out takes
  • Über uns
  • Kontakt
  • Suche
  • Menü Menü
  • Facebook
  • Über uns
  • Kontakt

Filmfestivals – eine eigene Welt

out takes, Peter Hartig
20. Februar 2019/von Peter Hartig

Nur kommende Filme schauen und staunen??Von wegen!?Filmfeste sind meist mehr als Glitzer und Party. Sondern Werkstätten der Filmkultur – und eine Chance fürs Kino. | Foto © Max-Ophüls-Preis, Oliver Dietze

Frau Krainhöfer, seit der Jahrtausendwende hat sich die Zahl der Filmfestivals rund um die Welt vervielfacht. Woher kommt dieses plötzliche, rapide Wachstum?
Zuallererst ist der Film neben seiner Funktion als Wirtschaftsgut das Kulturmedium mit der größten Attraktivität und dem breitesten Zugang unter einem möglichen Publikum. Unabhängig von Herkunft, Bildung oder sozialem Hintergrund verfügt der Film über eine Beliebtheit weit über Literatur, Theater, Tanz hinaus.
Auch deshalb gelingt es Filmfestivals auf vielen Feldern, Wirkung zu erzielen und wertvolle Impulse zu setzen: In Deutschland zum Beispiel erweitern sie an kleinen Standorten wie auch auf dem Land deutlich das kulturelle Angebot oder erhalten die Kinokultur, wo die Kinos selbst oft verschwunden sind. Aber auch in den Städten sprechen sie ein Publikum an, das im normalen Kinobetrieb kaum oder gar nicht bedient wird. Das gilt nicht nur für spezielle Interessen, wie sie etwa das rumänische Filmfestival für die rumänische Diaspora oder Freunde des südosteuropäischen Films bedient oder wie Underdox als Festival für Dokument und Experiment den Cineasten herausragende künstlerische Positionen präsentiert.

Weiterlesen

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2019-02-20 16:37:432019-02-26 13:30:29Filmfestivals – eine eigene Welt

Gewinner FairFilmAward Fiction 2019

out takes, Peter Hartig
8. Februar 2019/von Peter Hartig
Ganz so einfach ist es nicht...

(von links nach rechts): Rüdiger Suchsland (Filmjournalist), Michael Tinney (Bantry Bay Productions, Produktionsleiter), Eva Kaesgen (Bantry Bay Productions, Producerin), Georg Bonhoeffer (Bantry Bay Productions, Herstellungsleiter), Lisa Basten (Medienwissenschaftlerin), Cecile Lichtinger (Claussen+Putz Filmproduktion, Produktionsleiterin), Oliver Zenglein (Crew United, Geschäftsführer), Nicole Barras (Schweizer Syndikat Film und Video, Geschäftsführerin), Mercedes Echerer (EU XXL, Vorstand) | Foto © Alena Sternberg

Christian Petzolds POLIZEIRUF 110 – TATORTE gewinnt den FairFilmAward 2019 Fiction in der Kategorie Spielfilm. In der Kategorie Serie erhält DAS WICHTIGSTE IM LEBEN den Preis für die fairsten Arbeits- und Produktionsbedingungen im Jahr 2018. Die Verleihung fand am 7.2.2019 im Rahmen des von Crew United ausgerichteten Crew Call Berlin statt

München, 7. Februar 2019 – Die Branchenplattform Crew United präsentierte heute in Kooperation mit über 20 Branchenverbänden und -institutionen die Verleihung des FairFilmAward Fiction 2019 im Rahmen des Crew Call Berlin. Für die fairsten Arbeits- und Produktionsbedingungen im Jahr 2018 in der Kategorie Spielfilm gewinnt der Fernsehfilm aus der ARD-Krimireihe Polizeiruf 110 von Regisseur Christian Petzold POLIZEIRUF 110 – TATORTE der Claussen+Putz Filmproduktion GmbH. Die Vox-Serie DAS WICHTIGSTE IM LEBEN, produziert von der Bantry Bay Productions GmbH, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Serie. Mit der jährlichen Auswertung und Auszeichnung fairer Film- und Fernsehproduktionen wird ein wichtiges und sichtbares Zeichen für mehr Fairness in der Film- und Fernsehbranche gesetzt.

