrittskarten an Politiker und Prominente für die Bayreuther Festspiele scharf kritisiert. Demnach sollen nur 40 Prozent der Eintrittskarten, bei Premieren sogar nur 16 Prozent, in den freien Verkauf gegeben worden sein. Die restlichen Tickets wurden anscheinend als Freikarten an Politiker, Sponsoren und Prominente verteilt. Bleibt für sie nur zu hoffen, dass sie bei der zweifelhaften Vergabepraxis auch an den Fiskus gedacht haben! Weiterlesen
Selbständige „Schmarotzer“ anwesend?
Rüdiger SchaarBlättert man aktuell durch Zeitungen wie die Süddeutsche, die Welt oder die WAZ, hat man das Gefühl, als hätte man es nur noch mit betrügerischen Selbständigen zu tun, die das Finanzamt und die Arbeitsagentur belügen und ihr Einkommen frei gestalten. Und das nur, um in den „Genuss“ von Hartz-IV-Leistungen zu gelangen. So berichtet die Süddeutsche unter dem Titel „Arm gerechnet“ über schwindelnde Selbständige, die mit falschen Angaben Sozialleistungen einstreichen wollen, andere Zeitungen hängen sich ran. Ein schönes Sommerlochthema halt! Übersehen tun sie aber dabei die wirklich Bedürftigen, die auf die Grundsicherung angewiesen sind. Und schaut man sich das bei der Künstlersozialkasse gemeldete Durchschnittseinkommen im Bereich „darstellende Kunst“ an, ist zumindest zu vermuten, dass auch Filmschaffende dazugehören. So liegt das gemeldete Durchschnittseinkommen bei den unter 30-Jährigen bei 680 Euro im Monat.
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Studentenfilme: Ist ein Schauspieler, der nichts kostet, weniger wert?
Elmira RafizadehÜber unprofessionelle Anfragen, Kommunikationsfehler und den unsicheren Umgang mit Schauspielern am Set. Bestandsaufnahmen aus meiner Sicht als Schauspielerin.
Vorweg zu diesem Thema muss betont werden, dass es unzählige, wunderbare und hochprofessionelle Produktionen der deutschsprachigen Filmhochschulen gibt, die sich auch international durchsetzen und von Schauspielern sowie weiteren Branchenangehörigen sehr geschätzt, gefördert und gelobt werden. Man kann wirklich sehr stolz auf den deutschen Filmnachwuchs blicken.
In diesem Beitrag soll aber auch die andere Seite der Medaille beleuchtet werden. Schwachstellen, die mittlerweile keine Einzelfälle mehr sind und immer wieder zu Diskussionen in Fachkreisen führen.
Denn ohne die Rückstellung, den Verzicht auf Gagen und die Mitwirkung teilweise prominenter Schauspieler würden viele wunderbare Produktionen der letzten Jahre in der Form nicht existieren. Warum werden Schauspieler in der Wertschöpfungskette einer Produktion dennoch erst als allerletzte Instanz berücksichtigt? Alles heutzutage hat seine Kosten und einen verhandelbaren Wert: Ausstattung, Fahrzeuge, Reisen, Technik, Catering… Doch die Schauspieler bleiben in der Kalkulation wie eine Selbstverständlichkeit außen vor. Denn sie sind ja austauschbar, sie gibt es im Überfluß.
Weiterlesen
Online-Krimi: Die tollsten Gründe, Kino.to zu gucken
Peter HartigDas Ende der illegalen Online-Videothek kino.to zeigt auch, wie wenig das Urheberrecht verstanden wird.
„Online-Jäger“ gegen „Raubkopier-Mafia“! Dass die „Bild“-Zeitung den Lauf der Welt gerne in so einfache wie dramatische Bilder packt, weiß man ja, und ein bisschen bewundere ich sie auch für ihr Sprachgefühl. Es hatte ja was von einem Krimi, wie vorige Woche eine der beliebtesten Websites des Landes abgeschaltet wurde: „Vier Millionen Nutzer täglich“ sollen auf der Website Kino.to nach neuen und alten Filmen, Serien in Deutsch oder Originalversion und sogar Dokumentarfilmen gesucht haben, weil es die da umsonst zu gucken gab. Das Problem daran: Weiterlesen
Rückschau BFFS-Stammtisch Köln | Thema: Daily-Soap-Telenovela Formate
Elmira Rafizadeh, out takesAm vergangenen Montag Abend fanden in Köln, Berlin, Hamburg und München die monatlichen BFFS-Stammtische statt.?Bei diesen Netzwerkveranstaltungen behandeln wir abwechselnde Themen mit entsprechenden Fachgästen wie u.a. Produzenten, Casting-Directoren, Redakteure, Autoren, Regisseure, Vertreter von Filmhochschulen oder Journalisten.
Der Kölner Standort bringt viele NRW Schauspieler durch die Daily-Formate wie „Unter uns“, „Verbotene Liebe“, „Alles was zählt“, „Lena“, damals auch „die Arnreihner“ in Lohn und Brot. Anlass genug, einen informativen Abend im Hinblick auf Set-Alltag, Produktionsbedingungen, Budgets, Anforderungen einer Daily, Rollenentwicklung, Castingverläufe, Storyline… zu veranstalten.
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