Die Krise hat auch gute Effekte: Heute Abend werden die „Lolas“ verliehen. Zum 70. Mal. Aber erstmals live und im Ersten. | Foto © Deutscher Filmpreis

Heute Abend wird zum 70. Mal der „Deutsche Filmpreis“ vergeben. Das soll zum Wochenausklang mal den Vorspann für sich alleine bekommen. 

Wir danken Ihnen für Ihre Informationen, Ergänzungen und Korrekturen, Fragen und Kommentare an (Aktiviere Javascript, um die Email-Adresse zu sehen). Und bitten um Verständnis, wenn wir nicht alle persönlich beantworten können. 

 

Das Wochenende naht, da kommt man früh morgens vor dem Spiegel auf die besten Ideen: Gibt’s denn eigentlich schon eine Website für die originellsten Corona-Masken? Doch eigentlich interessieren uns andere Eigenarten unserer Spezies, darum fragten wir Google nach „stupid things you can do with your corona mask“. 

Wer’s nicht ganz so flach mag, kann ja das Essay „Die Maske“ in der „New York Times“ lesen. Und zwar auf Englisch. 

 

Erstmals live und im Ersten: Heute abend wird der „Deutsche Filmpreis“ verliehen. Zum 70. Mal. Um 22:30 Uhr geht’s los, der Livestream läuft hier.
Wer die Favoriten bei der Lola-Gala sind, weiß „Der Tagesspiegel“, der RBB aber auch. Und die Deutsche Welle.

Normalerweise lädt „Blickpunkt Film“ die für den besten Film nominierten Produzent*innen zum Roundtable-Gespräch. Dieses Jahr geht das nur nacheinander. Hier antworten Jochen Laube und Fabian Maubach von Sommerhaus Filmproduktion für „Berlin Alexanderplatz“.

 

Dass irgendwann wieder gedreht wird, war Joachim Langen klar. Und dass dafür Vorkehrungen getroffen werden müssen. In Facebook-Gruppen wurde darüber bereits rege diskutiert, erzählt Langen. Also startete er auf der Facebook-Seite seiner Firma Jola-Rent, Verleiher von Spezialfahrzeugen für Film und TV-Produktionen, einen „Aufruf an die Filmwelt“. Um Handlungsempfehlung zu erarbeiten, „damit unter größtmöglicher Sicherheit unter welchen Bedingungen was wie an Dreharbeiten wieder aufgenommen werden könnte, wenn es der Gesetzgeber erlaubt. Dafür benötigen wir die Fachleute aus allen Gewerken.“
Heute vor zwei Wochen war das. Anfangs waren sie zu fünft, doch schnell nahm die Idee Fahrt auf, sagt Langen: 150 Filmschaffende aus allen Gewerken erarbeiteten in Teams Konzepte für ihre Arbeitsbereiche, darunter auch Experten für Arbeitssicherheit. „Alle drei bis vier Tage“ hielten sie Videokonferenzen, daneben gab es Schaltungen mit den Heads of Department.
Gestern abend wurden die Zwischenstände erwartet, die nun von einem Redaktionsteam zusammengeführt und von Experten für Desinfektion und Arbeitssicherheit geprüft werden.
Für die fertige Fassung habe man „den 4. Mai in Blick“. Diese wolle man anschließend Produktionsfirmen zur Verfügung stellen.  

An der Sicherheit am Set arbeiten zurzeit auch mehrere Berufsverbände und Produktionsfirmen. Die Bavaria setzte am Anfang der Woche die Dreharbeiten zur Daily „Sturm der Liebe“.  Eigentlich ein gutes Beispiel dachten wir und fragten nach, welche Lösungen die man gefunden hat? Und wie insbesondere potenziell besonders gefährdete Mitarbeiter*innen und Schauspieler*innen geschützt werden? Als Antwort erhielten wir die Pressemitteilung. 

 

Knapp eine halbe Millionen Menschen könnten davon profitieren, dass länger Arbeitslosengeld gezahlt wird. Auch das Kurzarbeitergeld soll für einen Teil der Bezieher steigen, berichtet „Der Tagesspiegel“. 

Eine Übersicht der Erleichterungen gibt die „Süddeutsche Zeitung“.

Anmerkung der Redaktion: Nach Auskunft der Arbeitsagentur gibt es noch keinen offiziellen Gesetzentwurf zum Thema Arbeitslosengeld 1. Das dürfte in den nächsten Tagen passieren.

Der Deutsche Kulturrat listet die Hilfsmaßnahmen der Länder auf, laufend aktualisiert.

