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Gedanken in der Pandemie 138: Tu felix Austria, impfe!

Rüdiger Suchsland, Unsere Gäste
23. November 2021/von Rüdiger Suchsland

Gleich vier Filme über Kühe waren vorige Woche auf dem Festival Mannheim-Heidelberg zu sehen. Zum Beispiel Andreas Arnolds „Cow“. Fürs Impfen (und die Angst davor) hat das Tier übrigens eine besondere Bedeutung. | Foto © IFF Mannheim-Heidelberg

Warum wir uns verkuhen müssen und man es nicht allen rechtmachen kann: Professorenpolitik, Fortschrittsfeindschaft und Schweden – Gedanken in der Pandemie, Folge 138.

„Schon jetzt sterben in unserem Land 700 Menschen pro Woche – Tendenz steigend. Jeder Tag des Abwartens kostet Menschenleben. […] Verantwortung [bedeutet] eine aufrichtige, besonnene und vor allem kohärente Kommunikation, die den Bürgerinnen und Bürgern vertraut, ihnen aber auch unangenehme Wahrheiten zumutet sowie klare und konsistente Verhaltensrichtlinien vorgibt. Dass eine solche Kommunikation sowie einheitliche verbindliche Regelungen weiterhin fehlen, untergräbt das Vertrauensverhältnis zwischen Regierung und Bevölkerung, beschädigt somit auch das Vertrauen in die Maßnahmen – unter anderem in das Impfen – und trägt dadurch erheblich zur Verlängerung der Pandemie bei.“
Appell von 35 Wissenschaftlern. 

„Wenn nur soziale Gebilde beständen, denen die Gewaltsamkeit als Mittel unbekannt wäre, dann würde der Begriff ,Staat’ fortgefallen sein, dann wäre eingetreten, was man in diesem besonderen Sinne des Wortes als ,Anarchie’ bezeichnen würde. Gewaltsamkeit ist natürlich nicht etwa das normale oder einzige Mittel des Staates: – davon ist keine Rede –, wohl aber: das ihm spezifische. Gerade heute ist die Beziehung des Staates zur Gewaltsamkeit besonders intim. In der Vergangenheit haben die verschiedensten Verbände – von der Sippe angefangen – physische Gewaltsamkeit als ganz normales Mittel gekannt. Heute dagegen werden wir sagen müssen: Staat ist diejenige menschliche Gemeinschaft, welche innerhalb eines bestimmten Gebietes das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht.“
Max Weber, „Politik als Beruf“; 1919.

„Vaccination“ – gleich vier Filme über Kühe waren in der letzten Woche auf dem „Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg“ bei seiner 70-Jahre-Jubiläumsausgabe zu sehen. In einem stand eine Kuh nicht nur im Mittelpunkt, sondern sie war Heldin und Hauptfigur des Films: Ausgerechnet von der britischen Sozialrealistin Andreas Arnold stammt er und heißt wie sein Gegenstand: „Cow“. 

Ein wunderbarer, schöner Film, auch für Nicht-Vegetarier wie mich. Er brachte mich auf etwas anderes. Woher kommt eigentlich der Ausdruck „vaccination“ und „vaccinare“? Hat das am Ende etwas mit Kuh zu tun? Tatsächlich! 

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Rüdiger Suchsland https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Rüdiger Suchsland2021-11-23 01:42:012021-11-23 01:42:01Gedanken in der Pandemie 138: Tu felix Austria, impfe!

„Ich brauche keine Millionen für einen guten Film“ 

Andreas Daebeler und Ilona Lütje, Unsere Gäste
18. November 2021/von adminot

Mit einem Dokumentarfilm über Straßenkinder in Nepal hatte Justin Peach vor zwölf Jahren den „Deutschen Nachwuchsfilmpreis“ gewonnen. Sein neuer Film „Street Line“ setzt die Geschichte jetzt fort. | Foto © Seweryn Zelazny

Justin Peach (39) hatte 2009 mit „Kleine Wölfe“ eine bewegende Doku über Straßenkinder in Nepal gedreht. Und damit beim Up-and-coming Filmfestival in Hannover gewonnen. Jetzt schließt sich der Kreis. Ende November sitzt  Peach selbst in der Jury, die Deutschlands talentierteste Nachwuchsfilmer sucht. Ein Gespräch über kleine Hüte, großes Kino, Knutschen im Kinosessel und ein digitales Festival in Corona-Zeiten. 

