Schlecht gemacht und am Publikum vorbei!?So harsch urteilt die Deutsche Filmakademie über den deutsche Filme. Schuld habe das ­gegenwärtige Fördersystem. | Foto © Foto: Deutsche Filmakademie, Franziska Krug

Schlecht gemacht und am Publikum vorbei!?So harsch urteilt die Deutsche Filmakademie über den deutsche Filme. Schuld habe das ­gegenwärtige Fördersystem. | Foto © Deutsche Filmakademie, Franziska Krug

„Alle vier Jahre gibt es eine Fußballweltmeisterschaft, jedes Jahr einen Sommer, jede Woche zwei neue Netflix-Serien – und die Filmbranche trifft sich alle vier bis fünf Jahre zur FFG-Novelle.“ So richtig glaubt man bei der Deutschen Filmakademie wohl nicht an Besserung. Zumindest nicht durch das FFG. Nun wird es also im „52. Jahr zum 13. Mal“ überarbeitet, derweil „nicht davon auszugehen“ sei, „dass sich die Situation des deutschen Kinos und des deutschen Kinofilms fundamental verbessern wird.“

Derart fatalistisch beginnt die Deutsche Filmakademie ihre Stellungnahme zur Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG), das 2022 in Kraft treten soll. Vier Punkte macht sie als Problem aus und beginnt gleich mit einem Paukenschlag: 

1. Viele deutsche Kinofilme hätten „eine häufig zu niedrige Qualität“ und „fehlende Publikumsaffinität“ (übersetzt: sie sind schlecht gemacht und uninteressant). 

Nanu! Streut sich da gerade jemand Asche aufs Haupt? Schließlich stellen doch die Sektionen Drehbuch, Regie und besonders Produktion den größten Teil der Akademie-Mitglieder. Doch von Ideenlosigkeit oder fehlendem Wagemut ist hier nicht die Rede. Das Problem hat für die Filmakademie allein einen betriebswirtschaftlichen Grund: „Viele interessante deutsche Kinofilmprojekte sind zum Zeitpunkt der Finanzierung unterentwickelt und gehen unterfinanziert in die Produktion.“

Also sind nur die Produzent*innen schuld? „Von einem Filmproduzenten spricht man, wenn er die wirtschaftliche und technische Verantwortung für die Produktion trägt, ihre Durchführung organisiert und sie inhaltlich beeinflusst“, erklärt die Wikipedia. 

Aber nein, auch sie können in der Erklärkette der Filmakademie auch nichts dafür, denn …

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Das Kino ist wieder mal in Gefahr – die Streamingdienste machen sich immer breiter. Die AG Kino plädiert für die Bewahrung der ­Kinokultur. ­Wie beides zusammen geht, machen derweil andere vor: Die britische Arthouse-Kette Curzon Cinemas stellt zeigt ihre Filme parallel auch als Bezahlstream. | Foto © Screenshot

Das Kino ist wieder mal in Gefahr – die Streamingdienste machen sich immer breiter. Die AG Kino plädiert für die Bewahrung der ­Kinokultur. ­Wie beides zusammen geht, machen derweil andere vor: Die britische Arthouse-Kette Curzon Cinemas stellt zeigt ihre Filme parallel auch als Bezahlstream. | Foto © Screenshot

Siebeneinhalb Seiten »Vorbemerkungen« schickt die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater ihrer Stellungnahme zur anstehenden Überarbeitung des Filmförderungsgesetzes (FFG) [PDF] voraus. Ein kritischer Blick auf die Branche und das Fördersystem, den wir gekürzt und mit weiterführenden Links wiedergeben:

Der Film- und Kinomarkt befindet sich in einem radikalen Umbruch. Global agierende Streamingplattformen gewinnen an Einfluss bei der Produktion, Finanzierung und Verwertung audiovisueller Inhalte. Dies verändert den Fernseh-, den Video- und den Kinomarkt und fordert alle Unternehmen in diesen Bereichen heraus. Wir beobachten, wie der Weltmarktführer immer aggressiver seine Vorherrschaft auszubauen versucht, während andere global agierende Konzerne stärker an diesem Wachstumsmarkt partizipieren wollen. 

Begleitet wird diese Entwicklung von einer zunehmenden Marktkonzentration. Noch in diesem Jahr wird Disney den bisherigen Konkurrenten Fox übernehmen, nicht zuletzt auch im Hinblick auf den Streamingmarkt. Auch im Kinomarkt beobachten wir eine immer stärker voranschreitende Marktkonzentration. Die Folgen wirken sich auch auf den nationalen Markt aus, der bei Produktion, Verleih und Kino unverändert stark fragmentiert und von mittelständischen Unternehmen geprägt ist. Am Ende geht es auch darum, dass der (deutsche) Mittelstand sich gegen die stetige Globalisierung halten kann, die verstärkt durch die allumfassende Digitalisierung Tendenzen zu weltweiten Monopolen aufweist.

Während manchen das Gefühl beschleicht, dass allein Serien der Internetgiganten Innova­tionen wagen, und diese mit immensen Investi­tionskapital Kreative und Filmhandwerker an sich binden, fehlen trotz Ausbau der Förderung ­zugkräftige Filme für das Kino. Zurecht beklagte die Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters zu Jahresbeginn das Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag. International ist der deutsche Film mit überschaubaren Ausnahmen nicht wettbewerbsfähig. Das Ergebnis ist bekannt: 2018 war insgesamt betrachtet ein katastrophales Kinojahr [Die FFA-Studie „Das Kinojahr 2018 – Marktzahlen aus Deutschland“ als PDF].

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Ganz so einfach ist es nicht...

