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Filmgeschichte. Erinnerung an Jörg Schmidt-Reitwein

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14. September 2023/von Peter Hartig

Als „Werner Herzogs Kameramann“ ist er oft beschreiben worden. Andersherum ginge das auch kaum: Jörg Schmidt-Reitwein (rechts) hatte mit einer ganzen Riege der Neuen Deutschen Filmemacher*innen gearbeitet. Aber aber am meisten wohl mit Herzog. | Foto © Filmfest München

Herzog, Kluge, Achternbusch und noch viele mehr vertrauten auf seinen Blick. Jörg Schmidt-Reitwein war einer der bedeutendsten Kameramänner des Neuen Deutschen Films. Im August ist er mit 84 Jahren gestorben.

Weit über 100 Filme zählt die Internet Encyclopedia of Cinamatograhers, für die Jörg Schmidt-Reitwein die passenden Bilder fand. Etliche davon sind ein Stück junger deutscher Filmgeschichte, ebenso die Namen der Regisseur*innen, mit denen Schmidt-Reitwein zusammengearbeitet hat. Bereits am 21. August ist der Kameramann im Alter von 84 Jahren verstorben. Das teilten jetzt Matthias Wallinger und Franz Lustig als Freunde und Kollegen im Namen seiner Familie mit. Die Pressemitteilung ist auch bei „Blickpunkt Film“ zu lesen.

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2023-09-14 17:02:292023-09-27 17:49:26Filmgeschichte. Erinnerung an Jörg Schmidt-Reitwein

Berlinale: Leitung gesucht!

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11. September 2023/von Peter Hartig

Carlo Chatrian verlässt die Berlinale, 436 Filmemacher*innen aus aller Welt protestieren. Schlecht fürs Image. Und ein Konzept ist auch noch nicht zu erkennen.| Foto © Pablo Ocqueteau/Berlinale

Los geht’s mit der Neuaufstellung der Berlinale. Die Kulturstaatsministerin hat eine Findungskommission einberufen, um eine neue Intendanz zu finden. Dazu gibt es aber noch einige Fragen. Zum Beispiel nach überhaupt einem Konzept.

Carlo Chatrian verlässt die Berlinale – als Rausschmiss sehen es viele. Dagegen protestieren 436 Filmemacher*innen aus aller Welt in einem Offenen Brief, den „Variety“ vorige Woche veröffentlichte. Unterzeichnet haben unter anderem Martin Scorsese, Radu Jude, M. Night Shyamalan, Kristen Stewart, Hamaguchi Ryusuke and Margarethe von Trotta. Sie werfen der Kulturstaatsministerin in der Sache „schädliches, unprofessionelles und unmoralisches Verhalten“ vor, das auch die Berlinale beschädigt habe. Sie fordern „nachdrücklich“, Chatrians Vertrag zu verlängern:

„Trotz der schwierigsten Umstände, die sich Chatrians Kontrolle entziehen – der Pandemie, finanziellen Einschränkungen und einem sich verschlechternden Festivalzentrum rund um den Potsdamer Platz – waren die vergangenen Ausgaben unter seinem Leitlicht sehr lebendig, voller positiver Überraschungen und trotz einer geringeren Anzahl von gezeigten Filmen sehr beliebt, auf Augenhöhe mit den Zeiten vor der Pandemie. Außerdem haben sich die Filme, die in den vergangenen vier Jahren mit den wichtigsten Preisen des Festivals ausgezeichnet wurden, als wichtige Filme bestätigt, da alle von der Kritik gefeiert und auf der ganzen Welt entweder in kommerziellen Schaltungen oder auf anderen wichtigen Festivals gezeigt werden. Anstatt Carlo Chatrian für seine Bemühungen, sein Engagement und seine Geduld zu belohnen, hat sich die Ministerin dafür entschieden, die Schwierigkeiten weiter zu erhöhen, bis Carlo Chatrian gezwungen war, bekannt zu geben, dass er nach Abschluss seines aktuellen Vertrags nicht weitermachen wird, da die Position des künstlerischen Direktors aufgelöst wurde. Es überrascht nicht, dass keine bessere Vision für das Festival präsentiert oder diskutiert wurde, außer der fragwürdigen und politisch rückständigen Forderung nach einer starken Hand, die die Berlinale angeblich in Form eines ,Intendanten’ braucht.“

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2023-09-11 16:31:102023-09-27 17:02:20Berlinale: Leitung gesucht!

