Kinos im Stillstand 15: Die „Eva Lichtspiele“ in Berlin. | Foto © Elisabeth Nagy

Zwischen Feiertag und Wochenende gibt’s nur wenig Neues zu melden – bis auf eine erste Erfahrung mit der Hilfe die Kulturschaffenden. Anscheinend gibt es noch einiges zu tun …

Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare, auch wenn wir leider nicht alle persönlich beantworten können. 

 

Was bedeutet „R“ gleich nochmal? Die Pandemie als Simulation erklärt [auf Englisch].

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Verdopplungszeit … die Daten zur Corona-Pandemie verwirren mehr, als dass sie aufklärten. „Telepolis“ versucht, „Das Kommunikationsdilemma der Reproduktionszahl R“ zu erklären.

 

In Bayern wird Künstler*innen geholfen – verspricht Ministerpräsidenten Markus Söder. Zwei Schauspieler*innen beantragten am Dienstag die neue Künstlerhilfe. Die Erfahrung schilderten sie in einem Brief. 

Die Hilfe des Bundes sei an den tatsächlichen Bedürfnissen von Soloselbständigen vorbeigegangen, kritisiert Verdi heute in einer Pressemitteilung. Die Gewerkschaft fordert daher ein neues Programm, dass sich passgenauer an der Lebensrealität ausrichten müsse.

 

Wie wäre es, wenn keine neuen Filme kämen? fragt die „FAZ“. Also wenn die Kinos zu blieben und wir mit dem Vorhandenen auskommen müssten? Nur ein Gedankenspiel …

Was muss sich nach der Krise verändern? Und wie überstehen Rentals die Krise? Nur zwei der Fragen im „Covid-19-Spezial“ der Fachzeitschrift „Film TV Kamera“. Die aktuelle Ausgabe mit den Antworten gibt es kostenlos als PDF.

Wie sich die Filmbranche während Corona über Wasser hält: Das Wirtschaftsmagazin „Capital“ verrät, wer die Gewinner und Verlierer sind. Der Artikel trägt zwar das Datum von gestern, wurde aber den Aussagen nach bereits vor zehn Tagen geführt.

 

Küssen verboten: Nach mehreren Wochen Zwangspause nehmen viele TV-Sender und Produktionsfirmen nach und nach die Dreharbeiten für ihre Serien wieder auf. Hier und da wird es dennoch zu Engpässen beim Nachschub kommen, berichtet der „Weser-Kurier“.

Die Freude bei der Produzentenallianz ist groß, dass es jetzt einen neuen Corona-Arbeitsschutzstandard für Film- und Serienproduktionen gibt. Bei der Kalkulation von Produktionen gebe es aber noch Redebedarf mit den TV-Sendern.

In Sachsen-Anhalt soll am kommenden Dienstag das Kabinett über neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschließen, die auch die Kinos erfassen, meldet „Blickpunkt Film“.

Einen Überblick, wo in Europa wann und wie wieder gedreht wird und Kinos öffnen, gibt „Cineuropa“ [auf Englisch].

Auf 30 Seiten beschreibt Hollywood den US-Bundesstaaten, unter welchen Sicherheitsvorkehrungen wieder gedreht werden könnten. „Indiewire“ hat einen frühen Entwurf gelesen [auf Englisch].

Auch David Lynch hat einen neuen Kurzfilm gedreht: „Fire“ ist jetzt auf Youtube zu sehen. „Ziemlich abgefahren – und typisch verstörend“ findet ihn das Kinoportal „Filmstarts“.

 

Es hat ein bisschen was von Nostalgie, findet der BR: Im eigenen Auto sitzen, Popcorn essen und einen Kinofilm auf großer Leinwand sehen. Und hat auch eine Liste der Autokinos in Bayern.
Den Überblick zu Niedersachsen hat die „Kreiszeitung“, für Bremen der „Weser-Kurier“. Die anderen Bundesländerbürger*innen müssen leider selber googeln.
Auch der MDR staunt über die Verbreitung der Autokinos und besuchte selbst eines in Magdeburg. 

Der Thriller „Man from Beirut“ startete exklusiv in Autokinos. Hauptdarsteller Kida Ramadan erklärt dem „Tagesspiegel“, warum er nicht über die Krise jammern will und wie es ist, mit der eigenen Tochter zu drehen.

 

Wissenschaftler*innen haben es nicht leicht in diesen Tagen, schreibt „Bildblog“: Laien behaupten, es besser zu wissen, oder kokettieren sogar damit, keine Ahnung zu haben, und lassen sich als Querköpfe feiern. Und dann schaltet sich, wenn’s ganz schlecht läuft, auch noch die „Bild“-Redaktion ein: Vor zwei Wochen hatte Deutschlands populärste Boulevardzeitung „mit schmutzigen Tricks versucht, Christian Drosten zu zerlegen“, diese Woche war Karl Lauterbach dran.  

Maskuliner Trotz: In dem Medien sind es vor allem Männer, die eine Lockerung des Lockdowns fordern. Das ist kein Zufall, meint Philipp Hübl in seiner Kolumne im „Philosophie Magazin“.

Auch Margarete Stokowski hat sich die „Männerwelten“ angesehen. Und vermisst einen Beitrag, mit dem Joko und Klaas unfreiwillig selbst gezeigt hatten, wie selbstverständlich Gewalt gegen Frauen ist.

Wenn jedes neue Shampoo als ,revolutionär’ bezeichnet wird, findet es Christof Wackernagel höchste Zeit, wieder an die ursprüngliche Bedeutung der Begriffs zu erinnern: Revolution bedeute nicht, das Alte hinwegzufegen und etwas völlig Neues an seine Stelle zu setzen – sondern, dass die falschen Verhältnisse „zurückgedreht“ werden zu ursprünglich richtigen.

Weltweit hat sich die Natur wegen der Einschränkungen in der Corona-Krise erholt, so schien es zumindest. Doch nach dem wochenlangen Lockdown lockern viele Länder ihre Einschränkungen zunehmend. Nutzen sie die Chance für einen klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft? fragt der Deutschlandfunk vorsichtig.

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