Das Berliner Soforthilfeprogramm gegen die Corona-Krise hat zahlreiche Betrüger animiert. Nun gab es erstmals auch eine Festnahme wegen mutmaßlichen Betrugs. Doch das ist nur ein Fall – von schon jetzt 46. Der Schaden ist bereits sechsstellig, berichtet der RBB.

Die Neuigkeiten zum Arbeitslosengeld gestern haben manche Forderung überholt. Wahrscheinlich auch die der  Initiative „Zukunft Filmproduktion Deutschland: Nicht ohne uns!“, die in die gleiche Richtung geht, wie das, was die Koalitionsparteien vorgestern abgesprochen haben.  Noch bemerkenswerter: Mehr als 11.400 betroffene Filmschaffende shaben sich in den vergangenen Wochen angeschlossen. In Tausenden von Posts auf Facebook berichten sie täglich von ihren Sorgen und Nöten.

Bessere Regelungen zum ALG fordern heute auch 13 Verbände, Gewerkschaften und Institutionen in einem gemeinsamen Brief an das Bundesarbeitsministerium. Da werden nicht nur die besonderen Beschäftigungsverhältnisse und Abhängigkeiten der Filmbranche erklärt, sondern auch der Entwurf zur Gesetzesvorlage beigefügt. Gefordert wird eine Verlängerung bestehender ALG1-Ansprüche für Arbeitslose, deren Unterstützung in oder kurz nach der Krise endet, sowie die Neugewährung von ALG1-Anwartschaften für alle, die weder in einem Filmprojekt arbeiten, noch Kurzarbeitergeld beziehen konnten.
„Es wird mit einer Zahl von Betroffenen in der Größenordnung von 20.000 bis 40.000 gerechnet“, schreiben die Unterzeichner. Das sind die Berufsverbände Herstellungs- und Produktionsleitung (BHP), Regie (BVR), Kinematographie (BVK), Szenen- und Kostümbild (VSK), Casting (BVC), Requisiteure und Set Decorator (VDRSD), Filmschnitt (BFS), Beleuchtung & Bühne (BVB) und der Interessenverband Deutscher Schauspieler (IDS), die Mediengewerkschaft VRFF, die Deutsche Akademie für Fernsehen, IG Licht und Bühne und der Filmverband Südwest.

Noch etwas genauer will es eine Umfrage wissen, um die Situation der befristet Angestellten in der Filmwelt für die Politik abzubilden. „Dort gelten wir als wenige Einzelfälle!“, schreibt Best Boy Alexander Spohn, einer der vier Initiatoren. Die Umfrage sei eine private Initiative, versichern sie, eine regionale oder politische „Färbung“ wollen sie vermeiden. Ihr politischer Kontakt sei allerdings die bayerische Landtagsabgeordnete Sanne Kurz von Bündnis90/Die Grünen: „Sie ist selbst Kamerafrau und engagiert sich unter anderem sehr für die Belange von uns Filmschaffenden. Wir hoffen, diese Ergänzung trägt einerseits zur Transparenz und andererseits auch zum Vertrauen bei. Es geht uns um ein Bild der gesamtdeutschen Lage der befristet angestellten Filmschaffenden. Unabhängig von Verbänden, Ländergrenzen und politischer Gesinnung.“ Die Umfrage ist mit zehn Fragen möglichst kurz gestaltet.

 

Die AG Kino und der HDF Kino haben einen Maßnahmenkatalog für eine Wiedereröffnung der Kinos an die Politik übergeben. Sie fordern eine „Wiedereröffnung mit Abstand und Augenmaß“. Unterstützung erhalten sie dabei von den Verleihern.

Auf die aktuelle Situation der Kinos blickt auf „Artechock“ Verena von Stackelberg, Gründerin des „Wolf Kino“ in Berlin und Grün­dungs­mit­glied des Haupt­ver­bands Cine­philie.

Seit Beginn der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Pandemie sind sie die einzige Bastion des Leinwanderlebnisses: Autokinos. Doch die Bundesländer gehen sehr unterschiedlich mit diesem Angebot um – und Bayern zählt in diesem Fall zu den unrühmlichen Beispielen. Eine Petition pro Autokino soll das nun ändern.

Wie schlagen Sie sich während der Corona-Krise? „Blickpunkt:Film“ befragt Mitglieder der Kino- und Filmbranche, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert werden. Hier berichtet Holger Pfaff, Geschäftsführer der Cinedom Kinobetriebe.

Die Hessische Filmförderung stellt 500.000 Euro für hessische Kinos bereit. Betreiber*innen können ab sofort Soforthilfe beantragen. Die laufenden Kinobetriebe sollen mindestens zwei Jahre bestehen und regelmäßigen Spielbetrieb vorweisen können.