Gewinnerbild mit Daniel Philippen | Credit: Holger Borggrefe

Unter dem Motto: Glück – Das Festival des Happy Ends gaben Schauspielervideos, Crew United und die ZAV Künstlervermittlung in Zusammenarbeit mit Casting Network, Cinearte und Out Takes Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum vierten Mal die Chance, ihre Persönlichkeit in einem kurzen Film (max. drei Minuten) vorzustellen.

Am Freitag, den 28 Juni 2019 präsentierte die hochkarätige Jury in einem vollbesetzten Kinosaal im CinemaxX München die vorausgewählten 15 Self Made Shorties.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Castingstudio Simone Bär (Transit, Dark, Babylon Berlin), Nathalie Mischel (Casting Director des Hessischen Rundfunks), die Filmproduktion Claussen + Putz (Polizeiruf 110 – Tatorte, Die kleine Hexe, Der verlorene Bruder), Regisseur Hans Steinbichler (Winterreise, Landauer – Der Präsident, Das Tagebuch der Anne Frank), Jana Brandt, Fernsehfilmchefin des Mitteldeutschen Rundfunks (Weissensee, Charité, Hubert ohne Staller) und als Vertreter der Schauspielkunst Kevin Patzke (erster Preisträger des letzten SMS Festivals 2017) unter der Schirmherrschaft des Festivalpräsident Edgar Selge (Polizeiruf 110, Unterwerfung, Poll).

Im Folgenden ein paar Impressionen der Veranstaltung, Stimmen, weitere Eindrücke und natürlich die Gewinner-Shorties:

Ganz so einfach ist es nicht...

Der Gewinnerfilm bei der Vorführung im Cinemaxx | Credit: Alena Sternberg

1. Platz SMS Self Made Shorties 2019: Henrike Fehrs


2. Platz SMS Self Made Shorties 2019: Ela Paul

Platz 2:

3. Platz SMS Self Made Shorties 2019: Ragna Guderian


Stellvertretend für die vielen tollen Shorties, die es leider nicht in die Auswahl der 15 Nominierten geschafft haben, hat Urs Cordua eine Compilation mit Ausschnitten weiterer Love-Shorties zusammengestellt:


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PS: Leider ist es uns nicht möglich, alle 619 SMS-Shorties zu veröffentlichen. Weitere 100 Lieblinge der Jury könnt Ihr aber hier sehen:
https://www.schauspielervideos.de/ecasting/ergebnis/sms-festival-2019

Und wenn Ihr möchtet, gebt doch unter diesem Beitrag einen Kommentar ab und verweist per Link auf Euren Shorty mit Eurem Namen! Bis zum nächsten SMS Self Made Shorties Festival und 1000 Dank an alle, die mitgemacht haben und mitmachen werden.

Das 5. Self Made Shorties – Festival ist eine Veranstaltung von Crew United & Schauspielervideos in Kooperation mit casting-network und Out Takes, unterstützt von Cinearte, dem Int. Filmfest München und cernodesign.
Konzeption und Beratung: ZAV Künstlervermittlung.

Glück auf für Eure Shorties im Netz!

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Ganz so einfach ist es nicht...

Nicht satisfaktionsfähig für die Bonzen: Sophie Kluges Golden Twenties

Die Rela­ti­vitäts­theorie der Kinokrise: Das bestehende deutsche Film­system ist auf ganzer Linie geschei­tert, aber die Groß­kop­ferten machen weiter. Doch das Ende des deutschen Kinos könnte sein Anfang werden.

Von Rüdiger Suchsland (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen)

Es war alles wie immer beim Filmfest München: Genauso viel Fest wie Film – viel Feiern bei Weißwurst, Schweins­braten und einem zünftigen Hellen schon am Morgen beim Empfang des FilmFern­sehFonds Bayern, Minis­te­rin­nen­reden und Minis­ter­prä­si­den­ten­ver­spre­chen unter leuchtend blauem Sonnen­himmel, bis zum nächt­li­chen Absacker im Schumanns oder bei einer der vielen Premie­ren­partys.

Dazwi­schen viele Filme, auch viele gute, ein Best-Of der inter­na­tio­nalen Werke der letzten Monate, dazu rund 20 deutsche Kino­pre­mieren in der wich­tigsten Reihe, dem Wett­be­werb um den »Förder­preis Neues deutsches Kino«, wo tatsäch­lich ein paar außer­or­dent­lich gelungene deutsche Filme liefen.
Alles genauso wie schon vor 37 Jahren war, beim ersten Filmfest.

Es war aber auch nichts wie immer. Denn im deutschen Kino herrscht Krise. Krise so hart wie noch nie. Krise, die sich nicht mehr über­tün­chen lässt.
Die Zuschauer bleiben weg, Produ­zenten und Verleiher leben aus den Beständen, Kinos machen im Dutzend dicht, sogar große Kino­ketten wie gerade das Cinestar im Herzen Berlins, am Potsdamer Platz, so wie ein paar hundert Meter weiter der große X-Verleih gerade taumelt.

Viele gute Filme­ma­cher bekommen ihre Filme nicht gefördert oder gerade genug Geld, um nicht gleich bankrott zu sein.

Diese Krise geht so weit, dass man fest­stellen muss: Das bestehende deutsche Film­system ist auf ganzer Linie geschei­tert.
Es kann und wird so nicht weiter­gehen.

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Aber über allem hängt von der Krise scheinbar unberührt eine fette Glocke aus Funk­ti­onären, Förderern, Redak­teuren und Gremien. Sie lächeln, machen „Business as usual“, und wollen sich nicht einmal rheto­risch infrage stellen.
Sie sind eine Clique des bleiernen Weiter-so. Manche von ihnen bekommen mehr Geld, als die meisten Filme­ma­cher, denen sie eigent­lich zu dienen hätten, und ohne die es sie nicht gäbe.