Oliver Zenglein, Geschäftsführer von Crew United kommentiert: „Die Verleihung des FairFilmAward setzt das Thema faire Arbeitsbedingungen in der Film- und TV-Produktion jährlich zum Auftakt der Berlinale auf die Agenda der deutschen Filmbranche. Wir halten es für notwendig, mit diesem Preis immer wieder deutlich zu machen, dass der Glanz des roten Teppichs nichts mit der oft prekären Lebenswirklichkeit von Filmschaffenden zu tun hat!“

Der FairFilmAward wird seit 2011 von der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände DIE FILMSCHAFFENDEN und seit 2012 in Zusammenarbeit mit Crew United vergeben. Grundlage für die Auszeichnung ist eine umfassende Umfrage unter 1.500 projektbeteiligten Filmschaffenden auf Basis eines Kriterienkatalogs für faire Filmprojekte, der folgende Bereiche umfasst: Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität; Vertragskonditionen, Gagenhöhe und Entgelte; Kommunikation und Arbeitsklima; Arbeitszeiten und Arbeitsschutz; Professionalität und Qualifizierung; Umweltschutz; Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven.

Nominiert für den FairFilmAward 2019 waren die Produktionsfirmen Bantry Bay Productions GmbH, Bavaria Fiction GmbH, Claussen+Putz Filmproduktion GmbH, Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbH und, mit zwei Produktionen, Filmpool Fiction GmbH.

Im Mai 2019 wird im Rahmen des DOK.fest München erneut der FairFilmAward Non-Fiction verliehen.

FairFilmAward Fiction 2019 in der Kategorie Spielfilm

POLIZEIRUF 110 – TATORTE
Claussen+Putz Filmproduktion GmbH
Regie: Christian Petzold
Produktionsleiter: Cecile Lichtinger

FairFilmAward Fiction 2019 in der Kategorie Serie

DAS WICHTIGSTE IM LEBEN
Produktion: Bantry Bay Productions GmbH
Regie: Till Franzen, Laura Lackmann, Stefan Bühling
?Produktionsleiter: Olav Henk

Nominierungen für den FairFilmAward 2019:
https://out-takes.de/index.php/2019/die-nominierungen-fuer-den-fair-film-award- fiction-2019/

Fairness-Kriterien FairFilmAward 2019:
https://www.crew-united.com/downloads/fairness/

Branchenverbände als Partner:
Branchenverbände als Partner: Berufsverband Kinematografie e.V., Berufsvereinigung Filmton e.V., Bundesverband Beleuchtung und Bühne e.V., Bundesverband Casting e.V., Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V., Bundesverband deutscher Stuntleute e.V., Bundesverband Filmschnitt Editor e.V., Bundesverband Locationscouts e.V., Bundesvereinigung Maskenbild e.V., Deutsche Akademie für Fernsehen e.V., Deutsche Filmakademie e.V., fairTV e.V., EU XXL Film, Interessenverband Deutscher Schauspieler e.V., Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater e.V., Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild e.V., Verband der Requisiteure & Set Decorator e.V., Verband Deutscher Filmproduzenten e.V., VdNA-Film e.V. Verband Deutscher Nachwuchs-Agenturen, Verbände PRO Tarif (VPT), Filmverband Südwest e.V., VRFF Die Mediengewerkschaft – BG Freie Produktionswirtschaft

snip_20190204125831

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2019-02-08 16:02:032019-02-15 11:04:03Gewinner FairFilmAward Fiction 2019

Livestream – Fair Film Award Fiction 2019

out takes, Tina Thiele
1. Februar 2019/von Tina Thiele

Am 7.2.2019 ab 20.30 Uhr haben wir live aus dem Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin die Verleihung des Fair Film Award Fiction 2019 übertragen.

Der Preis wird von Crew United im Namen folgender 22 Institutionen und Verbänden verliehen:
snip_20190204125831
Moderation: LISA BASTEN, Wissenschaftlerin, die regelmäßig zu Arbeitsbedingungen in der Filmbranche publiziert und RÜDIGER SUCHSLAND, Filmkritiker, Filmregisseur und engagierter Aktivist für das Kino, Kinofilme und ihre ästhetische Diversität

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Tina Thiele https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Tina Thiele2019-02-01 14:54:492019-02-15 11:03:52Livestream – Fair Film Award Fiction 2019

7 Mythen

out takes, Peter Hartig
24. Januar 2019/von Peter Hartig
Ganz so einfach ist es nicht...

