Opa erzählt vom Viren-Krieg: Mit augenzwinkernden Clips appelliert die Bundesregierung an die Jüngeren im Lande. Einigen Älteren musste sie das mit dem Augenzwinkern nochmal erklären. | Screenshot


In Österreich beginnt morgen der schwere Lockdown, in Deutschland wird er erstmal vertagt – Bund und Länder wurden sich heute nicht einig und warten ab. Derweil wurde schon die Überbrückungshilfe III fürs kommende Halbjahr skizziert.  

In 50 Jahren würdigt die Bundesregierung mit einem Augenzwinkern die besonderen Helden der Pandemie. Die erinnern sich in fiktiven Rückblicken, wie sie das Virus stoppten: „Wir taten nichts, absolut gar nichts, waren faul wie die Waschbären.“ berichtet einer. Und ein anderer Corona-Veteran schmunzelt: „Es war leicht, ein Held zu sein“, berichtet einer.
Die Video-Kampagne, die ans jüngere Publikum appelliert, sorgt für geteilte Reaktionen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ im Video, ähnlich „Die Welt“ und der WDR.
Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte darum heute nochmal die Werbespots, und wie man „augenzwinkernd“ verstehen sollte. Fast elf Minuten brauchte er samt Nachfragen. 

 

Die Bundeskanzlerin beriet sich heute mit den Ministerpräsidenten der Länder über neue Einschränkungen. Welche Verschärfungen der Bund will, fasste die „Tagesschau“ zusammen.
Das Treffen zog sich hin, „Die Zeit“ vermutete mittags große Unstimmigkeiten: „Bund-Länder-Runde entzweit sich an Grundsatzfragen“. Am frühen Abend meldete das „Handelsblatt“, dass es wohl erstmal nicht zum Äußersten komme. Die Pressekonferenz am Abend bestätigt das. Das „Handelsblatt“ protokolliert im Live-Ticker.
Bund und Länder wollen am 25. November erneut beraten und einen Ausblick geben, wie es bis zum Jahresende weitergeht. Bei den Kontaktbeschränkungen hätte sie gerne bereits Beschlüsse gefasst, erklärte die Kanzlerin. Die Mehrheit der Länder sei aber dagegen gewesen.
Die Pressekonferenz lief bei Redaktionsschluss noch – mehr wissen wir in der nächsten Brancheninfo am Mittwoch. 

Auch in Österreich sind Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Doch die Infektionszahlen stiegen in der ersten Novemberhälfte zunächst weiter an, berichtet der BR: „Am Freitag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen bei 554,2, in einzelnen Regionen gar bis zu 850.“
Deshalb werden ab morgen die Maßnahmen härter und weitreichender – „wie im ersten strengen Lockdown im Frühjahr“, berichtet die Deutsche Welle: „Geplant ist, für drei Wochen Geschäfte und Schulen in Österreich zu schließen. Ausgangsbeschränkungen sollen dann rund um die Uhr gelten.“  Ausgenommen sind Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien sowie Bank- und Postfilialen. Wo möglich, solle auf Home Office umgestellt werden, für alle Arbeitnehmer werde die Kurzarbeit in vollem Umfang ausgebaut.

„Die Zeit“ zeigt die Ansprache von Bundeskanzler Sebastian Kurz im Video. Das ZDF fragt nach der Stimmung im Land.

 