Diese Funk­ti­onäre geben schon seit Jahren unter der Hand zu, was ihre Entschei­dungen jeden Tag beweisen: Dass sie Kunst im Kino eigent­lich nicht wollen, allen Expe­ri­menten die Luft abschnüren. Über die Jahre haben sie eine engma­schige Günst­lings­wirt­schaft entwi­ckelt, Verhält­nisse, die manche einfach korrupt finden, von denen allen­falls zwei Handvoll Adabeis profi­tieren, während die meisten anderen außen vor bleiben und unterm Tisch an den Resten nagen dürfen.

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Sehr typisch für diese Verhält­nisse war beim Filmfest die Vergabe des neuge­schaf­fenen, mit 100.000 Euro dotierten Preises für inter­na­tio­nale Co-Produk­tionen.
Schon vorher hatten viele Gäste gewettet, dass die üblichen Verdäch­tigen die Preise absahnen würden. Und gehofft, dass es doch anders kommen könnte: »Bitte nicht schon wieder Michael Weber!«, »Nur nicht Match Factory« – genau diese Sätze hatte ich von mehr als einem halben Dutzend Menschen beim Filmfest gehört.
Aber
wer gegen solche Befürch­tungen noch an das Gute in der Welt glaubte, wurde am Freitag eines Schlech­teren belehrt. Die Jury aus Verlei­hern und Produ­zenten, zeichnete mit dem Köln ansäs­sigen Welt­ver­trieb und Co-Produk­tions-Händler »The Match Factory« genau die aus, die solche Preise am wenigsten nötig haben: die reichste, etablier­teste, best­ver­netzte Firma, einen Big Player, den schon lange auf dem hohen Ross sitzt und seine Macht genüss­lich auskostet.

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Zugleich hat das Filmfest viel vor: Der Freistaat hat mehr Geld verspro­chen, und inmitten des Kinoster­bens und der Krise spricht man in München über den Bau neuer Abspiel­stätten mit Kapa­zitäten von 1500 Zuschauern und Frei­licht­kinos. Der Krise setzt man Visionen entgegen, die gar nicht unrea­lis­tisch sind in Zeiten der Krise etablierter Verwer­tungs­formen und Festivals.

Man tut beim Filmfest auch viel für die Inde­pend­ents, bemüht sich um die Pflege des echten Auto­ren­films, darum, dem Neuen, Unge­wöhn­li­chen, Unge­se­henen einen Platz zu geben und es sichtbar zu machen.

Zum Beispiel den beiden Beiträgen im Wett­be­werb um den Förder­preis: Golden Twenties von Sophie Kluge und Mein Ende. Dein Anfang von Mariko Minoguchi – für viele die beiden besten Filme des Filmfests. Aber Outsider: Ohne Besuch einer Film­hoch­schule. Ohne deren Geld produ­ziert.
Ohne Fern­seh­sender. Mit vergleichs­weise geringen Förder­mit­teln ausge­stattet. Nicht satis­fak­ti­ons­fähig für die Bonzen.

Man zeigt beim Filmfest viele solche Filme von Regis­seu­rinnen, die kaum gefördert wurden und die oft keine Film­hoch­schule besucht haben. Gut so! Hoffent­lich macht das Filmfest damit weiter und etabliert sich so als Entdecker der Trends der Zukunft.

Aber in den wichtigen Jury sitzen dann wieder die Reprä­sen­tanten der Vergan­gen­heit, die Etab­lierten, die Groß­kop­ferten, die Funk­ti­onäre, die gar kein Interesse daran haben, das Neue, Ungefügte, Wider­s­tän­dige auch noch zu prämieren.
Das wurde am Abend der Preis­ver­lei­hung belegt: Zwei Frauen und ein Mann in der Jury gaben drei Männern vier Preise. Jan-Ole Gersters Film Lara ist aus meiner Sicht zwar einer der besten Filme des Wett­be­werbs gewesen, und ein verdienter Preis­träger. Aber im Konzert der anderen Preis­kan­di­daten dieser als Nach­wuchs­preises adres­sierten Auszeich­nung, sind dieser Film und seine Macher – unge­wöhn­lich schnell und gut mit Förder- und Sender­gel­dern ausge­stattet – eine Liga für sich.

Das Gesamt­ge­füge der Preis­ver­gabe stimmte nicht. Denn alle echten Inde­pend­ents im Wett­be­werb blieben unprä­miert, die gut finan­zierten Filme bekamen auch noch das Geld und die Zusatz­auf­merk­sam­keit.
Und um das Geld, um die Aufmerk­sam­keit geht es am Ende. Beides auszu­ba­lan­cieren, Verzer­rungen nicht noch zu vers­tärken, sondern abzu­dämpfen ist Aufgabe einer Jury.

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Das Filmfest München befindet sich mit alldem in einer schi­zo­phrenen Situation. Man steht derzeit auf allen Seiten gleich­zeitig. Man will es allen recht machen.
Das wird nicht mehr lange so weiter­gehen. Schmu­se­kurs und Harmo­nie­soße mögen vielen sympa­thisch sein, und manche Konflikte abdämpfen. Der deutsche Film und sein Nachwuchs aber brauchen Ecken und Kanten, und müssen das gerade auch von einem Festival erwarten können, das den Nachwuchs fördern will. Der nur aller­erste, aber
unver­meid­liche Schritt dafür: Die Jury­zu­sam­men­set­zung muss im kommenden Jahr korri­giert werden. Es muss jüngere, mutigere Preis­jurys geben, deren Mitglieder selbst für das Wider­s­tän­dige und Nicht-Etab­lierte stehen, statt seit Jahren und Jahr­zehnten über diverse Pöstchen mit dem Beste­henden, dem auf ganzer Linie geschei­terten deutschen Film­system verban­delt zu sein.

Das Filmfest München muss sich entscheiden, auf welcher Seite es steht. Es darf sich nicht kaufen lassen von den Millionen des Frei­staats, es darf seine Seele nicht verkaufen und nicht das Kino.