2010 gewann zum ersten Mal eine Frau den »Oscar« für die beste Regie – es war die 82. Verleihung. Kathryn Bigelow (hier bei den Dreharbeiten zu Blue Steel) war zu der Zeit mit Filmen wie Gefähliche Brandung, Strange Days oder Blue Steel schon längst eine feste Größe im Action-Film. Ihr Kriegsdrama Tödliches Kommando – The Hurt Locker wurde 2010 mit sechs »Oscars« ausgezeichnet. Ihr folgendes Werk Zero Dark Thirty war in fünf Kategorien nominiert.

Talent und Fleiß allein sind nicht genug. Dass die Filmbranche so wenige Regisseurinnen hat, liegt an Strukturen und Vorurteilen. Sieben Mythen und die Fakten.

Text Skadi Loist und Peter Hartig

50 Prozent. Nicht weniger fordert die Initiative Pro Quote Film für die deutsche Produktionslandschaft. Frauen kommen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Fördermitteln zu kurz, verdienen weniger als Männer in den entsprechenden Positionen, sind in Gremien und Führungsfunktionen schwächer vertreten. Die Folge: Das Bild von der Welt, das Film und Fernsehen vermitteln, wird immer noch zum größten Teil von Männern gezeichnet – die andere Hälfte der Welt kommt kaum zu Wort. »Die Welt in Filmen hinkt der Realität hinterher«, meint Pro Quote Film dazu: »In fiktionalen Rollen arbeiten nur 20 Prozent der Frauen, davon nur 1 Prozent als Managerinnen, Politikerinnen oder Wissenschaftlerinnen.«
Zwar wird seit der Gründung der Initiative vor vier Jahren rege über eine Quote diskutiert, der große Wandel steht aber noch aus, wie zuletzt der (inzwischen fünfte) Diversitätsbericht des Bundesverbands Regie zeigte, der auf den RegieTagen im November vorgestellt wurde. Alles andere wäre auch überraschend gewesen. Denn der Diversitätsbericht untersuchte die Produktionen des vorangegangenen Jahres, die bereits gelaufen oder gesendet waren. Die meisten befanden sich also schon in Arbeit, ehe sich zum Beispiel die ARD-Produktionstochter Degeto auf eine freiwillige Regie-Quote von 20 Prozent selbst verpflichtete. Ob dieser reduzierte Anspruch tatsächlich umgesetzt wurde, wird also erst der nächste Diversitätsbericht zeigen.
Doch eine Quote wird von vielen abgelehnt: Allein durch Talent und Fleiß beweise sich, wer auf den Regiestuhl passt. Also seien die Chancen doch gleich, und eine Frau mehr oder weniger selbst schuld, wenn sie nicht das Zeug dazu hat, argumentieren die Gegner der Quote.
Etliche Studien in mehreren Ländern widersprechen dem: Strukturen und Geschlechtervorurteile der Branche machen es auch den fleißigsten Talenten schwerer, wenn die in einem weiblichen Körper stecken. Deutsche Regisseure haben zurzeit eine Männerquote von 85 Prozent, Filmfördermittel streichen sie sogar zu 90 Prozent ein.
»Above the Line« wird die Luft für dünn – in fast allen Sparten. Das Problem ist global, selbst Amerika hat es nicht besser: Erst 2010 erhielt mit Kathryn Bigelow für The Hurt Locker erstmals eine Frau den »Oscar« für die beste Regie – es war die 82. Verleihung. Weitere acht Jahre dauerte es, bis Rachel Morrison als erste Kamerafrau überhaupt in ihrer Kategorie mit Mudbound für einen »Oscar« nominiert wurde.

Den Vorurteilen und Mythen ist damit kaum beizukommen. Die Medienwissenschaftlerin Skadi Loist hat darum den sieben gängigsten dieser Argumente, wie es zur Benachteiligung von Frauen und Minoritäten in der Filmbranche komme, die Ergebnisse der vielen Studien gegenübergestellt. Wir listen sie hier in Kurzform auf. Loists Artikel Gendered Media Industries. Argumente für eine geschlechtergerechte und diverse Filmindustrie ist mit allen Quellenangaben im Oktober in Navigationen – Zeitschrift für Medien und Kulturwissenschaften erschienen.