Der Winter wird lang. Am Freitag haben Bundeswirtschafts- und -fianzministerium ministerium die Überbrückungshilfe über das Jahresende hinaus verlängert. Von Januar bis Juni 2021 soll die Überbrückungshilfe III einspringen. Hier sollen mehr Ausgaben angerechnet werden als bisher, und anstelle von bislang 50.000 können künftig bis zu 200.000 Euro pro Monat an Betriebskosten erstattet werden. Details werden noch bekanntgegeben. Wegen der technischen Programmierungen und der Abstimmungen mit den Ländern und der EU-Kommission können die Anträge einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr gestellt werden, teilen die Ministerien mit.
Zum Paket gehört auch eine „Neustarthilfe für Solo-Selbständige“, die keine Fixkosten geltend machen können. Sie sollen eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum erhalten, maximal aber 5.000 Euro. Bedingung: Sie müssen mindestens 51 Prozent ihres Einkommen im Referenzzeitraum aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben.
Die Neustarthilfe sei ein „unbürokratischer und schneller Zuschuss“, der nicht auf Grundsicherung und ähnliche Leistungen anzurechnen ist. Es sei denn, der Neustart klappt im Refenrenzzeitraum besser, als befürchtet – dann muss das Geld zum Teil oder ganz zurückgezahlt werden. 

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die kommenden Hilfen, mahnt aber zugleich,  dass die Zugangsvoraussetzung zur Novemberhilfe für indirekt und mittelbar indirekt Betroffene weiterhin viel zu hoch seien. Sie müssten 80 Prozent ihrer Umsätze mit Unternehmen gemacht haben, die im November-Lockdown geschlossen wurden.

 

Eine Beratungshotline für Künstler*innen und Kreative in Baden-Württemberg hat die dortige Filmförderung MFG am Freitag gestartet. Von Montag bis Freitag, von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr, geben Expert*innen eine erste Beratung zu den bestehenden Corona-Hilfen und beantworten Fragen rund um Unterstützungsleistungen während der Corona-Krise. Zu erreichen ist die Hotline unter der Telefonnummer 0711-90715413.
Eine einstündige weiterführende Beratung „für mittelfristige Anliegen und zu unternehmerischen Fragen“ erhalten Kreativschaffende auf Anmeldung über die kostenlosen Orientierungsberatungen der MFG.

In Hamburg wurden wegen Corona nur noch halb so viele Filme gedreht, berichtet „Die Zeit“: „Zählte die Filmförderung im Vorjahr noch 13 in der Hansestadt gedrehte Filme, waren es Anfang November nur noch 6.“

Wenig Publikum im Sommer, jetzt im Lockdown gar keine Einnahmen: Viele Kinos sind finanziell am Limit. In den USA und in England geben schon die ersten Kinoketten auf – wird es in Deutschland auch so weit kommen? „MDR Kultur“ fragt einen großen und eine kleine Betreiber*in. Fazit: Den kleinen Arthouse-Kinos sei eigentlich „ganz gut“ geholfen. Doch wer zu viel Kino macht, schaut in die Röhre: Für Multiplexe reiche die Hilfe nicht aus. Sie erhalten  keine Sonderförderung, an Überbrückungshilfe gebe es  gerade mal 100.000 Euro für acht Standorte, erklärt Günther Mertins, Geschäftsführer des „Rundkinos“ in Dresden, das zur Cineplex-Gruppe gehört. Das sei „nicht mal ansatzweise die Miete für einen Monat.“

Kino vermittelt Emotionen. Die sind nötig, um Situationen nachfühlbar zu machen, Gewalt und miterlebte Gewalt zum Beispiel, meint die „Neue Südtiroler Tageszeitung“: Das Bozner Filmfestival hatte für April den Spielfilm „Der Taucher“ im Wettbewerb, dazu sollte es ein vertiefendes Gespräch zum Thema häusliche Gewalt geben. Dann kam Corona. Der Film ist nun bis zum 21. November online über die Festivalsite und Vimeo für 5 Euro zu sehen. Das Gespräch wird ebenfalls im Netz stattfinden: Am kommenden Mittwoch, 18. November, um 20.15 Uhr. 