Wir brauchen eine Revo­lu­tion im deutschen Film! Eine Revo­lu­tion der Filme gegen die Funk­ti­onäre, der Filme­ma­cher gegen die Amigo-Klüngel, der Film­pro­du­zenten gegen die Allianzen der Verhin­de­rung und des Weiter-So, des Kinos gegen die Streaming-Dienste, der neuen Ideen gegen die Krise.

Dann, nur dann könnte das Ende des deutschen Kinos sein Anfang werden.

Seit zwei Jahren bringt der Podcast Indiefilmtalk Filmemacher zum lockeren Gespräch zusammen. In Folge 46 sprachen Regisseur Dominik Balkow, Schauspielerin Vivien Andree und Produzent und Schauspieler Andreas Berg über die Beziehung zwischen Regie und Schauspiel. | Foto © Yugen Yah

Seit zwei Jahren bringt der Podcast Indiefilmtalk Filmemacher zum lockeren Gespräch zusammen. In Folge 46 sprachen Regisseur Dominik Balkow, Schauspielerin Vivien Andree und Produzent und Schauspieler Andreas Berg über die Beziehung zwischen Regie und Schauspiel. | Foto © Yugen Yah

Wenn Yugen Yah nicht selbst Filme dreht, redet er darüber – übers Filmemachen. Ganz ohne Bilder und mit Gleichgesinnten: Regiekollegen, Produzenten, Schauspielern, Filmwissenschaftlern, möglichst allen in der Filmszene. Seit zwei Jahren betreibt er den Podcast Indiefilmtalk.de mit seinem Co-Host, der Theaterwissenschaftlerin und Moderatorin Susanne Braun, über die eigene Website wie über Spotify und I-Tunes.
„Alle reden gerne über Filme. Selten über das Filme machen. Und noch seltener über das, was zwischendrin passiert“, erklärt Braun auf der Website. Fast 50 Mal haben die beiden inzwischen zum lockeren Gespräch geladen, dazwischen immer mal Sondersendungen mit Paneldiskussionen von größeren Festivals oder Filmhochschulen – fast jede Woche erscheint ein neuer Beitrag.
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Die Münchner Filmwerkstatt meldet sich in der Diskussion ums nächste Filmförderungsgesetz als Stimme der Aus- und Weiterbildung zu Wort | Foto © Münchner Filmwerkstatt

Die Münchner Filmwerkstatt meldet sich in der Diskussion ums nächste Filmförderungsgesetz als Stimme der Aus- und Weiterbildung zu Wort | Foto © Münchner Filmwerkstatt

Auf der ursprünglichen Liste, wen die Staatsministerin für Kultur und Medien um Anregungen für die Gesetzesnovelle bittet, hatte die Münchner Filmwerkstatt nicht gestanden. Weil aber „der Fachkräftemangel derzeit zu den brennendsten Themen unserer Branche gehört, die Einrichtungen und Institutionen der Aus- und Weiterbildung aber keinen Verband und damit keine gemeinsame Stimme haben“, erlaube man sich dennoch einige Vorschläge.
Ganz oben: Die Weiterbildungsförderung für Filmschaffende, vor sieben Jahren gestrichen, solle wieder eingeführt werden. Das alleine werde zwar den Fachkräftemangel nicht überwinden, „aber es wird dauern, bis es zum Beispiel genügend grundständige Studiengänge an den Fachhochschulen gibt, die den Bedarf unserer Branche an qualifizierten Mitarbeitern in ,Mannschaftsdienstgraden‘ decken.“
Zudem befinde sich die Branche in einem stetigen Wandel, von der Aufnahmetechnik bis zu den Verwertungsformen – „das verlangt von allen Beteiligten laufende Aktualisierung ihres Wissens“. Gleichwohl „kann und sollte“ der berühmte Quereinstieg langfristig eine Option bleiben, auch als Bereicherung für die Teams.
Nicht die Weiterbildungsanbieter und -veranstaltungen sollen gefördert werden, sondern die Teilnahme selbst: So „entsteht Wettbewerb zwischen den Veranstaltern, der der Qualität der Weiterbildungsangebote und damit der Absolventen nur gut tun kann.“
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Es dauert zwar noch fast drei Jahre, bis sich der Vorhang öffnet, doch es wird bereits um die Neugestaltung der Filmförderung diskutiert. Foto:?Sabine Felber

Es dauert zwar noch fast drei Jahre, bis sich der Vorhang öffnet, doch es wird bereits um die Neugestaltung der Filmförderung diskutiert.
Foto:?Sabine Felber

Ein düsteres Bild schickt der Bundesverband kommunale Filmarbeit (BkF) seiner Stellungnahme voraus: Das Kino ist in der Krise! Die Kinobesuche gehen gehen zurück, vor allem beim jüngeren Publikum. Mehr Leinwände und höhere Eintrittspreise könnten den Niedergang kaum kaschieren. In vielen Städten sind Kinos gänzlich verschwunden. Es gehe daher „auch um die Kinoerfahrung selbst, die sich nicht mehr auf dem Markt behaupten kann.“ Das neue FFG müsse „im Kern die Frage beantworten, wie das Kino als Auswertungsort von Filmen aufgewertet werden kann und welchen Stellenwert das Kino im Spektrum der Auswertungszusammenhänge künftig noch einnehmen soll.“
Von Ausgrenzung und Sperrfristen hält der BkF wenig: „Die Zukunft des Kinos kann nicht prohibitiv gestaltet werden. Bestandteil eines Zukunftsszenarios könnte überdies die Frage sein, ob und wie sich die Auswertung von Filmen in Kino und Internet gegenseitig befruchten könnte.“
Dazu könnten die Kinematheken und Kommunalen Kinos einen besonderen Beitrag leisten. Der nicht-gewinnorientierte Bereich der Filmauswertung sei in Europa „durch seine erhebliche Zielgruppenbindung entweder weniger oder gar nicht von Rückgängen betroffen.“ Soll heißen: Nur das kommerzielle Kino ist in der Krise.
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„Soziale und ökologische Nachhaltigkeit jetzt!“ fordert die Branchenplattform Crew United. Oder einfacher gesagt:? Die Agenda 2030 gilt auch für die Filmbranche. | Foto © Archiv

