Der eigentliche Zweck des Urheberrechts, nämlich den Urheber zu schützen und ihm für seine schöpferische Tätigkeit ein Auskommen zu sichern, ist in der Praxis längst ausgehebelt worden. Das gilt besonders für die Filmbranche. Ein Autor, der einen Drehbuchvertrag unterschreibt, tritt mit seiner Unterschrift de facto sämtliche Rechte an seinem Werk ab und muss sich obendrein den Preis für seine Arbeit diktieren lassen. Gegen die Marktmacht der Fernsehsender hat der einzelne Autor keine Chance.
Selbst wenn sich Urheber in Berufsverbänden organisieren, läuft es für sie nicht unbedingt besser. Das hat sich in den Verhandlungen zu gemeinsamen Vergütungsregeln gezeigt, die der VDD über Jahre hinweg mit dem ZDF geführt hat. Das Ergebnis war so ernüchternd, dass sich eine Schar wütender Drehbuchautoren, die bislang nicht im VDD waren, unter dem Label NORAU zusammengetan hat, um geschlossen in den Verband einzutreten. Das erklärte Ziel: die Vereinbarung mit dem ZDF schnellstmöglich zu kündigen. Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2013/10/breinersdorfer.jpg315560Thilo Röscheisenhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgThilo Röscheisen2013-10-16 15:15:252013-10-16 17:36:03Ein Urheberrecht für die Urheber
…und nicht nur von dort: Steven Spielberg, Georg Lucas, Angela Merkel – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 72. Folge
»God save the queen/ The fascist regime/
They made you a moron/ Potential H-bomb/
God save the queen/ She ain’t no human being/
…
Don’t be told what you want/ Don’t be told what you need/
There’s no future, no future,/ No future for you.«
Sex Pistols
+ + +
Von einem großen Sieg für Angela Merkel schreiben und reden jetzt viele. So kann man die Resultate vom Sonntag vermutlich sehen, zumal an der persönlichen Zustimmung für die Kanzlerin wenig Zweifel bestehen und sich die GRÜNEN gerade so benehmen, als seien sie und nicht die FDP aus dem Bundestag geflogen. Man könnte aber auch sagen: 1. Die Kanzlerin hat keine Mehrheit mehr. 2. Die Union hat trotz erhöhter Wahlbeteiligung nur gut 7 Prozent gewinnen können; da die FDP aber fast zehn Prozent eingebüsst hat, hat nicht nur SchwarzGelb sowieso verloren, sondern der konservativ-neoliberale Block hat insgesamt Stimmen verloren. 3. Es gibt eine Mehrheit links von Merkel, fast 60 % der Wähler und über drei Viertel der Wahlbevölkerung haben sie nicht gewählt.
+ + +
Kann die Unterwelt Hollywood retten? Nach einem heißen Sommer, in dem die Blockbuster an der Kinokasse wie Kartenhäuser zusammenbrechen, in der George Lucas und Steven Spielberg wie zwei Weise, die in ihrem langen Leben schon alles gesehen haben und nun auch in die Zukunft blicken können, der Filmindustrie in ihrer jetzigen Form die Apokalypse prophezeihen, den Untergang in jenem digitalen Tornado aus DVD, VOD, YouTube, file-share und sozialen Netzwerken, den die Filmbosse in ihrer unersättlichen Gier einst selbst ins Leben gerufen hatten und nun wie Goethes Zauberlehrling längst zum Sklaven ihrer Geschöpfe geworden sind.
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Rüdiger Suchslandhttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgRüdiger Suchsland2013-09-29 10:41:172013-09-27 18:42:47Cinema Moralia – Folge 72: Die Zauberlehrlinge von Hollywood…
Unter Zombies: Der Wahlkampf und das Kino der Alternativlosigkeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 71. Folge
»Aufrichtigkeit ist die erste Pflicht des Kritikers.« – Marcel Reich-Ranicki
+ + +
»Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.« Etwas abgehangen dieser Sponti-Spruch, schon klar, aber hoffen wir mal, dass da am Sonntag keiner etwas tut, was er später bereut. Die Metzger sollen noch mal schön ein bisschen warten.