Interview: Andreas Daebeler und Ilona Lütje

Justin, Du warst 2009 mit der Doku „Kleine Wölfe“, in der das Schicksal nepalesischer Straßenkinder nachgezeichnet wird, beim Up-and-coming am Start. Was hat Dich damals bewogen, Dich fürs Festival zu bewerben?
„Kleine Wölfe“ war mein Abschlussfilm an der Hochschule Mainz und wir hatten eigentlich keine großen Ambitionen, außer dass wir eine Note gebraucht haben. Ich habe den fertigen Film damals dann überall eingereicht und gehofft, dass er gezeigt wird. Erstmal ist man klein mit Hut, bewirbt sich und guckt, ob der Film ankommt und Festivals den überhaupt zeigen. 

Gezeigt wurde er in Hannover. Und Du hast dann sogar den Deutschen Nachwuchsfilmpreis abgeräumt. Der erhoffte Booster für Dich als Filmemacher?
Klar. Das war Gänsehaut. Krass. Ich weiß noch, dass ich damals mit einem Kumpel zurück nach Mainz gefahren bin und auf einmal lief im Radio die Nachricht, dass ich gewonnen habe. Da war mir sofort klar, welche Tragweite das hat und dass ganz Deutschland das mitkriegt. Und so war es dann auch – gut für meine Karriere. Als junger Kameramann und Filmer ist es wichtig, erstmal einen Fuß in die Tür zu kriegen. Von dem Moment an wurde ich überall vorgestellt mit den Worten: das ist Justin, der hat den Deutschen Nachwuchsfilmpreis gewonnen. Ich bin sehr dankbar, weil ich auf jeden Fall profitiert habe.

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 adminot https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg adminot2021-11-18 20:27:362021-11-18 20:27:36„Ich brauche keine Millionen für einen guten Film“ 

Gedanken in der Pandemie 137: Wenn der Wurm erstmal drin ist …

Rüdiger Suchsland, Unsere Gäste
18. November 2021/von Rüdiger Suchsland
 

Manche vertrauen lieber auf Hausrezepte als auf Impfstoffe als Schutz gegen das Virus. In Österreich ist das Anti-Wurmmittel Ivermectin ausverkauft.

Die Inszenierung der Unfähigkeit: In der Matrix; die Wahrheit da draußen. Und ein Plädoyer für Gelassenheit – Gedanken in der Pandemie, Folge 137.

„Den Teufel spürt das Völkchen nie,
Und wenn er sie bei’m Kragen hätte.“
Goethe, Faust I, Vers 2182

„Die Pandemie wird erst beendet sein, wenn sich jeder infiziert hat – entweder nachdem er auch geimpft worden ist oder davor.“
Christoph Specht, Medizinexperte

In Österreich ist neuerdings das Anti-Wurmmittel Ivermectin ausverkauft. Obwohl Experten und Wissenschaftler von der Einnahme abraten, ist das vor allem in der Tiermedizin eingesetzte und rezeptpflichtige Medikament in vielen Apotheken Österreichs ausverkauft. In impfskeptischen Kreisen wird das Medikament nämlich neuerdings als Wundermittel gegen Covid-19 gefeiert. In der Tiermedizin dient Ivermectin vor allem bei Pferden, Schafen, Schweinen oder Rindern zur Entwurmung. Beim Menschen sind die Ivermectin-Tabletten zur Behandlung von Krätzmilben, Zwergfadenwürmern, tropischen Fadenwürmern oder Kupferakne zugelassen.

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Rüdiger Suchsland https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Rüdiger Suchsland2021-11-18 20:13:522021-11-18 22:41:27Gedanken in der Pandemie 137: Wenn der Wurm erstmal drin ist …

Kinofest: Neustart in Lünen

out takes, Peter Hartig
18. November 2021/von Peter Hartig
 

Sonja Hofmann ist in der Filmszene des Bundeslands gut vernetzt: Sie ist Geschäftsführerin des Filmbüros NW und wirkt als Kuratorin und Mitveranstalterin seit anderthalb Jahrzehnten in der Kölner Filmfestivalwelt. | Foto © Guido Schiefer

Am Dienstag startet das Kinofest Lünen – mit neuen Veranstaltern und einer neuen künstlerischen Leitung: Sonja Hofmann erklärt, was mit dem Neustart anders werden soll – oder auch nicht.