„Soziale und ökologische Nachhaltigkeit jetzt!“ fordert die Branchenplattform Crew United. Oder einfacher gesagt:? Die Agenda 2030 gilt auch für die Filmbranche. | Foto © Archiv

Das Filmförderungsgesetz (FFG) prägt die deutsche Filmkultur und Filmwirtschaft, der Gesetzgeber schafft damit den gesetzlichen Rahmen und beauftragt die Filmförderungsanstalt (FFA) mit der Umsetzung. Eine Novellierung des FFG muss mit den kultur-, gesellschafts- und umweltpolitischen Zielen der Bundesregierung übereinstimmen.

Eines der wichtigsten Zielsysteme, denen sich die Bundesregierung verpflichtet hat, sind die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die „Sustainable Development Goals“. Sie richten sich an Regierung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft.

Die deutsche Filmbranche ist bei sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit leider nicht Vorreiter, sie hinkt vielmehr weit hinterher: Studien weisen auf die drohende Altersarmut vieler Filmschaffender hin; Projektarbeiter*innen (insbesondere Solo-Selbstständige) fallen durch das soziale Netz; Diesel-Generatoren sind der Standard an Filmsets; der Gender Pay Gap ist bittere Realität vieler weiblicher Filmschaffender.

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Die Veranstalter, Laudator Thomas Frickel und alle Nominierten des 2. Fair Film Awards Non Fiction| Foto © DOK.fest München

Die Veranstalter, Laudator Thomas Frickel und alle Nominierten | Foto © DOK.fest München

Am 9. Mai 2019 wurde Kooperation mit dem DOK.fest München, mit Unterstützung der Pensionskasse Rundfunk und im Namen zahlreicher Branchenverbände zum zweiten Mal der FairFilmAward Non-Fiction verliehen. Er zeichnet die Produktionsfirma aus, welche die fairsten Produktions- und Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Dokumentarfilmen in den letzten zwölf Monaten ermöglichte.

Der Fair Film Award Non Fiction 2019 geht an die Ifage Filmproduktion! Herzlichen Glückwunsch!

Die Jury waren die Filmschaffenden selbst, die mit diesen Produktionsfirmen gearbeitet haben. Eine Bewertung setzt sich aus jeweils sieben Teilnoten zu folgenden Bereichen zusammen: Vertrag, Gagen und Entgelte – Arbeitszeiten, Arbeitsschutz und Arbeitsplatz – Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität – Kommunikation und Arbeitsklima – Professionalität und Qualifizierung – Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven – Umgang mit Protagonist*innen.

Die detaillierten Kriterien sind hier veröffentlicht: https://www.crew-united.com/downloads/fairness/FFA_Non-Fiction_2019_Kriterien.pdf

Kino für alle! Zwar müssen geförderte Filme auch in einer Fassung mit Audiodeskription zur Verfügung stehen, doch nicht alle Systeme funktionieren überall. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert darum eine kinounabhängige Lösung via App. | Foto © Sabine Felber

Kino für alle! Zwar müssen geförderte Filme auch in einer Fassung mit Audiodeskription zur Verfügung stehen, doch nicht alle Systeme funktionieren überall. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband fordert darum eine kinounabhängige Lösung via App. | Foto © Sabine Felber

Paragraf 47 schreibt es vor: Filme, die für Produktion oder Digitalisierung gefördert werden, müssen bei der Kinopremiere auch in einer barrierefreien Fassung vorliegen. Bei Verleih- und Kinoförderung wird das FFG noch strenger: Die barrierefreien Fassungen müssen „in geeigneter Weise und in angemessenem Maße zugänglich gemacht werden.“ Als hätten es die Verfasser schon geahnt, wo es bei der Umsetzung ihres Gesetzes knirschen wird.
Der Paragraf habe Wirkung gezeigt, meint der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV): Es gebe mehr Filme mit Audiodeskription, und darunter nicht nur Förderprojekte. Bloß: Sie sind nicht ohne weiteres zu hören.
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Bewegte Bilder erreichen ihre Zuschauer inzwischen auf vielen Wegen. Das Kino bleibt für viele aber immer noch mehr als eine bloße ­Abspielstätte, sondern die Heimat der Filme und magischer Erfahrungsort. | Foto © cinearte

Bewegte Bilder erreichen ihre Zuschauer inzwischen auf vielen Wegen. Das Kino bleibt für viele aber immer noch mehr als eine bloße ­Abspielstätte, sondern die Heimat der Filme und magischer Erfahrungsort. | Foto © cinearte

Gemeinsam äußern sich zwei Initiativen, die die Kunst im deutschen Kino (und das Kino überhaupt) bewahren wollen. Die „Zukunft Deutscher Film“ hatte vor einem Jahr die „Frankfurter Positionen“ formuliert, auf die sich auch der „Hauptverband Cinephilie“ stützt, der sich während der diesjährigen Berlinale gründete.

Wer beide Male aufmerksam zugehört hatte, kennt die Forderungen. Die „Frankfurter Positionen“ wollen bekanntlich sehr vieles ganz anders machen als bisher. Und so ist auch die Stellungnahme mit zehn A4-Seiten ein Vielfaches länger als die der anderen Interessengruppen. Wir konzentrieren uns hier auf die ganz dicken Pinselstriche (was die kleineren Tupfer nicht weniger wichtig macht) – allen voran jene, die künstlerische Kriterien bei der Förderung zu stärken.