Mythos 1: Die Medienbranche ist geschlechterneutral. Allein Qualität entscheidet darüber, wer sich durchsetzt.

Viele Entscheidungen in der Filmbranche werden subjektiv gefällt – von der Unterstützung von Filmideen bis zu Kooperationspartnerschaften. Für die FFA-Studie Gender und Film von 2017 hatten viele Filmschaffende ›Bauchgefühl‹, eigenes inhaltliches Interesse und Vertrauen zu den Akteuren als entscheidend angegeben.

Stereotype Zuschreibungen werden weiter verstärkt, wenn Entscheidungsgremien homogen besetzt sind. Viele Gremien und Redaktionen setzen sich aus weißen, älteren Männern aus der Mittelschicht zusammen. Je höher die Hierarchie, desto höher ist die Männerquote.

Filme, die von Männern realisiert werden, haben größeren kommerziellen Erfolg. Filme, die von Frauen realisiert werden, sind bei Kritik und Jurys angesehener. Weiterlesen

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Peter Hartig https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Peter Hartig2019-01-24 11:24:282019-01-25 11:34:087 Mythen

Cinema Moralia – Folge 187: Filme, die die Welt nicht braucht

Rüdiger Suchsland
17. Januar 2019/von Rüdiger Suchsland
Ganz so einfach ist es nicht...

IN MY ROOM wurde leider nicht für den Deutschen Filmpreis nominiert | Foto © Pandora

Das deutsche Kino zwischen Irrele­vanz und Harm­lo­sig­keit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kino­ge­hers, 187. Folge

Sie werden jetzt wieder sagen, dass sei doch alles waaaahn­sinnig demo­kra­tisch. Und manche werden uns sogar versuchen, weis­zu­ma­chen, 100 Dinge habe doch auch etwas mit Film­kultur zu tun, und sei natürlich einer der besten Filme des Jahres 2018. Und andere werden wieder umständ­lich und juris­tisch voll­kommen korrekt erklären, dass Bille August mit Eleanor & Colette einen durch und durch deutschen Film gedreht hat, und einen guten obendrein.
Aber es hilft nichts. Die Veröf­fent­li­chung der Voraus­wahl zum deutschen Filmpreis bietet wieder einmal ein Panop­tikum der Mittel­mäßig­keit und künst­le­ri­schen Bedeu­tungs­lo­sig­keit, dass es zum Himmel schreit.
Dass Ulrich Köhlers In My Room gut genug war für Cannes, aber nicht gut genug für die deutsche Film­aka­demie, dass Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot nicht eine einzige Nomi­nie­rung bekommt – in der Voraus­wahl, Leute!!! –, auch nicht für Kamera, auch nicht für die großar­tige Julia Zange, dass Lomo – The Language of Many Others auf der Liste fehlt, das beweist wie so manche andere Entschei­dung hier, dass es mit der Film­aka­demie nach nunmehr 15 Jahren Verschlimm­bes­se­rung des Bundes­film­preises nichts mehr werden kann, und dass die auch hier zustän­dige Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters ihr hoffent­lich bald die Verwal­tung des Film­preises entzieht, so wie Dieter Kosslick die Erbpacht auf die Berlinale.
Diver­sität wird gern gefordert. Es gibt aber auch eine ästhe­ti­sche Diver­sität.
Der deutsche Film according to deutsche Film­aka­demie ist ein Biotop der Harm­lo­sig­keit und Irrele­vanz. Wahn­sinnig demo­kra­tisch eben. Aber vor allem wahn­sinnig. Und so demo­kra­tisch halt, wie es ist, dass die AfD in den Parla­menten sitzt.
Auch durch so etwas wächst das Unbehagen in der Demo­kratie.