 

„Keanu Reeves feiert geheime Corona-Party“, meldete die „Bild“ am Freitag aus Babelsberg und setzte das „geheime“ in Großbuchstaben: „Party-Verbot in Deutschland wegen Corona. Aber die ,Matrix’-Macher lassen es trotzdem krachen!“ Die Meldung steht hinter der Bezahlschranke, der RBB und der „Kurier“ in Österreich erzählen es umsonst nach: Offiziell sei die vermeintliche Feier jedoch als Teil der Dreharbeiten deklariert gewesen. Laut Studio Babelsberg (die sich wiederum auf die Angaben der Produktion berufen) handelte es sich um den letzten Drehtag. „Es war eine Feier-Szene, die bereits im Sommer gedreht worden ist und nun der Anschluss. Dabei seien Hygiene-Auflagen eingehalten worden.“
Nach Angaben von Studio-Babelsberg-Vorstand Christoph Fisser waren etwa 110 Komparsen und rund 200 Crew-Mitglieder dabei, berichten die „BZ“, „Der Tagesspiegel“ und die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“: „,Das ganze Team wird durchgetestet’, sagte Fisser. Jeder Komparse habe mehrere Tage zuvor zwei PCR-Tests auf Corona und vor dem Party-Dreh zudem einen Schnelltest gemacht. ,Sonst hätten wir es ehrlich gesagt nie verantwortet‘, sagte Fisser. Die Schauspieler würden täglich getestet. Bei dem Dreh mit vier Kameras seien von den Mitarbeitern Masken getragen, beim Anstoßen dann aber abgelegt worden. Reeves war beim Dreh zumindest teilweise dabei. Die ,Bild’-Zeitung zitiert einen Partygast hingegen mit den Worten: ,Niemand hat gedreht.’“
Der Stadt sei bisher kein Verstoß von Studio Babelsberg gegen die Eindämmungsverordnung gemeldet worden. Das Gesundheitsamt werde eine Anhörung des Filmstudios vornehmen.  

 

„Grey’s Anatomy“ will keine heile Welt mehr verkaufen, stattdessen gibt die neue Staffel 17 der Krankenhausserie die volle Corona-Breitseite. Die Kritikerin auf „Moviepilot“ findet’s gut: Das Krankenhaus ist jetzt ein sogenanntes Covid-Center, „die Mediziner sind allesamt am Limit. Es ist eine Zerreißprobe, wenn überall Personal und Material fehlt. Frustration und Spannungen machen sich breit. Jugendliche feiern illegale Partys, Väter prügeln sich im Wartezimmer.“ Dass man dabei auf Vorher-nachher-Zeitsprünge zurückgreift, unterstreiche zusätzlich, wie sehr sich alles verändert hat. 

An aktueller Kunst, die sich mit Corona auseinandersetzt, herrscht kein Mangel. Aber gibt es tatsächlich schon eine „Corona-Kunst“ mit so markanten Eigenarten, dass sie sich von allen anderen abheben und nachwirken? Der Kunstkritiker Carsten Probst im Deutschlandfunk ist skeptisch: „Der oft bemühte Vergleich mit der Spanischen Grippe zeigt auch: Eine Katastrophe riesigen Ausmaßes, mit Auswirkungen auch in der Kunst wird nach einiger Zeit überlagert und verdrängt von anderen historischen Zäsuren, in jenem Fall dem Ende des Ersten Weltkrieges, dem Zusammenbruch des Kaiserreichs, Weltwirtschaftskrise und so weiter, und die Kunst schließlich subsumiert unter dem Begriff der Moderne. Und so sind auch in der Corona-Krise etliche Themen angelegt, die schon vorher da waren und auch noch viel grundsätzlicher erscheinen: Die Klimakrise, neuer Nationalismus, soziale Exklusion, der Einfluss von Verschwörungstheorien, generell die Phase des Posthumanismus, die später möglicherweise das Corona-Thema überlagern werden.“

 