Das stehe „gerade nicht im Gegensatz zu einer wirtschaftlichen Herangehensweise“, behaupten die Verfasser, „denn künstlerisch eigenständige Filme sind nicht wirtschaftlich weniger aussichtsreich.“ Jedenfalls nicht automatisch: In der Produktionsphase wirken sich Budget und Fördermittel vielleicht auf die Qualität eines Films aus – ein Kassenerfolg muss er deshalb nicht unbedingt werden. Anders im Vertrieb: Je höher das Werbebudget, desto mehr Zuschauer. Ihre Forderung würde also die Chancengleichheit an der Kinokasse wahren, meinen die Initiativen. Weshalb „mindestens 50 Prozent der Förderung“ sich an künstlerischen Kriterien orientieren solle. Und zwar „durch alle Förderungen in Deutschland hindurch“. 

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Programmleiter Krystof Zlatnik (rechts) und Festivalorganisator Paul Andexel (Mitte) wollten dem „verschmähten deutschen Genrefilm“ eine Heimat geben und positionierten sich mit Namen, Logo und Termin unübersehbar gegen Deutschlands größtes Filmfestival. In der sechsten Ausgabe sei die Genrenale nun erwachsen geworden und suchte sich einen neuen Termin:?am Wochenende, an dem der „Deutsche Filmpreis“ verliehen wird. | Foto © Genrenale

Programmleiter Krystof Zlatnik (rechts) und Festivalorganisator Paul Andexel (Mitte) wollten dem „verschmähten deutschen Genrefilm“ eine Heimat geben und positionierten sich mit Namen, Logo und Termin unübersehbar gegen Deutschlands größtes Filmfestival. In der sechsten Ausgabe sei die Genrenale nun erwachsen geworden und suchte sich einen neuen Termin:?am Wochenende, an dem der „Deutsche Filmpreis“ verliehen wird. | Foto © Genrenale

Herr Andexel, die Genrenale hat einen neuen Termin – weg von der Woche vor der Berlinale in den Frühling. Was steckt dahinter?

Wir haben uns nun fünf Jahre lang parallel zur Berlinale für mehr Genre im deutschen Film eingesetzt und eine bekannte Marke geschaffen. Wir waren selber überrascht, wie groß und bekannt die Genrenale in den letzten Jahren wurde. Aber die Berlinale-Zeit ist Fluch und Segen zugleich: Auf der einen Seite ist fast jeder in Stadt, alle haben eine Affinität zum Thema Film, und das Publikum läßt sich treiben. Wir hatten etliche Besucher, die auf der Berlinale keine Tickets mehr bekommen haben und dann zu uns gekommen sind und sich vom deutschen Genrefilm und unserer Mission haben inspirieren und mit treiben lassen. Aber speziell viele Branchenvertreter hatten einfach einen engen Zeitplan, und somit war es ihnen selten möglich, auch mal aktiv zu uns zu kommen.
Hinzu kommt, dass die gesamte Presse-Situation während der Berlinale für uns nie die optimale war und viele potenzielle Partner sich einfach ihre Hände nicht schmutzig machen wollten und konnten, wenn sie nun statt der großen Berlinale Geld und Unterstützung für die kleine, etwas wilde Genrenale geben. Und hinzu kam auch der Punkt, dass meine Tochter im Februar Geburtstag hat und der Umfang der kindlichen Geburtstagsparties auch von Jahr zu Jahr steigt. Somit war der Februar speziell für mich auch immer ein extrem anstrengender Monat, sodass wir uns schon vor Jahren die Frage gestellt haben, ob es nicht eine Idee wäre, einmal konsequent den Termin zu verändern und zu schauen, ob die Genrenale nicht sogar an einem eigenständigeren Termin, speziell an einem Wochenende, funktionieren könnte.
Also haben wir nach unserem Jahr Pause vergangenes Jahr entschlossen, es nun einmal zu versuchen und haben uns speziell das Wochenende des „Deutschen Filmpreises“ heraus gesucht, weil es da dann trotzdem wieder etwas zu feiern gibt, fast jeder in der Stadt ist und wir das Thema Deutscher Genrefilm so richtig feiern und die Notwendigkeit thematisieren können.

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Am 9. Mai 2019 verleihen wir in Kooperation mit dem DOK.fest München, mit Unterstützung der Pensionskasse Rundfunk  und im Namen zahlreicher Branchenverbände zum zweiten Mal den FairFilmAward Non-Fiction. Er zeichnet die Produktionsfirma aus, welche die fairsten Produktions- und Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Dokumentarfilmen in den letzten zwölf Monaten ermöglichte.

Am 15.4.2018, ist die erste Bewertungsphase abgelaufen, in der alle an non-fiktionalen Projekten der vergangenen zwölf Monate beteiligten Filmschaffenden und Dienstleister die Produktionsfirmen bewerten konnten. Eine Bewertung setzt sich aus jeweils sieben Teilnoten zu folgenden Bereichen zusammen: Vertrag, Gagen und Entgelte – Arbeitszeiten, Arbeitsschutz und Arbeitsplatz – Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität – Kommunikation und Arbeitsklima – Professionalität und Qualifizierung – Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven – Umgang mit Protagonist*innen.

Nominiert für den 2. FairFilmAward Non-Fiction sind:

# Ifage Filmproduktion GmbH
# Flare Film GmbH
# Bilderfest Factual Entertainment

Der Gewinner wird bei der Verleihung FFA Non-Fiction & VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis am 9. Mai bekanntgegeben.