 

Im Bundestag kritisiert Angela Merkel „zu forsche“ Lockerungen. Die Bundesliga pausiert weiter. Erneut melden sich Millionen US-Amerikaner arbeitslos. Die „Zeit“ bringt die wichtigsten Corona-Nachrichten vom Donnerstag.

Was eine Wohnung alles leisten könnte: Die Krise zeigt deutlicher denn je, dass die meisten Wohnungen den Bedürfnissen ihrer Bewohner nicht mehr gerecht werden. Das ließe sich ändern.

„Das Leben ist das höchste Gut“ – noch nie erklang das so einmütig aus aller Munde, und noch nie klang es so hohl wie in diesen Tagen: Über die Konjunktur der Heuchelei.

„In Amerika sind die Unvernunft und der Unverstand des Präsidenten Donald Trump bestimmend; in Deutschland erwachsen die Schwierigkeiten der Entscheidungsfindung nicht aus Einsichtslosigkeit oder Realitätsverweigerung, sondern aus der Komplexität des Problems“, meint der ehemalige „Zeit“-Herausgeber Theo Sommer ebenda. Doch was  „Exit“ angeht, liefern Wissenschaftler in den USA schon einen klaren Plan. Ein Vergleich.

Bundesparteivorsitzende tun sich leicht, im Interview nach der Öffnung der Kitas zu rufen – die „Taz“ fragt ja auch nicht nach, wie das überhaupt gehen soll. Der NDR und der RBB haben das, jeder für sich, nachgeholt – und fragten die Erzieher*innen selbst. Die Kommentare unterm zweiten Artikel sind ebenfalls erhellend.
Auch „Die Welt“ fragte diejenigen, die sich auskennen, versteckt „Die Angst der Erzieherin vor dem kommenden Montag“ aber hinter der Bezahlschranke. Macht nichts: Der „Merkur“ hatte schon vor zwei Wochen berichtet.

Bisherige Beispiele lassen allerdings  zweifeln, ob das wirklich so eine gute Idee ist (und auch ohne Corona haben es Mitarbeiter*innen in den Kitas nicht immer leicht).  

Der Berliner Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft jedenfalls sieht die „Erzieher*innen auf sich allein gestellt“. 

Übrigens: Ihre eigenen Kinder können Erzieher*innen den Regulierungen zufolge nicht in die Kita geben – in den meisten Bundesländern sind sie nicht als „systemrelevant“ gelistet. Und was sich hinter diesem Begriff außerdem verbirgt, erklärt der MDR: „schlecht angesehen und bezahlt“.

Der YouTuber Rezo lässt wieder von sich hören und geht Politiker wieder frontal an. Diesmal kritisiert er die Öffnung der Schulen in Corona-Zeiten, drückt das allerdings etwas jugendlicher aus als wir.

 

Eine neue Interviewreihe hat die MFG Baden-Württemberg gestartet: Kreative erzählen, wie sie mit der Corona-Krise umgehen. Zum Beispiel Daniel Reich von Kurhaus Production über das Risiko, Filme zu machen mit und ohne Corona …

„Casting ist wie ein Kaleidoskop“, sagt Tina Thiele. Sie betreibt das Branchenportal Casting-Network. Im Interview mit medienvorsorge.de erzählt sie von ihrem Werdegang, aber auch, wie die Corona-Pandemie die Filmbranche trifft – und was man als Betroffene*r dagegen tun kann.

Nach Corona-Zwangspause: Der Synchronverband hat die Arbeit wieder aufgenommen.

Der Filmfonds Wien hat die Auszahlungen aktueller Förderprojekte verstärkt, um damit den Wiener Filmschaffenden Corona-Zeiten beizustehen und die Liquidität der Unternehmen nicht zu gefährden.

Heimzahlung in harter Münze: Ziad Doueiri hat mit der Serie „Aus der Spur“ eine Parabel über den Aufstand eines Arbeitslosen gedreht. Man merkt, dass er bei Quentin Tarantino gelernt hat, meint die „FAZ“.
Da schwingt Gelbwesten-Geist mit, meint die „Taz“.

„Schau auf dich, schau auf mich“: Österreichs Regierung kümmert sich um die Medien und verteilt Geld in der Krise. Davon profitieren manche mehr als andere, berichtet die „FAZ“.

Auch das Stuttgarter Trickfilmfestival zieht ins Netz: Vom 5. bis 10. Mai läuft täglich von 12 bis 23 Uhr ein kostenloser Live-Stream mit Lang- und Kurzfilmen, Familienprogramm und abendlichen Talks.

 

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