Frau Hoffmann, Sie haben in diesem Jahr die künstlerische Leitung beim Kinofest Lünen übernommen. Was wird sich ändern?
Wir legen insgesamt einen stärkeren Fokus auf Kinoproduktionen. Zudem haben wir die Preise, die das Kinofest vergibt, auf die Wettbewerbe fokussiert, höher dotiert und damit aufgewertet. Die bewährte Tradition als Festival des Deutschen Films führen wir fort.
Im Wettbewerb präsentieren wir aktuelle Spiel- und Dokumentarfilme vor dem Kinostart, teils als NRW-Premiere wie bei den Filmen „Monday um Zehn“ und „Trübe Wolken“; zudem zeigen wir einige tolle Highlights aus dem diesjährigen Kinojahr, die noch nicht in Lünen zu sehen gewesen sind, wie die Spielfilme „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“, „Nö“ oder „Schachnovelle“ und die Dokumentarfilme „Hinter den Schlagzeilen“ oder „Das neue Evangelium“. 

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2021-11-18 15:27:162021-11-18 15:27:16Kinofest: Neustart in Lünen

Fortschritt auf Zehenspitzen: Zweiter „Film Gender Report“ für Österreich

out takes, Peter Hartig
15. November 2021/von Peter Hartig

Quoten helfen, meint das Österreichische Filminstitut. Sein neuer „Film Gender Report“ zeigt zwar nur leichte Verbesserungen. Wo aber ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis gefördert wurde, wann die Fortschritte erheblich größer. | Screenshot

„Je mehr Geld, desto weniger Frauen“ – das Österreichische Filminstitut hat seinen zweiten „Film Gender Report“ vorgestellt. Nur ein Viertel aller Fördermittel in Regie, Drehbuch und Produktion gingen an Frauen. Das sei zwar besser als vor vier Jahren, aber noch viel zu wenig. Das ÖFI sieht das als Bestätigung für eine 50/50-Quote bei seiner Förderung.

Frauen werden in Österreichs Filmbranche nach wie vor benachteiligt. Das ist das Ergebnis des zweiten „Film Gender Report“, den das Österreichische Filminstitut (ÖFI) am Donnerstag vorgestellt hat. Das ÖFI hatte das heimische Filmschaffen auf die Geschlechtergerechtigkeit hin untersuchen lassen. Der Bericht, der mit der Universität Innsbruck umgesetzt wurde, befasst sich mit den Daten von elf Förderinstitutionen (darunter auch das ÖFI) von 2017 bis 2019 – insgesamt rund 1.400 Projekte. Bei den österreichischen Kinofilmen wurden sogar alle 159 Titel, die zwischen 2012 und 2019 in den Kinos starteten, quantitativ analysiert, darüber hinaus wurde der Filminhalt von zwölf Filmen aus diesem Sample qualitativ untersucht.

Der Bericht zeige „ein ambivalentes Bild“: Nur ein Viertel aller Fördermittel in Regie, Drehbuch und Produktion ging an Frauen. Für den Bereich der Herstellungsförderung sei dies zwar ein Anstieg von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Berichtszeitraum des ersten „Film Gender Reports“ für die Jahre 2012 bis 2016.  „Trotzdem gingen große Förderbeträge vor allem an männlich verantwortete Projekte. Nach wie vor gilt also: Je mehr Geld, desto weniger Frauen.“ 

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2021-11-15 22:56:582021-11-15 22:56:58Fortschritt auf Zehenspitzen: Zweiter „Film Gender Report“ für Österreich

Talk zur Vielfalt im Film

out takes, Peter Hartig
15. November 2021/von Peter Hartig

Film und Fernsehen müssen mehr Vielfalt zeigen. Darüber sind sich alle auf dem Podium einig. Nur den Weg dorthin sehen sie unterschiedlich. | Foto © Antidiskriminierungsstelle des Bundes/Nils Hasenau

Diskriminierung und Belästigung gehören für viele Filmschaffende zum Berufsalltag. Das hatte im Frühjahr eine Umfrage der Initiative „Vielfalt im Film“ gezeigt. Vorige Woche diskutierten Filmschaffende und Vertreter*innen von Sendern, Verbänden, Förderung und Politik, wie es besser werden könnte.

Die Umfrage „Vielfalt im Film“ hatte im Frühjahr ein unschönes Bild der Branche gezeichnet. Rund 6.000 Filmschaffende hatten zu ihren Erfahrungen mit Diskriminierung und Belästigung vor und hinter der Kamera geantwortet. „Acht von zehn der befragten Frauen haben demnach sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt, ein Großteil sogar mehrfach. Vier von zehn queeren Filmschaffenden gehen nie oder nur selten offen mit ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität um. Drei von zehn Befragten machten Erfahrungen mit Altersdiskriminierung. Filmschaffende mit Behinderung sind extrem unterrepräsentiert. Filmschaffende mit Migrationshintergrund sind seltener fest angestellt und verdienen auch weniger, ein Fünftel von ihnen erlebt regelmäßig Rassismus am Arbeitsplatz“, fasst die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Ergebnisse zusammen. Am Dienstag voriger Woche lud sie mit der Initiative „Vielfalt im Film“ zur prominent besetzten Podiumsdiskussion. Die Aufzeichnung ist auf Youtube zu sehen. 