Klar geht’s bei der Förderung um Geld. Doch um die Filmindustrie zu stärken, braucht es noch anderes. Beim Kongress „Zukunft Deutscher Film“ hatten voriges Jahr Filmemacher und Experten gemeinsam erarbeitet, was anders werden sollte, ­damit es besser wird. Diese ­„Frankfurter Positionen“ werden plötzlich aktuell, wenn man schaut, wer gerade so alles gerade wieder an der Zukunft der Deutschen ­Filmförderung arbeitet. Vielfalt ist da noch nicht zu erkennen – Teile der Branche sind gar nicht vertreten. | Foto © Klaus Redmann

Klar geht’s bei der Förderung um Geld. Doch um die Filmindustrie zu stärken, braucht es noch anderes. Beim Kongress „Zukunft Deutscher Film“ hatten voriges Jahr Filmemacher und Experten gemeinsam erarbeitet, was anders werden sollte, ­damit es besser wird. Diese ­„Frankfurter Positionen“ werden plötzlich aktuell, wenn man schaut, wer gerade so alles gerade wieder an der Zukunft der Deutschen ­Filmförderung arbeitet. Vielfalt ist da noch nicht zu erkennen – Teile der Branche sind gar nicht vertreten. | Foto © Klaus Redmann

2022 gibt es ein neues Filmförderungsgesetz (FFG). Das ist zwar noch eine Weile hin, doch die Arbeit hat schon begonnen. Im Januar ließ die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) 66 Adressaten um ihre Stellungnahmen zum künftigen Gesetz bitten.

Die gegenwärtige Fassung hatte 2017 einige Neuerungen gebracht, die über die Frage hinausgingen, wer wann wie viel Geld bekommt und wer warum was bezahlen muss. Von sozialverträglichen Beschäftigungsbedingungen war plötzlich die Rede, von Umweltschutz und Gleichbehandlung. Wie’s dazu kam, hatten wir hier,  hier, hier und hier ausführlich dargestellt. Eine Erkenntnis: In der nächsten Runde wollen wir’s anders machen und begleiten bereits den Entstehungsprozess. Wir wollen nicht meckern oder mit dem Finger zeigen, aber uns gelegentlich halblaut wundern – vielleicht und hoffentlich hilft es ja dem Prozess der Entscheidungsfindung.

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quer

SMS: Glück – Das Festival des Happy Ends Was für ein Glück: gesehen, entdeckt, erkannt zu werden! Darum sei Glücksfee oder Glücksschmied in eigener Sache, nimm’ die Kamera selbst in die Hand und zeige Dich im eigenen Film. Was versprichst Du Dir vom Glück? Was ist Dein idealer Moment, die Welle, die Dich trägt, Dein größtes Glück? Wir freuen uns auf viele geglückte Entdeckungen. Vielleicht mit Happy End.

DER OPTIMIST: Hey, Glück – Das Festival des Happy Ends – tolles Thema, da steckt ja sooo viel drin.
DER PESSIMIST: Ja, viiiel Pech und Unglück.
DER OPTIMIST: Aber auch die Schwestern vom Glück:  Zufriedenheit und Zuversicht … den Zufall nicht zu vergessen!
DER PESSIMIST: Ach, wer das Glück sucht, landet im Unglück –
DER OPTIMIST: Und wer sich gar nicht erst aufmacht, steckt schon mittendrin.


Gesehen, erkannt, entdeckt werden
Auf die Frage, wie sie entdeckt wurde, antwortete die große Schauspielerin Rosemarie Fendel: sie habe einfach Glück gehabt. In den meisten Berufen brauche es entweder Talent oder Können oder einfach nur Glück, im Schauspielberuf aber alle drei. – Talent und Können setzen wir voraus, dem Glück helfen wir auf die Sprünge, mit dem SMS Festival des Happy Ends.

Glücksbringer

Ganz so einfach ist es nicht...

© Mathias Bothor

Wir freuen uns sehr, dass Edgar Selge (Polizeiruf 110, Unterwerfung, Poll) die Idee des SMS Festivals als Festivalpräsident unterstützt.

Und eine tolle Jury steht uns zur Seite: das Castingstudio Simone Bär (Transit, Dark, Babylon Berlin), Nathalie Mischel (Casting Director des Hessischen Rundfunks), die Filmproduktion Claussen + Putz (Polizeiruf 110 – Tatorte, Die kleine Hexe, Der verlorene Bruder), Regisseur Hans Steinbichler (Winterreise, Landauer – Der Präsident, Das Tagebuch der Anne Frank) und Jana Brandt, Fernsehfilmchefin des Mitteldeutschen Rundfunks (Weissensee, Charité, Hubert ohne Staller). Als Vertreter der Schauspielkunst: Kevin Patzke, Erster Preisträger des letzten SMS Festivals.

Glücksversprechen
Jedes SMS Shorty wird auf einen Server geladen und ist dann für die Jury (und die ZAV Vermittler und Vermittlerinnen) online sichtbar. Eine Vorauswahl schaut sich die Jury gemeinsam im Kino an, um daraus schließlich die 15 Festival-Beiträge zu bestimmen. Nicht der Aufwand zählt, sondern 15 beispielhafte Möglichkeiten, sich selbst gut in Szene zu setzen.

Seines eigenen Glückes Schmied
Ihr selbst habt es in der Hand, auch über das Festival hinaus sichtbar zu sein, wenn Ihr Euren Film ins Netz stellt. Wer immer auf der Suche nach der richtigen Besetzung ist, möchte Persönlichkeiten entdecken. Also habt Mut zum eigenen Glück, zum eigenen Film.