Kaum eine Arbeitsumgebung scheint so schwer mit Infektionsschutzmaßnahmen in Einklang zu bringen wie ein Filmset, meint „Kino-Zeit“. Aber es hilft alles nichts: Filme müssen gedreht werden. Wie Hollywood damit umgeht, trägt sie aus US-Branchenzeitschriften und der „New York Times“ zusammen: Die Aufmerksamkeit richte sich auf „Virtual production“: Die zweite Staffel der Star-Wars-Serie „The Mandalorian“ wurde  komplett auf einer kreisrunden Bühne vor lebensgroßen Bildschirmen gedreht, „die jeden nur denkbaren Bildhintergrund heraufbeschwören können. Die Darsteller stehen nicht mehr vor einem Green Screen, sondern gewissermaßen direkt in der zum Leben erweckten Filmwelt. Eine Art des Filmdrehs, die Reisen an entlegene Orte überflüssig macht, Teamstärken reduziert, distanzierteres Arbeiten ermöglicht und dabei in den meisten Fällen auch noch umwerfend aussieht.“
Auch die Animationsbranche profitiere von der Krise: „Im Laufe des Jahres 2020 explodierte die Auftragslage, auch dank der Menge neu gegründeter Streamingservices, die ihre Plattformen mit Content füllen müssen. Weil der Löwenanteil der zeitgenössischen Animationen am Computer entstehen, fiel den Firmen die nahtlose Umstellung aufs Home Office leicht. Viele der Maßnahmen, etwa regelmäßige Zoom-Konferenzen, waren längst implementiert. Wie soll es auch anders gehen, wenn an einem Film zugleich Firmen aus den Staaten, Europa und Indien arbeiten?“

Corona und der „Klassenkrieg“: Die „Süddeutsche Zeitung“ schildert, wie ein Film in Frankreich Stimmung gegen Politiker und Pharmaunternehmen macht. „Hold-up“ komme als Dokumentation daher und beschreibt die aktuelle Pandemie als von dubiosen Mächten geplante Vernichtung der Menschheit – zwei Stunden und 45 Minuten lang. Für das Projekt wurden innerhalb weniger Wochen 200.000 Euro gesammelt. Prominente Interview-Partner*innen distanzieren sich inzwischen von ihrer Mitwirkung, Vimeo und Youtube hatten den Film aus ihrem Angebot entfernt. „Die Kritik an dem Film nehmen seine Macher zum Anlass, mit einem großen ,Zensur’-Stempel zu werben.“

 

Von Asien lernen, empfiehlt die China-Korrespondentin der „Zeit“. Von China bis Neuseeland gebe es Strategien, die funktionieren, doch in Europa würden sie ignoriert.
Die Länder, die das Virus in den Griff bekommen haben, unterscheiden sich in Regierungsform, Lage, Klima, Demografie und Mentalität. Drei Dinge hätten sie aber alle gemeinsam – viele auch aufgrund ihrer Erfahrung mit vorherigen Epidemien:
# Einen Konsens darüber, dass alle an einem Strang ziehen müssen und Freiwilligkeit allein nicht ausreicht. „Dieser Konsens herrscht in vielen Ländern Asiens aufgrund ihrer Erfahrung mit vorherigen Epidemien.“
# Der Maßnahmenkatalog sei in all diesen Ländern konsequent, „Quarantäne bedeutet wirklich Quarantäne“ – und wird kontrolliert.
# Sie haben ihre Grenzen geschlossen, „mit Bedacht und zur rechten Zeit, nicht aus verspätetem Aktionismus.“
„In Asien genießen Hunderte Millionen Menschen paradoxerweise seit Monaten ein deutlich höheres Maß an persönlicher Freiheit als in Europa“, schreibt die Korrespondentin. Am Wochende, bevor Deutschland in den zweiten Lockdown schaltete, konnten in Taiwan 130.000 Menschen die größte Gay-Pride-Parade Asiens feiern.
Da staunte sogar die „Bild“: Möglich wurde die riesige Demonstration, weil das Land seit mehr als 200 Tagen in Folge keine Covid-Infektionsfälle mehr verzeichnet hatte.