Berlinale: Zurück in die Zukunft

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4. September 2023/von Peter Hartig

Vor vier Jahren hatten Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian die Leitung der Berlinale als Doppelspitze übernommen – 2024 wird für beide die letzte Berlinale sein. Es soll wieder nur einen geben. Oder eine. | Foto © Berlinale/Alexander Janetzko

Die Berlinale soll deutlich gestärkt werden, verkündet die Kulturstaatsministerin. Dafür gibt’s zwar kein Geld, aber eine alte Idee: Intendanz statt Doppelspitze.

Die Berlinale wird neu aufgestellt, verkündete die Kulturstaatsministerin am vorigen Donnerstag. „Das wichtigste Filmfestival Deutschlands und eines der wichtigsten Filmfestivals weltweit“ soll deutlich gestärkt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Dafür gibt’s zwar kein Geld, aber eine alte Idee: Intendanz statt Doppelspitze. Dafür gibt’s zwar kein Geld, aber eine alte Idee: Intendanz statt Doppelspitze.

Zustimmung kommt von Hanns-Georg Rodek in der „Welt“: Das Modell Doppelspitze sei gescheitert: „Insider sprechen auch von einer ,Dysfunktionalität’ der Struktur, die ein effektives Arbeiten erheblich behindert habe. […] Der Rang der Berlinale ,in der Liga der internationalen A- Filmfestivals’ hat in den vergangenen Jahren erheblich gelitten.“

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2023-09-04 22:20:372023-09-27 16:30:58Berlinale: Zurück in die Zukunft

FFG 2025: Mut für Ambitionen 

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20. Juli 2023/von Peter Hartig

Alles noch nicht spruchreif, aber die Richtung ist klar: Vor dem Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestags skizzierte Jan Ole Püschel die Pläne fürs neue Filmfördergesetz. | Screenshot

Das alte Filmfördergesetz läuft noch in Dauerschleife. 2025 soll endlich alles anders werden. Neulich gab es einen Einblick, was bei der Kulturstaatsministerin so geplant ist. Es wäre ein gewaltiger Umbruch. 

Aufs neue Filmfördergesetz ist die Branche schon lange gespannt. Ein letztes Mal noch soll das alte verlängert werden, damit 2025 endlich der erhoffte „große Wurf“ gelinge. Oder, wie es bei der Kulturstaatsministerin (BKM) heißt, das neue FFG „entsprechend der Vorgaben aus dem aktuellen Koalitionsvertrag optimal in eine grundsätzlich neu aufgestellte Fördersystematik einpassen zu können.“

Acht Eckpunkte der Reform hatte die BKM schon zur Berlinale vorgestellt (wir berichteten auf „Outtakes“), vor zwei Wochen verriet ihr Referatsleiter Jan Ole Püschel mehr über die Pläne. Der Ausschuss für Kultur und Medien des Bundestags hatte sich mit der Zukunft der Filmförderung beschäftigt. In rund 15 Minuten informierte Püschel über den Stand der Dinge und beantwortete anschließend Fragen der Fraktionen im Ausschuss. Nicht alles ist in dieser Zusammenfassung aufgezählt, die Aufzeichnung ist auf der Website des Bundestags [ab Minute 3:40] zu sehen. 

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2023-07-20 15:18:022023-07-20 15:18:02FFG 2025: Mut für Ambitionen 

Schauspiel-Streik: Drama in Hollywood

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17. Juli 2023/von Peter Hartig

Dreharbeiten zu „Oppenheimer“. Die Menschen im Bild muss man sich wegdenken – auch die großen Stars machen mit beim Streik ihrer Kolleg*innen in Hollywood. Am Donnerstag verließ der gesamte Cast die Premiere des Films. | Foto © Melinda Sue Gordon/Universal

Seit Wochen streiken die Autor*innen. Jetzt ziehen auch die Schauspieler*innen mit: Nach 63 Jahren erlebt die Traumfabrik wieder einen Doppel-Streik.

Die Verhandlungen mit den großen Filmstudios und Streaming-Diensten in den USA sind gescheitert. Nun streikt auch die Schauspiel-Gewerkschaft Screen Actors Guild (SAG-AFTRA). Ihre Forderungen ähneln denen der Screen Writers Guild, die bereits seit Anfang Mai im Ausstand ist. „Es ist der erste Streik der Schauspielgewerkschaft seit vier Jahrzehnten und der erste Doppel-Streik seit 1960“, rechnet „Die Zeit“ mit Agenturmeldungen vor. Damals erwirkten die beiden Gewerkschaften die Einführung von Krankenversicherungs- und Rentenbeiträgen. Vorsitzender des SAG war Ronald Reagan.