Weiterlesen

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Rüdiger Suchsland https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Rüdiger Suchsland2019-01-17 09:19:072019-01-17 09:19:07Cinema Moralia – Folge 187: Filme, die die Welt nicht braucht

Die Nominierungen für den Fair Film Award Fiction 2019

Oliver Zenglein, out takes
2. Januar 2019/von Oliver Zenglein

snip_20190102145544

Mit dem alten Jahr ist auch die Umfrage bei Crew United zur fairsten Spielfilm- und Serienproduktion 2018 zu Ende gegangen! Herzlichen Dank für die großartige Beteiligung! Da wir dieses Mal eine offizielle Unterstützung seitens der Verbände und Organisationen mit einem minimalen finanziellen Commitment verbunden haben, um die Kosten für die Preisverleihung nicht alleine stemmen zu müssen, sind nicht ganz so viele dabei wie im letzten Jahr, aber noch eine recht stolze Zahl!

Danke an: Berufsverband Kinematografie e.V., Berufsvereinigung Filmton e.V., Bundesverband Beleuchtung und Bühne e.V., Bundesverband Casting e.V., Bundesverband der Fernsehkameraleute e.V., Bundesverband deutscher Stuntleute e.V., Bundesverband Filmschnitt Editor, Bundesverband Locationscouts e.V., Bundesvereinigung Maskenbild e.V., Deutsche Akademie für Fernsehen e.V., Deutsche Filmakademie e.V., Interessenverband Deutscher Schauspieler e.V., Verband der Agenturen für Film, Fernsehen und Theater e.V., Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild e.V., Verband der Requisiteure & Set Decorator e.V., Verband Deutscher Filmproduzenten (VDFP), Verband Deutscher Nachwuchs-Agenturen, Verbände PRO Tarif (VPT), Filmverband Südwest e.V., VRFF Die Mediengewerkschaft – BG Freie Produktionswirtschaft, EU XXL Film Schnittstelle, FairTV

snip_20190204125831

Es sind wie immer viele Altbekannte unter den Nominierten. Und ganz besonders: Der Sieger von 2013 ist gleich zweimal nominiert! Insgesamt sind die Gesamtnoten durch die genauere Bewertungsmöglichkeit in 7 Kategorien im Schnitt etwas nach unten gegangen.

KATEGORIE SPIELFILM

Polizeiruf 110 – Tatorte
Claussen+Putz Filmproduktion GmbH
Durchschnittsnote: 1.36
Teilnoten:
# Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität 1,20
# Vertrag, Gagen und Entgelte 1,60
# Kommunikation und Arbeitsklima 1,50
# Arbeitszeiten und Arbeitsschutz 1,00
# Professionalität und Qualifizierung 1,10
# Umweltschutz 1,67
# Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven 1,50

Polizeiruf 110 – Dunkler Zwilling
Filmpool Fiction GmbH
Durchschnittsnote: 1.40
Teilnoten:
# Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und Diversität 1,25
# Vertrag, Gagen und Entgelte 1,19
# Kommunikation und Arbeitsklima 1,40
# Arbeitszeiten und Arbeitsschutz 1,38
# Professionalität und Qualifizierung 1,33
# Umweltschutz 1,93
# Nachhaltigkeit, Solidarität und Perspektiven 1,43 Weiterlesen

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Oliver Zenglein https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Oliver Zenglein2019-01-02 15:01:522019-11-04 15:24:08Die Nominierungen für den Fair Film Award Fiction 2019

Cinema Moralia – Folge 185: Die Wutbürger von Netflix und ihre Schulden

Rüdiger Suchsland
14. Dezember 2018/von Rüdiger Suchsland
Ganz so einfach ist es nicht...

Ab ins Nirwana von Netflix: Nach nur einer Woche ist »Roma« jetzt aus den Kinos verschwunden. | Foto © Netflix

Wer rausgeht, kommt wieder rein: Der Netflix-Flop, die Aller­mäch­tigste des deutschen Films und warum alle Film­förder-Gremien grund­sätz­lich abge­schafft werden sollten – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kino­ge­hers, 185. Folge