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Die meisten Deutschen finden den Bundestagswahlkampf langweilig, meldet die Kölnische Rundschau. Vielleicht ist es ja gar nicht der Wahlkampf, vielleicht sind ja auch einfach die Leute langweilig, die Wähler. Aber stimmt ja: Wählerbeschimpfung kommt gar nicht gut an, Leserbeschimpfung also auch nicht, man muss den dummen Leuten sagen, dass sie klug sind. »Die Köchin soll den Staat regieren können«, hat schließlich schon Lenin gesagt. Die Betonung liegt hier allerdings auf »können« und auf »soll« – dass sie ihn schon regieren kann, hat er damit allerdings nicht gesagt. Lenin kannte allerdings auch Angela Merkel noch nicht.
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Heute um 14 Uhr wurde vor dem Kanzleramt ein offener Brief übergeben, den die Schriftstellerin und Filmautorin Juli Zeh aufgesetzt hat, und der inzwischen von über 67.000 Menschen unterzeichnet wurde, darunter auch von zahlreichen Filmemachern und Drehbuchautoren. Der Brief richtet sich gegen die Passivität der Bundesregierung angesichts des NSA-Skandals. Wir empfehlen unseren Lesern dringend, sich dem Brief anzuschließen: Jeder kann hier unterzeichnen.
Volker Helfrich am Set für die TV-Serie "??" (grob übersetzt "Führer") als „Otto Braun“ in der Provinz jiangxi bei jian
Zusammen mit dem in China lebenden und arbeitenden Schauspieler werfen wir einen Blick auf die dort boomende Filmlandschaft.
Auf der Berlinale begegnen sich alljährlich zahlreiche internationale Casting Directors, Agenten, Schauspieler und andere Fachleute, die sich über die individuelle Art und Weise austauschen, wie in unterschiedlichen Ländern Castings durchgeführt werden. Allen voran die Shooting Star-Events, organisiert von der European Film Promotion (EFP) unter der Leitung von Karin Dix, bilden hierfür eine wichtige Plattform. Beim „public forum Shooting Stars: The actor’s Role: How to become valuable“ berichtete Debbie McWilliams (Casting Director UK) über die Besetzung von chinesischen Schauspielern in dem „James Bond”-Film „Skyfall”. Dabei stellte sie auch klar heraus, dass China als Filmland und Geldgeber für die weltweite Filmindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnt. Im Publikum saß interessanterweise auch ein chinesischer Casting Director… Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Tina Thielehttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgTina Thiele2013-09-20 13:06:242016-05-18 12:58:46cn-kolumne: Filmland China – Ein Interview mit Volker Helfrich
Über Edward Joseph Snowden, die NSA und was man mit Internet und Mobilfunk so alles anstellen kann, brauche ich wohl nichts mehr zu schreiben, hat ja hier auch nichts zu suchen in einem Blog zum Filmschaffen … Es sei denn, der Fall zeigte, wie die Kunst mal wieder der Wirklichkeit voraus war, was damals nur keiner merkte oder merken wollte und das offenbar noch immer nicht tut. Zeit also für einen kleinen verschwörungstheoretischen Filmtipp am 11. September: Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Peter Hartighttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgPeter Hartig2013-09-11 12:27:002013-09-11 12:39:23Filmtipp: „Sneakers – Die Lautlosen“
Deutschlands Boulevardzeitschriften wussten vorletzte Woche mal wieder Bescheid: „So viel verdienen deutsche TV-Stars wirklich“, enthüllte das Faktenmagazin Focus und berief sich dabei auf Informationen der „Bild“-Zeitung: „12.000 bis 15.000 Euro am Tag“ erhielte etwa Maria Furtwängler – ein Spitzeneinkommen, das auch Götz George und Mario Adorf erzielen, dicht gefolgt von Veronica Ferres, Hannelore Elsner und Iris Berben mit „angeblich 8.000 bis 12.000 Euro.“ Zwar sei auf diese Tagesgagen „laut ,Bild‘-Recherchen kein Verlass“, räumt der „Focus“ ein, druckt die Zahlen aber trotzdem ab. Denn zwar könnten schlechte Einschaltquoten einen Schauspieler jederzeit wieder ans Ende der Honorarliste katapultieren (was heißt: „wirklich“ verdienen auch TV-Stars nicht so viel). Doch auch am Ende der Honorarliste ließe es sich noch prima leben, rechnet der „Focus” nach Milchmädchen-Art vor: Schließlich würden schon für einmalige Gastauftritte in manchen Fernsehserien 1.000 bis 3.000 Euro locker gemacht. „Somit bekommen selbst vergleichsweise schlecht verdienende Schauspieler an einem Tag noch mehr, als manch Bundesbürger im Monat.“
Das klingt ja auch nach einem ganz schönen Batzen – vor allem wenn man das Ganze reflexartig gleich mal 30 nimmt oder meint, „Fantastisch! Nur zwei Tage arbeiten und den Rest des Monats frei …“ Das schreibt der „Focus“ natürlich nicht, verführt aber zu dem Gedanken.