Was der Doppel-Streik heute bedeutet, erklärte in der „New York Times“ ein anonymer Agent, „laut dem der Streik der Autoren 80 Prozent der Produktionen zum Stillstand brachte – der Schauspielstreik würde sie nun vollkommen lahmlegen. […] Von den Autoren kam Lob für die Entscheidung. Scott Moore, der unter anderem an den Drehbüchern von ,Bad Moms’ und ,Hangover’ mitwirkte, sagte: ,Die Leute mögen hübsche Gesichter. Schauspieler sehen besser aus als Drehbuchautoren, und wir bekommen vielleicht mehr Aufmerksamkeit.‘“ 

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Flurschäden der Insolvenz

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14. Juli 2023/von Peter Hartig

Das Foto passt zur Stimmung, findet Benedict Neuenfels. | Foto © Sabin Tambrea

Neulich erhielten der DoP Benedict Neuenfels und sein Team noch die höchste Ehre, jetzt stehen sie vor einem Problem. Wie die Insolvenz bei Zero One sich auch auf andere in der Branche auswirkt.

Ausgezeichnet wurde Benedict Neuenfels schon oft. Zwei „Lolas“ für die beste Bildgestaltung hat er erhalten, zwei „Grimme-Preise“ und sogar siebenmal schon den „Deutschen Kamerapreis“. Und einen „Oscar“-Film hat er auch fotografiert. Anfang Mai kam noch der „Marburger Kamerapreis“ dazu. Das klingt ein bisschen kleiner, ist aber etwas ganz Besonderes für die Zunft. Einmal im Jahr steht ein*e DoP im Mittelpunkt, wird ein Gesamtwerk in Filmen, Gesprächen und Vorträgen gewürdigt, in denen Wissenschaft, Filmkritik und Kameraleute übers Kino sprechen und genauer hinsehen. Das zeigt sich auch in der Jurybegründung, die nicht nur die Arbeit mit bekannten Regisseur*innen erwähnt, sondern sich eingehend mit den Feinheiten der Bildgestaltung beschäftigt. Und dem, was dahinter steckt:

„Bei der erzählerischen und technisch-gestalterischen Arbeit kann sich Benedict Neuenfels jederzeit auf ein Kamerateam verlassen, das zum Teil seit fünfunddreißig Jahren mit ihm zusammenarbeitet. Dazu gehören Kameraassistent Andreas Erben, Key Grip Markus Pluta und Oberbeleuchter Rainer Stonus. Philip Wölke kam als Techniker für das Digitale Bild (DIT) und Berater für Green-ScreenAufnahmen vor 16 Jahren dazu und ist seither ein ebenso fester Bestandteil des Teams. Die Verleihung des Marburger Kamerapreises gilt also nicht Benedict Neuenfels allein, sondern ebenso seinem Team, das bei jeder gemeinsamen Arbeit aufs Neue eindrucksvoll demonstriert, dass auch Kameraarbeit immer auch als Kollaboration zu denken ist und nur ein gut eingespielter Verbund Außergewöhnliches zu leisten imstande ist.“

Soweit die gute Nachricht. Denn vorige Woche hat die Berliner Produktionsfirma Zero One Film Insolvenz angemeldet. Die Nachricht hat auch Neuenfels und sein Team kalt erwischt:

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2023-07-14 00:23:212023-07-14 00:23:21Flurschäden der Insolvenz

Bären im Umbruch! Sparzwang bei der Berlinale

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14. Juli 2023/von Peter Hartig

Vor drei Jahren war die Welt vorm Berlinale-Palast noch in Ordnung. Dann kamen Seuche, Krieg und Inflation … | Foto © Alex Janetzko/Berlinale

Das Budget bleibt gleich, die Kosten explodieren. Deshalb soll die Berlinale kleiner werden. Am Dienstag verkündete das Führungsduo sein Einsparkonzept. 