»To disagree silently is illoyal.«
Reed Hastings, Gründer von Netflix

+ + +

Alle deutschen Filme­ma­cher, ob Regis­seure oder Produ­zenten, und auch Verleiher und Kino­be­treiber sind sich endlich mal einig: Dem deutschen Kino geht es so schlecht wie nie; so wie jetzt kann es nicht weiter­gehen; grund­sätz­liche Dinge müssen sich ändern.
Nur den deutschen Film­för­de­rern geht es gut. So jubelte die FFA vor einigen Wochen in ihrer Bilanz der ersten Jahres­hälfte »Deutsche Filme gegen den Trend im Plus« In der »FFA-Studie der erfolg­reichsten Filme des ersten Halb­jahres 2018« (»Studie« muss man dazu wissen, heißt bei der FFA nicht etwa »Wissen­schaft« oder »Statistik« sondern das simple Auflisten und Anordnen der Zahlen zum Zwecke des Schön­re­dens) scheint es dem deutschen Kino gut zu gehen. Zwar kann man nicht verleugnen, dass 4,5 Millionen weniger Besucher ins Kino gingen (ein Rückgang von erschre­ckenden ca. 15 Prozent). Bemerkbar ist auch die weitere Vergrei­sung des Publikums. Sogar bei den Kinder­filmen machen die unter 30-jährigen mit einer Ausnahme weniger als 30% der Besucher aus: Braucht jedes Kind wirklich zwei Begleiter im Kino?
Die Filme, die die Jugend (also 29-jährige oder Jüngere) wirklich inter­es­sieren, heißen noch nicht mal Star Wars (35% Jugen­d­an­teil), sondern Maze Runner – Die Auser­wählten in der Todeszone (57%), Black Panther (55%), Avengers: Infinity War (53%), aber auch noch Fifty Shades of Grey – Befreite Lust (46%). Viel­leicht sollten diese Zahlen uns erst recht Angst um die Zukunft nicht nur des Kinos machen.

Vor allem aber: Was reprä­sen­tiert nun eigent­li­chen diesen Erfolg »gegen den Trend«? Die deutschen Filme unter den Top 25 heißen Jim Knopf und Lukas der Loko­mo­tiv­führer; Die kleine Hexe; Dieses bescheu­erte Herz und Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft – fürwahr ein Triumph deutschen Kino­schaf­fens!

+ + +

Der angeb­liche Kinder­film Jim Knopf und Lukas der Loko­mo­tiv­führer ist übrigens auch der »drit­täl­teste« Film der Top 25: 34% seiner Besucher waren über 50! Die werden sich gewundert haben…

Weiterlesen

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Rüdiger Suchsland https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Rüdiger Suchsland2018-12-14 16:15:332018-12-17 16:52:49Cinema Moralia – Folge 185: Die Wutbürger von Netflix und ihre Schulden

Frauenbilder nach Männer-Drehbuch

Christoph May, Unsere Gäste
12. Dezember 2018/1 Kommentar/von Christoph May
Perfekt geschminkt und leicht bekleidet ziehen Amazonen in die Schlacht. Dort machen sie dann auch nichts anderes als ihre männlichen Kollegen. Trotzdem wird „Wonder Woman“ immer wieder gerne zum feministischen Superheldentraum erklärt. | Foto © Warner Bros.

Perfekt geschminkt und leicht bekleidet ziehen Amazonen in die Schlacht. Dort machen sie dann auch nichts anderes als ihre männlichen Kollegen. Trotzdem wird „Wonder Woman“ immer wieder gerne zum feministischen Superheldinnentraum erklärt. | Foto © Warner Bros.

Als Männerforscher schreibe ich nicht über Frauen. Und auch als Mann vermeide ich es, über Frauen zu sprechen. Was wissen wir schon? Nach „Me Too“ ist klar: wir wissen nichts! Weder wie sich Frauen fühlen, noch welche Probleme sie haben. Bevor wir nicht unsere eigene Rolle und unsere Privilegien als weiße, westliche Männer hinterfragen, dürfen wir uns kein Urteil erlauben. „Ich weiß, wie die Frauen ticken!“ war schon immer eine schamlose Lüge. Das Gebot der Stunde: nicht über, sondern mit den Frauen sprechen. Das gilt für Ärzte, Therapeuten und Lehrer genauso wie für Berater, Unternehmer und Filmschaffende. Für kritische Männerforscher gilt es erst recht.

Mein Spezialgebiet ist die enorme Phantasielosigkeit von Männerphantasien in Filmen und Serien. Es beginnt schon beim Personal: Superheroes, Ex-Bullen, Killer-Maschinen und um sich schlagende Testosteron-Prügel. Allesamt Formen der Aushärtung des männlichen Körperpanzers. Vom Man of Steel über Iron Man bis zu Hulk, dem alten Froschkönig.