Der Schauspieler Heinrich Schafmeister (Vorstand BFFS) informiert über den aktuellen Verhandlungsstand von:
Tarifvertrag für Schauspielerinnen und Schauspieler
Ergänzungsvertrag Erlösbeteiligung Kinofilm
Interne Verteilung Erlösbeteiligung Kinofilm & die geplante Deutsche Schauspielkasse
Gemeinsame Vergütungsregeln mit ProSiebenSat.1
Die Veranstaltung fand am 29. Juni 2013 im Sendlinger Tor Theater im Rahmen des Filmfestes München 2013 statt und war öffentlich zugänglich. Weiterlesen
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Tina Thielehttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgTina Thiele2013-08-23 10:49:112017-08-17 13:03:01cn-klappe: BFFS-Keynote 2013 für die Film- & Fernsehbranche
„Blickpunkt Film“ hat im neuen Heft einen Artikel über eine geplante Verfeinerung der Quotenmessung veröffentlicht, teilt mir ein Kollege mit. Wäre das nicht einen Beitrag wert? Weil erstens doch zur Zeit die Quote mal wieder heftig diskutiert wird und zweitens nun endlich auch das Fernsehgucken über andere Geräte wie Smartphone, Tablet und Computer berücksichtigt werde …
https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg00Peter Hartighttps://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpgPeter Hartig2013-08-09 14:11:592013-09-08 23:18:49Alle gucken hin, doch keiner schaut zu – warum die Quote Quatsch ist
Ein Urheberrecht für die Urheber
out takes, Thilo RöscheisenDer eigentliche Zweck des Urheberrechts, nämlich den Urheber zu schützen und ihm für seine schöpferische Tätigkeit ein Auskommen zu sichern, ist in der Praxis längst ausgehebelt worden. Das gilt besonders für die Filmbranche. Ein Autor, der einen Drehbuchvertrag unterschreibt, tritt mit seiner Unterschrift de facto sämtliche Rechte an seinem Werk ab und muss sich obendrein den Preis für seine Arbeit diktieren lassen. Gegen die Marktmacht der Fernsehsender hat der einzelne Autor keine Chance.
Selbst wenn sich Urheber in Berufsverbänden organisieren, läuft es für sie nicht unbedingt besser. Das hat sich in den Verhandlungen zu gemeinsamen Vergütungsregeln gezeigt, die der VDD über Jahre hinweg mit dem ZDF geführt hat. Das Ergebnis war so ernüchternd, dass sich eine Schar wütender Drehbuchautoren, die bislang nicht im VDD waren, unter dem Label NORAU zusammengetan hat, um geschlossen in den Verband einzutreten. Das erklärte Ziel: die Vereinbarung mit dem ZDF schnellstmöglich zu kündigen. Weiterlesen
Cinema Moralia – Folge 72: Die Zauberlehrlinge von Hollywood…
out takes, Rüdiger SuchslandDaniel Day-Lewis as Abraham Lincoln
…und nicht nur von dort: Steven Spielberg, Georg Lucas, Angela Merkel – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 72. Folge
»God save the queen/ The fascist regime/
They made you a moron/ Potential H-bomb/
God save the queen/ She ain’t no human being/
…
Don’t be told what you want/ Don’t be told what you need/
There’s no future, no future,/ No future for you.«
Sex Pistols
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Von einem großen Sieg für Angela Merkel schreiben und reden jetzt viele. So kann man die Resultate vom Sonntag vermutlich sehen, zumal an der persönlichen Zustimmung für die Kanzlerin wenig Zweifel bestehen und sich die GRÜNEN gerade so benehmen, als seien sie und nicht die FDP aus dem Bundestag geflogen. Man könnte aber auch sagen: 1. Die Kanzlerin hat keine Mehrheit mehr. 2. Die Union hat trotz erhöhter Wahlbeteiligung nur gut 7 Prozent gewinnen können; da die FDP aber fast zehn Prozent eingebüsst hat, hat nicht nur SchwarzGelb sowieso verloren, sondern der konservativ-neoliberale Block hat insgesamt Stimmen verloren. 3. Es gibt eine Mehrheit links von Merkel, fast 60 % der Wähler und über drei Viertel der Wahlbevölkerung haben sie nicht gewählt.