Der Berlinale offenbar harte Einschnitte bevor: Ganze Bereiche des Programms könnten wegen Kostendrucks gestrichen werden, berichtete vorige Woche Hannah Pilarczyk im „Spiegel“. Der Artikel steht hinter der Bezahlschranke, wurde aber sogleich weitererzählt: „Dem Magazin zufolge hat Kulturstaatsministerin Claudia Roth der Berlinale ein ,indirektes Sparprogramm’ auferlegt, deshalb könnten drei der zwölf Sektionen künftig wegfallen: die Reihe für deutsche Nachwuchsfilme ,Perspektive Deutsches Kino’, diejenige für die Serien ,Berlinale Series’ und sogar die umfängliche Retrospektive mitsamt der meist zehnteiligen ,Hommage’, die Filme des jeweiligen Ehrenpreis-Gewinners präsentiert“, erklärt Christiane Peitz im „Tagesspiegel“. „Dass die Berlinale mit weniger Geld auskommen muss als vor der Pandemie, ist schon länger eine traurige Gewissheit. […] Auf Nachfrage heißt es nun aus dem Festivalbüro: ,Es gibt keine externe Sparvorgabe der BKM, vielmehr sehen wir als Festival angesichts stagnierender Budgets und steigender Kosten die Notwendigkeit, ressourcenschonende Maßnahmen zu ergreifen, um langfristig ein starkes Festival und eine gute Plattform für die Filmindustrie garantieren zu können’. Deshalb, so Geschäftsführerin Rissenbeek, ,wollen wir die Anzahl der Filme im Gesamtprogramm weiter straffen’.“

In der „Berliner Zeitung“ glaubt auch Susanne Lenz an eine Entwarnung: „Statt Sektionen abzuschaffen, möchte die Berlinale offenbar überall sparen.“

Von wegen! Am Dienstag meldeten sich die Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek und der Künstlerische Leiter Carlo Chatrian mit einem etwas konkreteren Einsparkonzept. Insgesamt sollen nur noch 200 Filme in den Sektionen laufen. In diesem Jahr seien es 287 gewesen. Der Wettbewerb ist davon nicht betroffen. Das Leitungsduo sieht das als „Chance, mit einem konzentrierteren Programm die Präsentation und Wahrnehmung der eingeladenen Filme zu optimieren.“ Ganz aufgelöst wird die Sektion Perspektive Deutsches Kino, die Filme deutscher Nachwuchsregisseure präsentierte. Die sollen künftig in den anderen Sektionen laufen –  damit „soll eine stärkere internationale Wahrnehmung für die in Deutschland produzierten Debüt- und Zweitfilme ermöglicht werden.“

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2023-07-14 00:09:392023-07-14 00:09:39Bären im Umbruch! Sparzwang bei der Berlinale

Kopierte Gefühle: KI und die Stimme 

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10. Juli 2023/von Antonio Bracco

Der Held kommt aus dem Rechner, die Stimme ist noch echt: Tom Hanks spricht „Woody“ in Pixars „Toy Story 3“. Es gibt keinen Algorithmus, der Emotionen überzeugend nachahmen kann, hoffen die Synchronsprecher*innen. Geklaut werden ihre Stimmen trotzdem. | Foto © Disney/Deborah Coleman

Mit einer Grundsatzerklärung stellen sich die United Voice Artists vor. 27 Verbände und Gewerkschaften professioneller Sprecher*innen aus Europa und Amerika melden sich gemeinsam zu Wort. Es geht um die KI. 

„Der wahllose und unregulierte Einsatz künstlicher Intelligenz stellt ein Risiko dar, das zum Aussterben des künstlerischen Erbes der Kreativität und des Staunens führen könnte – ein Gut, das Maschinen nicht hervorbringen können“, schreiben die United Voice Artists in ihrer ersten Stellungnahme. Gewerkschaften und Verbände quer durch Europa und Amerika haben sich zusammengetan, um ihre Bedenken zur Künstlichen Intelligenz vorzutragen – und ihre Forderungen, die sie in mehreren Sprachen darlegen. 

Nach Meinung der Verbände ignoriert die Europäische Union das Problem: Der mangelnde Schutz der Stimme von Künstler*innen –  mit dem Risiko, dass das persönliche Timbre geklont und künstlich reproduziert wird. Vor kurzem prangerte die Dubliner Synchronsprecherin Remie Michelle Clarke auf Twitter den Diebstahl ihrer Stimme durch eine Software an, die sie repliziert hatte, um benutzerdefinierte Lautsprecher für ein paar Dollar zu verkaufen.

In Italien kämpfen die Branchenverbände ANAD und ADAP um den Schutz von Schauspieler*innen und Sprecher*innen. Eine Mission, die in jüngster Zeit an mehreren Fronten an Intensität zugenommen hat. Worum es ihnen geht, erklären ANAD-Präsident Daniele Giuliani, Vizepräsidentin Georgia Lepore, die Schauspielerin und Synchronsprecherin Laura Romano und der Sprecher David Chevalier.

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https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Antonio Bracco https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Antonio Bracco2023-07-10 22:39:082023-07-10 22:39:08Kopierte Gefühle: KI und die Stimme 
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