Die Innenschau ist nicht weniger geistlos: Zombies, Mutanten, Monster und Aliens verhandeln das kreatürliche Innere moderner Männlichkeit. Emotionale Sprachlosigkeit wird hier als Gewebewucherung inszeniert oder als Krüppeltier. Von Gollum aus „Herr der Ringe“ über die Weißen Wanderer in „Game of Thrones“ bis zum Xenomorph.

Und drittens die hypermaskuline Psychogeografie. Archaische Innenwelten und Gefühls-Steppen soweit das Auge reicht: Von Westeros bis Westworld, durch Mittelerde bis nach Gotham City, von Hogwarts direkt in die Oasis. In meiner Forschung zeige ich, dass es sich bei all diesen Körperpanzern, Kreaturen und Psychogeografien um spezifisch männliche Darstellungsformen handelt. Was uns wiederum in die Lage versetzt, quasi live dabei zusehen zu können, wie traditionelle Männlichkeiten um ihr Überleben kämpfen.

Weiterlesen

https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg 0 0 Christoph May https://out-takes.de/wp-content/uploads/2019/11/out_takes_logo01.jpg Christoph May2018-12-12 13:26:122018-12-17 16:48:12Frauenbilder nach Männer-Drehbuch
Seite 80 von 129«‹7879808182›»

Unsere Autor*innen

Meist gelesen (letzte 12 Monate)

  • Most Viewed
  • Politische Filme 
  • Die Welt aus hundert Perspektiven
  • Fehlzündung beim Filmbooster
  • Schnitt-Preis Spielfilm: Andrew Bird
  • Kulturkämpfe
  • Filmerbe
  • Berlinale 2026: So facettenreich wie das Leben
  • Investitionsverpflichtung: Ein Kompromiss
  • Förderpreis Schnitt: Jakob Michal und Kaspar Ferdinand Haußig
  • Ostside Story 

Meist gelesen (letzte 5 Jahre)

  • In Erinnerung an Ulla Geiger (1951–2024)
  • Machtmissbrauch und die Kultur der Stille
  • Klima der Angst
  • Keine Angst vorm Klinkenputzen 
  • Falsche Vielfalt – wie Disney das mit der Diversität missversteht …
  • Schauspiel-Streik: Drama in Hollywood
  • „So geht es einfach nicht mehr weiter“ – ein Arthouse-Verleih in der Pandemie
  • Von wegen Inklusion: Barrieren vor dem Filmtraum
  • Schlechtes Arbeitsklima: Systemfehler oder Einzelfall?
  • Jobsharing: Alles ist möglich!
  • Flurschäden der Insolvenz
  • Förderreform: Ein Plan ohne Plan
  • Kopierte Gefühle: KI und die Stimme 
  • „Rust“: Tod am Set
  • Der ewige Rebell: Zum Tod von Klaus Lemke  