Happy End im Cinemaxx
Zum guten Ende wollen wir Euch mit dem SMS Festival als Filmemacher feiern. Am Freitag, 28. Juni, um 14:00 Uhr im CinemaxX München, Isartorplatz 8. Wir präsentieren die 15 ausgewählten Shorties, das Publikum wählt drei Lieblingsshorties, dann ist Preisverleihung und anschließend gehts zum Get-Together ins Vits – Die Kaffeerösterei, Rumfortstraße 49. Wer weiter feiern will: abends findet der Crew Call München statt, die Party für alle vor und hinter der Kamera (dafür sind eine eigene Einladung und Anmeldung erforderlich). Das alles am zweiten Tag des Int. Münchner Filmfests 2019.

Nur zwei Regeln – Mehr nicht!
*Einsendeschluss einhalten: Montag 3. Juni 2019, 15.00 Uhr
*Länge des Happy-End-Shorties nicht über drei Minuten. – Es darf aber auch ausdrücklich kürzer sein!

Preise für die glücklichen Gewinner und Gewinnerinnen:
1. Preis: 5 Jahre Premium Member video+ und 1 Jahr Premium-Bereich von casting-network mit cast-box.
2. Preis: 3 Jahre Premium Member video+ und 1 Jahr Premium-Bereich von casting-network mit cast-box.
3. Preis: 2 Jahre Premium Member video+ und 1 Jahr Premium-Bereich von casting-network mit cast-box.
Bei Teamarbeiten bis zu drei Beteiligten gelten die Preise für alle drei. Sind mehr Schauspieler beteiligt, werden die Preise für drei auf alle aufgeteilt.

Und für die übrigen 12 ausgewählten Shorties: 1 Jahr Premium Member video+ für jeden am Glücks-Shorty beteiligten Schauspieler.

Alle nominierten Shorties bleiben auf Schauspielervideos abrufbar.

Wege zum Glück
Bitte ladet Euren fertigen Film hier hoch: https://www.schauspielervideos.de/ecasting/bewerbung/sms-glueck-das-festival-des-happy-ends
(Hinweis für alle, die gemeinsam ein Shorty machen: Bitte nur einmal anmelden und den Weg zur Einreichung ohne Profil wählen. Bei allen Pflichtangaben (wie z.B. Geschlecht) bitte eine Option frei wählen. Die Namen (Vor- und Nachnamen zusammen) der beteiligten Schauspieler/-innen mit Kommas getrennt in die Felder für „Vorname“ und „Nachname“ so verteilt eintragen, dass beide Namensfelder gefüllt sind. Und bitte eine E-Mail-Adresse angeben, unter der die Einreichung für das gesamte Team abgewickelt wird. Als Foto am besten ein Gruppenbild hochladen. In der Nachricht an das Casting-Team sollten die Namen den Rollen zugeordnet werden bzw. kurz beschrieben werden, wer was macht.)

Was ist ein Selfmade-Shorty Ein selbst gemachter, kurzer Film, in dem man sich selbst in Szene setzt.

Wem nützt es? All jenen, denen Showreelmaterial fehlt. Hier heißt die Devise: lieber selber machen, als auf die tolle Rolle warten. Als Ergänzung für jene, die schon etliche Rollen auf ihrem Showreel haben, damit aber noch nicht diese eine andere Seite oder diese eine besondere Fähigkeit zeigen konnten. Und natürlich all jenen, die Rollen besetzen, weil man hier Persönlichkeiten entdecken kann.

Wie soll es sein? Weitgehend selbst konzipiert und selbst gemacht. Man kann sich gegenseitig helfen, aber es geht immer um Euch als darstellende Künstler*innen, nicht um Autoren, Regie-, Kamera- oder Cutterprofis.

Wer darf mitmachen? Professionelle Schauspieler und Schauspielerinnen sowie Schauspielstudenten und -studentinnen staatlich anerkannter Schauspielschulen ab dem 2. Jahrgang. Keine Altersbeschränkung.

Wann erfahre ich, ob ich in der Auswahl bin? Die letzte Jurysitzung findet zwei Tage vor dem Festival statt – dann gilt’s …

Wo gibt es Tickets für das Festival?
Kostenlose Tickets kann man ab Anfang Juni online bestellen. Die Adresse wird hier bekannt gegeben.

Noch eine Bitte: Verwendet Euer Shorty öffentlich erst nach dem Festival am 28. Juni 2019, um die Spannung zu erhalten. Dann aber wo immer es geht!

Ein Traum
Eindrücke aus dem letzten Festival: SMS – Mein Traum – Neues aus der Traumfabrik

Glückspilze von 2011, 2013 und 2015
Hier im Interview: Nadine Wrietz, Florian Hacke und Florentine Schara https://out-takes.de/index.php/2017/zeit-zum-traeumen/

Und alle bisher nominierten Shorties von 2011, 2013, 2015 und 2017:
SMS Self Made Shorties 2011 – Die Nominierten
SMS Self Made Shorties 2013 – Die Nominierten
SMS Self Made Shorties 2015 – Die Nominierten
SMS Self Made Shorties 2017 – Die Nominierten

Casting Network wird wieder die Berichterstattung machen.

Unser Festival ist natürlich auch auf Facebook zu finden:
SMS Self Made Shorties 2019 auf Facebook

Kontakt für alle Anfragen rund ums Festival:
Bitte wendet Euch an Schauspielervideos.
E-Mail: (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen), Fon: +49.30 – 99 19 49 70

Glück auf
für Eure Shorty-Produktion

wünschen

Daniel Philippen ZAV, David Althammer und Urs Cordua Schauspielervideos, Oliver Zenglein und Vincent Lutz Crew United

Das 5. Self Made Shorties – Festival ist eine Veranstaltung von crew united & Schauspielervideos in Kooperation mit casting-network, Out Takes und Cinearte.

Grafische Gestaltung: Cernodesign

Konzeption und Beratung: ZAV Künstlervermittlung.

 

 

ZAV Künstlervermittlung Film / TV
Kapuzinerstr. 26,
80377 München
Tel +49 (0)89 381 707-19
mobil +49 (0)176 430 648 52
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