Kulturpolitische Filmarbeit: Befragung der Wirklichkeit 

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Seit fast 40 Jahren schon fördert der Verein Filmstadt München die nichtkommerzielle und kulturpolitische Filmarbeit. Seitdem hat sich nicht nur das Publikum verändert. Ein Symposium sollte erkunden, ob die Ziele von einst noch stimmen. | Foto © Filmstadt München/Ronny Heine

Anfang November hatte der Verein Filmstadt München zum Symposium geladen, um über die Film-, Festival- und Kino­land­schaft vor Ort zu reden.

Anfang November hatte der Verein Filmstadt München zum Symposium geladen, um über die Film-, Festival- und Kinolandschaft vor Ort zu reden. Fast 40 Jahre schon fördert der Dachverband von 17 Gruppen, Initiativen und Vereinen die nichtkommerzielle und kulturpolitischen Filmarbeit. Seitdem hat sich nicht nur das Publikum verändert. Ob die Ziele von einst ihrem Anspruch noch gerecht werden, wollte man erkunden.

„Das gelang konstruktiv, handlungsorientiert und tatsächlich meist optimistisch und nach vorne gewandt. Mit einem Blick auf die Kino-Besuchszahlen und die Mietpreise in München mag das erst mal erstaunen, erzählt aber von einer Branche, die sich nicht unterkriegen lässt und die von dem begeistert ist, was sie tut“, findet Nora Moschuering auf „Artechock“. Die Begeisterung steckte offenbar an: Sehr lang ist ihr Bericht – was für das Symposium spreche, das sich immer wieder ums Kino dreht: als Filmpalast, Abspielstätte, Austauschort, Treffpunkt: „Der Wunsch nach einem kommunalen Filmhaus ist auf jeden Fall groß. Dunkle Kino-Säle, in denen nichts scheint außer der Leinwand, eine Lounge/Bar/Café, ein Haus, das für die Münchner Festivals zur Verfügung steht, allgemein die Filmkultur fördert, ohne in Konkurrenz zu den Kinos zu gehen.“

Die Frage, wie man neues Publikum gewinnen könne, zog sich durch alle Panels und beschäftigt die Kulturschaffenden gleichermaßen, schreibt Anna Steinbauer in der „Süddeutschen Zeitung“ [Bezahlschranke – hier als PDF]. Auch hier gebe es ein „Nachwuchsdilemma“, „weil die jüngeren Kinobetreiber fehlten, die als ,Türöffner’ für junge Leute fungierten. Streamingdienste würden sich in diesem Zusammenhang als keine ernsthafte Konkurrenz erweisen. Man ist sich einig: Der Wert von Film und Kino liegt im sozia- len Ereignis und der Kollektiverfahrung. […] Großes Fazit des Tages, an dem fruchtbar und lange diskutiert wird: Die Vernetzung der Akteure untereinander ist essenziell, Kooperationen sind die Zukunft.“

Eine Zusammenfassung der Panels liefert „Movie College“. 

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