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Kann die Unterwelt Hollywood retten? Nach einem heißen Sommer, in dem die Blockbuster an der Kinokasse wie Kartenhäuser zusammenbrechen, in der George Lucas und Steven Spielberg wie zwei Weise, die in ihrem langen Leben schon alles gesehen haben und nun auch in die Zukunft blicken können, der Filmindustrie in ihrer jetzigen Form die Apokalypse prophezeihen, den Untergang in jenem digitalen Tornado aus DVD, VOD, YouTube, file-share und sozialen Netzwerken, den die Filmbosse in ihrer unersättlichen Gier einst selbst ins Leben gerufen hatten und nun wie Goethes Zauberlehrling längst zum Sklaven ihrer Geschöpfe geworden sind.
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Cinema Moralia – Folge 71: Was heißt Alternativlosigkeit?
out takes, Rüdiger SuchslandKatharina Thalbach merkelt entschlossen als Kanzlerin (in Der Minister) - © SAT.1/Hardy Brackmann
Unter Zombies: Der Wahlkampf und das Kino der Alternativlosigkeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 71. Folge
»Aufrichtigkeit ist die erste Pflicht des Kritikers.« – Marcel Reich-Ranicki
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»Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.« Etwas abgehangen dieser Sponti-Spruch, schon klar, aber hoffen wir mal, dass da am Sonntag keiner etwas tut, was er später bereut. Die Metzger sollen noch mal schön ein bisschen warten.
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Die meisten Deutschen finden den Bundestagswahlkampf langweilig, meldet die Kölnische Rundschau. Vielleicht ist es ja gar nicht der Wahlkampf, vielleicht sind ja auch einfach die Leute langweilig, die Wähler. Aber stimmt ja: Wählerbeschimpfung kommt gar nicht gut an, Leserbeschimpfung also auch nicht, man muss den dummen Leuten sagen, dass sie klug sind. »Die Köchin soll den Staat regieren können«, hat schließlich schon Lenin gesagt. Die Betonung liegt hier allerdings auf »können« und auf »soll« – dass sie ihn schon regieren kann, hat er damit allerdings nicht gesagt. Lenin kannte allerdings auch Angela Merkel noch nicht.
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Heute um 14 Uhr wurde vor dem Kanzleramt ein offener Brief übergeben, den die Schriftstellerin und Filmautorin Juli Zeh aufgesetzt hat, und der inzwischen von über 67.000 Menschen unterzeichnet wurde, darunter auch von zahlreichen Filmemachern und Drehbuchautoren. Der Brief richtet sich gegen die Passivität der Bundesregierung angesichts des NSA-Skandals.
Wir empfehlen unseren Lesern dringend, sich dem Brief anzuschließen: Jeder kann hier unterzeichnen.
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cn-kolumne: Filmland China – Ein Interview mit Volker Helfrich
Tina ThieleVolker Helfrich am Set für die TV-Serie "??" (grob übersetzt "Führer") als „Otto Braun“ in der Provinz jiangxi bei jian
Zusammen mit dem in China lebenden und arbeitenden Schauspieler werfen wir einen Blick auf die dort boomende Filmlandschaft.