Die Erfolge in Asien seien das Ergebnis eines klaren Rezepts, erklärt „Business Insider“: Ein einheitlicher bundesweiter Plan mit übereinstimmenden Botschaften, das Tragen von Masken, breit angelegte Tests und Kontaktverfolgungen. „Den Ländern, die es nicht schaffen, ihre Ausbrüche einzudämmen, fehlt mindestens eines dieser Elemente.“ Die zeitlichen Abläufe der Pandemie zeigten die „relative Untätigkeit“ in Westeuropa: „Die Fälle steigen in vielen Ländern seit fast sechs Wochen stetig an, aber Großbritannien, Belgien, Portugal, Deutschland und Frankreich etwa haben erst kürzlich beschlossen, wieder — teilweise in abgeschwächter Form — in einen Lockdown zu gehen. Seitdem in Schweden innerhalb einer Woche die Fälle um 70 Prozent angestiegen sind, muss sich auch dort die Bevölkerung an strengere Regeln halten, obwohl es anfangs in dem Land nur wenige Einschränkungen gab. Im Gegensatz dazu haben Australien, China und Neuseeland in den vergangenen Monaten mit großem Erfolg nur in den Städten und Regionen lokale Lockdowns verhängt, in denen Ausbrüche aufgetreten sind.“

So ganz stimmt der Vorwurf vom ignoranten Europa allerdings nicht: Was Deutschland bei der Bekämpfung von Corona von anderen Staaten lernen kann, erzählte schon im Oktober das „Handelsblatt“ und fand außer den Vorbilder in Asien auch eines in der Europäischen Union: Griechenland habe „früh und diszipliniert gehandelt“, und die erste Welle im Frühjahr besser gemeistert als die meisten anderen europäischen Länder.
Die Zahl der Covid-19-Toten in Griechenland hat sich seit Erscheinen des Artikels verdoppelt. Die Regierung hat die Notbremse gezogen, meldet der SRF in seiner Länderübersicht: Seit dem 7. November gilt ein dreiwöchiger Lockdown. Mit zuletzt 93 Toten pro Bevölkerungsmillion schneidet Griechenland trotzdem noch besser ab als Deutschland mit 119. Das nach Bevölkerung gleich große Schweden kommt sogar auf 581.

Und in der Schweiz hatte auch „Watson“ schon gestaunt: „Süd-Korea brachte die erste Corona-Welle schnell unter Kontrolle, und als sich eine zweite andeutete, wurde auch diese früh gestoppt. Was macht man im asiatischen Land richtig?“ Und fragte einfach einen Koreaner, der auch die Schweiz kennt: „Erstens: Wir tragen überall eine Maske. Die Regierung musste das nicht entscheiden. Wir sind Masken auch sonst gewohnt, beispielsweise gegen die schlechte Luft. Zweitens glaube ich, es hat auch mit unserer Kultur zu tun. Wenn wir ein Problem haben, dann versuchen wir, dieses zusammen zu lösen.“

 

Von der Krise als Chance haben wir in den vergangenen Monaten nicht mehr viel gelesen. Für allzu viele klingt das inzwischen wohl auch zu zynisch. Andererseits: der Lockdown droht sich lange hinzuziehen, Grundsicherung ist kein Geschäftsmodell, und für die Weiterbildung bleibt sonst wenig Zeit. Also doch eine Chance, ganz pragmatisch: Die Bundesagentur für Arbeit mit ihren Jobcentern fördert Weiterbildungen mit dem Bildungsgutschein, weitere Fördermöglichkeiten listet zum Beispiel die Münchner Filmwerkstatt.
Eine Weiterbildung, die laut Anbieter zu 100 Prozent gefördert wird, nennt sich „Für den Film“. Angesprochen sind Schauspieler*innen, Caster*innen und Agent*innen. Zum zwölfwöchigen Programm gehören ein professionelles Foto-Shooting, der Dreh von Szenen fürs Showreel, Selbstmarketing und (E-)Casting-Training. Die Ausschreibung für die nächste Kursrunde hat gerade begonnen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Noch nicht registriert? Als eingeloggter User wird Ihr Name automatisch übernommen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte lösen Sie diese Aufgabe, bevor Sie den Kommentar abschicken.
Dies dient dem Schutz vor Spam.

Was ist 8 * 4?