Schlagwörterwolke

ALG (55) Arbeitsbedingungen (228) Auszeichnung (103) BFFS (27) BKM (76) Casting (58) Casting Director (33) Corona (320) DAFF (21) Diversität (84) Dokumentarfilm (34) Dreharbeiten (225) Fairness (119) Fernsehen (192) Festivals (192) FFA (76) FFG (57) Filmfest (138) Filmfestival (204) Filmfinanzierung (112) Filmförderung (151) Filmschaffende (255) Förderung (112) Gage (68) Hartz IV (47) Hilfsprogramme (87) Interview (193) Kino (302) Low-Budget (36) Nachwuchs (65) Nachwuchsfilmemacher (70) Preisträger (116) Preisverleihung (100) Produktionsbedingungen (214) Produzent (269) Regisseur (278) Schauspieler (248) Sender (128) Soforthilfen (76) Streaming (173) Tarifvertrag (57) TV (204) Umfrage (90) Verbände (163) Video (117)
© Copyright - Crew United - Enfold Theme by Kriesi
  • Facebook
  • Impressumout-takes.de ist ein Angebot von: Diensteanbieter: out takes der Blog der Film- und Fernsehbranche e.V. Anschrift: Kasparstr. 26 50670 Köln Deutschland Telefon: 0221 / 94 65 56 20 Telefax: 0221 / 94 65 56 18 E-Mail: info@out-takes.de 1. Vorsitzender Christina Thiele 2. Vorsitzender Oliver Zenglein Unser Unternehmen ist eingetragen im: Vereinsregister Köln unter der Nr. xxxx Verantwortlich iSd § 55 Abs. 2 des Staatsvertrags für Rundfunk und Telemedien Peter Hartig (v.i.S.d.P.) Gestaltung: ac.cc corporate communications München Jana Cerno www.web-ac.cc Technische Umsetzung: fh-konzept GmbH Köln Frank Fischer www.fh-konzept.de
  • Nutzungsbedingungenout takes – der Blog der Film- und Fernsehbranche § 1 Anwendungsbereich, Zusatzregeln und Änderungen (1) Diese Nutzungsbedingungen (= NB) sind eine Vereinbarung zwischen den Betreibern von out-takes.de und den Mitgliedern über die Nutzung der Website out-takes.de. (2) Verfasser von Beiträgen (Autoren) müssen zusätzliche Regeln beachten, die gesondert vereinbart werden. (3) out takes behält sich vor, diese NB jederzeit zu ändern. § 2 Voraussetzung der Nutzung (1) Sie dürfen out-takes.de nur nutzen, wenn Sie mit diesen NB einverstanden und voll geschäftsfähig sind. (2) Ein Anspruch auf Nutzung von out-takes.de besteht nicht. § 3 Änderungen und Beendigung out-takes.de behält sich vor, den Betrieb der Website jederzeit einzustellen und das System zu ändern. § 4 Verantwortlichkeit Jedes Mitglied übernimmt die volle und alleinige Verantwortung für unter seinem Profil erfolgende Handlungen und Erklärungen. § 5 Zugangsschutz und Geheimhaltungspflicht (1) Der Zugang zu out-takes.de ist frei. (2) Für Wahl, Kenntnis und Geheimhaltung Ihrer Zugangsdaten sind Sie alleine verantwortlich. (3) Mit Ihren Zugangsdaten erfolgende Handlungen werden Ihnen nach diesen NB zugerechnet. (4) Sie sind verpflichtet, jeden Fall eines Missbrauchs Ihrer Daten unverzüglich out-takes.de anzuzeigen. § 6 Datenschutz (1) Ihre Daten werden selbstverständlich im Rahmen des gesetzlichen Datenschutzes verarbeitet. out-takes.de erhebt und verarbeitet private Informationen und…
  • Datenschutzerklärungout-takes.de nimmt den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten sehr ernst. Wir möchten, dass Sie wissen, wann wir welche Daten erheben und wie wir sie verwenden. Wir haben technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, die sicherstellen, dass die Vorschriften über den Datenschutz beachtet werden. Im Zuge der Weiterentwicklung unserer Webseiten und der Implementierung neuer Technologien, um unseren Service für Sie zu verbessern, können auch Änderungen dieser Datenschutzerklärung erforderlich werden. Daher empfehlen wir Ihnen, sich diese Datenschutzerklärung ab und zu erneut durchzulesen. Zugriff auf das Internetangebot Jeder Zugriff auf out-takes.de wird in einer Protokolldatei gespeichert. In der Protokolldatei werden folgende Daten maximal 14 Tage gespeichert: Name der abgerufenen Datei Datum und Uhrzeit des Abrufs übertragene Datenmenge Meldung, ob der Abruf erfolgreich war Die gespeicherten Daten werden nur zur Optimierung des Internetangebotes ausgewertet. Wenn Sie Informationsmaterial, Newsletter, Autogrammkarten oder Broschüren bestellen, fragen wir Sie nach Ihrem Namen und nach anderen persönlichen Informationen. Es unterliegt Ihrer freien Entscheidung, ob Sie diese Daten eingeben. Ihre Angaben speichern wir auf besonders geschützten Servern in Deutschland. Der Zugriff darauf ist nur wenigen besonders befugten Personen möglich, die mit der technischen, kaufmännischen oder redaktionellen Betreuung der Server befasst sind. Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte Daten, die beim Zugriff auf das…
Nach oben scrollen