In ihrer Keynote rief die Drehbuchautorin und Regisseurin Kerstin Polte dazu auf, Vorbilder zu schaffen, Besetzungsmuster zu hinterfragen und utopische Erzählweisen zu nutzen. Zu lange schon sei das Denken und Handeln „von Normalitätszuschreibungen geprägt, nicht von Diversität.“ Der Mangel an Repräsentation habe dazu geführt, dass „viele auch so leben, als würden sie nicht existieren“. Zugleich würden „normale“ Figuren deutlich komplexer dargestellt und gesehen. „Empathie kann man lernen“, sagte Polte.

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2021-11-15 22:36:302021-11-15 22:36:30Talk zur Vielfalt im Film

Gedanken in der Pandemie 136: Die Rückkehr des Panikmodus

Rüdiger Suchsland, Unsere Gäste
11. November 2021/1 Kommentar/von Rüdiger Suchsland

Die Inzidenzen steigen, die Diskussion schwillt an: Impfzwang oder nicht? (Szenenfoto aus „Beyond Re-Animator“). | Foto © Capelight Pictures

Stattdessen gibt es Dinge, die man nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen tun muss, aber auch erhöhter Druck führt zum Impferfolg – und eine Erinnerung an Bettina Gaus. Gedanken in der Pandemie, Folge 136.

„Die Welt des Glücklichen ist eine andere als die des Unglücklichen.“
Ludwig Wittgenstein, 6.43

„Ich weiß aber eines: ich würde wahrscheinlich noch drei Minuten vor dem sicheren Tode lachen.“ 
Hannah Arendt

Es sind sehr sehr traurige Nachrichten, die uns letzte Woche erreicht haben: Bettina Gaus ist gestorben. Nach „kurzer schwerer Krankheit“. Sie war erst 64 Jahre alt, und arbeitete 30 Jahre für die taz. Ein großer Verlust für den deutschen Journalismus und für die deutsche Öffentlichkeit in der sie eine einmalige, unverzichtbare Figur war.

Ich habe sie nicht wirklich gekannt, bin in nur ein paar Male in größeren Runden begegnet, bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen zum Beispiel und einmal, als sie vor etwa zehn Jahren im Auswärtigen Amt ihr Buch über Afrika vorstellte, über ihre Erfahrungen berichtete. Mit einem Afrikaner hat sie auch zusammen gelebt, und eine Tochter gehabt. 

Für ihr Buch ist Gaus, die sowieso gern reiste, mit Laptop und leichten Gepäck monatelang durch Afrika gereist. Ihre zentrale These ist für uns heute auch noch interessant: Mittelstand muss entwickelt werden. Je weniger groß die Unterschiede zwischen Arm und Reich in einem Land sind, umso glücklicher sind die Menschen, um so friedlicher die Gesellschaften. 

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Rüdiger Suchsland https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Rüdiger Suchsland2021-11-11 22:37:402021-11-11 22:37:40Gedanken in der Pandemie 136: Die Rückkehr des Panikmodus

Chronistin der Gefühle

out takes, Peter Hartig
11. November 2021/von Peter Hartig

Seit 1970 war Tamara Trampe Dramaturgin bei der Defa. Nach der Wiedervereinigung drehte sie ihre eigenen Filme. | Foto © privat

Über ein halbes Jahrhundert gehörte Tamara Trampe zu den einflussreichsten Filmemacherinnen Deutschlands. Bei rund 90 Projekten hatte sie als Dramaturgin gewirkt, ihre Dokumentarfilme wurden ausgezeichnet. Am vorigen Freitag ist sie mit 78 Jahren gestorben.

„Tamara Trampe war eine Erzählerin, die in Geschichten gelebt hat. Sie hat die Menschen zum Reden gebracht, indem sie von sich sprach,“ schreibt Matthias Dell in seinem Nachruf in der „Zeit“. „Wer wissen will, wie man Dokumentarfilme macht, wenn es Zeit ist, aus der Beobachtung herauszutreten, muss sich ,Der schwarze Kasten‘ von Tamara Trampe aus dem Jahr 1992 anschauen. Der Film ist einer der besten unter denen, die über die DDR-Staatssicherheit gedreht worden sind, denn er will etwas herausfinden: Wie der Einzelne seinen Beitrag zum System leistet.“

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2021-11-11 20:27:362021-11-11 22:47:14Chronistin der Gefühle
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