Auf der Berlinale begegnen sich alljährlich zahlreiche internationale Casting Directors, Agenten, Schauspieler und andere Fachleute, die sich über die individuelle Art und Weise austauschen, wie in unterschiedlichen Ländern Castings durchgeführt werden. Allen voran die Shooting Star-Events, organisiert von der European Film Promotion (EFP) unter der Leitung von Karin Dix, bilden hierfür eine wichtige Plattform. Beim „public forum Shooting Stars: The actor’s Role: How to become valuable“ berichtete Debbie McWilliams (Casting Director UK) über die Besetzung von chinesischen Schauspielern in dem „James Bond”-Film „Skyfall”. Dabei stellte sie auch klar heraus, dass China als Filmland und Geldgeber für die weltweite Filmindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnt. Im Publikum saß interessanterweise auch ein chinesischer Casting Director…
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Filmtipp: „Sneakers – Die Lautlosen“
Peter HartigWenn die Wirklichkeit die Fantasie überholt, liegt das auch daran, dass ihr die Fantasie voraus war. Mitunter mehr als 20 Jahre: 1992 warnte die Gaunerkomödie „Sneakers“ schon vor all dem, was uns heute im Datenverkehr Sorgen macht. Man musste nur richtig hinsehen. | Foto © Universal
Über Edward Joseph Snowden, die NSA und was man mit Internet und Mobilfunk so alles anstellen kann, brauche ich wohl nichts mehr zu schreiben, hat ja hier auch nichts zu suchen in einem Blog zum Filmschaffen … Es sei denn, der Fall zeigte, wie die Kunst mal wieder der Wirklichkeit voraus war, was damals nur keiner merkte oder merken wollte und das offenbar noch immer nicht tut. Zeit also für einen kleinen verschwörungstheoretischen Filmtipp am 11. September:
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Milchmädchen-Fakten
Peter HartigBis zu 15.000 Euro am Tag verdiene Maria Furtwängler als Schauspielerin, weiß das Nachrichtenmagazin ihres Ehemanns und lässt daraus einen tollen Jahresverdienst vermuten. Weil sie natürlich 365 Tage im Jahr vor der Kamera steht … | Foto © NDR, Christine Schröder
Deutschlands Boulevardzeitschriften wussten vorletzte Woche mal wieder Bescheid: „So viel verdienen deutsche TV-Stars wirklich“, enthüllte das Faktenmagazin Focus und berief sich dabei auf Informationen der „Bild“-Zeitung: „12.000 bis 15.000 Euro am Tag“ erhielte etwa Maria Furtwängler – ein Spitzeneinkommen, das auch Götz George und Mario Adorf erzielen, dicht gefolgt von Veronica Ferres, Hannelore Elsner und Iris Berben mit „angeblich 8.000 bis 12.000 Euro.“ Zwar sei auf diese Tagesgagen „laut ,Bild‘-Recherchen kein Verlass“, räumt der „Focus“ ein, druckt die Zahlen aber trotzdem ab. Denn zwar könnten schlechte Einschaltquoten einen Schauspieler jederzeit wieder ans Ende der Honorarliste katapultieren (was heißt: „wirklich“ verdienen auch TV-Stars nicht so viel). Doch auch am Ende der Honorarliste ließe es sich noch prima leben, rechnet der „Focus” nach Milchmädchen-Art vor: Schließlich würden schon für einmalige Gastauftritte in manchen Fernsehserien 1.000 bis 3.000 Euro locker gemacht. „Somit bekommen selbst vergleichsweise schlecht verdienende Schauspieler an einem Tag noch mehr, als manch Bundesbürger im Monat.“
Das klingt ja auch nach einem ganz schönen Batzen – vor allem wenn man das Ganze reflexartig gleich mal 30 nimmt oder meint, „Fantastisch! Nur zwei Tage arbeiten und den Rest des Monats frei …“ Das schreibt der „Focus“ natürlich nicht, verführt aber zu dem Gedanken.
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cn-klappe: BFFS-Keynote 2013 für die Film- & Fernsehbranche
Tina ThieleFoto © BFFS
Der Schauspieler Heinrich Schafmeister (Vorstand BFFS) informiert über den aktuellen Verhandlungsstand von:
Die Veranstaltung fand am 29. Juni 2013 im Sendlinger Tor Theater im Rahmen des Filmfestes München 2013 statt und war öffentlich zugänglich. Weiterlesen
Alle gucken hin, doch keiner schaut zu – warum die Quote Quatsch ist
Peter HartigAuch Kunst macht Quote: Besucher im Louvre, die „Mona Lisa“ betrachtend | Foto © Frank Cullmann
„Blickpunkt Film“ hat im neuen Heft einen Artikel über eine geplante Verfeinerung der Quotenmessung veröffentlicht, teilt mir ein Kollege mit. Wäre das nicht einen Beitrag wert? Weil erstens doch zur Zeit die Quote mal wieder heftig diskutiert wird und zweitens nun endlich auch das Fernsehgucken über andere Geräte wie Smartphone, Tablet und Computer berücksichtigt werde …
Nö, finde ich nicht. Und zwar nicht, weil die Fernsehforscher der deutschen Sender darüber ja schon seit mindestens sechs Jahren nachdenken und man in den USA da schon vor Monaten ein ganzes Stück weiter gekommen ist, sondern weil ich Quoten generell für Quatsch halte. Und wer jetzt noch weiterlesen mag, dem erkläre ich auch gerne, warum. Weiterlesen