Ende letzten Jahres forderte die Künstlersozialkasse wieder einige Tausend Versicherte auf, ihre Steuerbescheide der letzten fünf Jahre zuzusenden, um zu überprüfen, ob der tatsächlich erzielte Gewinn mit den Gewinnprognosen übereinstimmt. Wurden bewusst oder fahrlässig falsche Angaben gemacht, kann  es unter Umständen zur Festsetzung von Bußgeldern kommen. Die Anhörungsbögen gehen den Betroffenen in diesen Tagen wieder zu.

Versicherte der Künstlersozialkasse haben zum 01.12. den voraussichtlichen Gewinn des Folgejahres zu schätzen, der sodann als Grundlage für den Beitrag genommen wird. Eine – gerade bei Filmschaffenden – nicht einfache Aufgabe. Die Gewinnschätzungen weichen insoweit sehr häufig von den tatsächlichen Ergebnissen ab.

Zeichnet sich während des Jahres ab, dass die Gewinnschätzung nicht zutreffend war, ist der Versicherte verpflichtet, die Künstlersozialkasse hierüber zu unterrichten und eine zukünftige Beitragsanpassung zu beantragen.

Soweit im Rahmen der Stichprobenüberprüfung nunmehr festgestellt wird, dass der gemeldete Gewinn erheblich abweicht, ist mit einer zukünftigen Anpassung des Beitrags und weiteren zukünftigen Prüfungen bzw. einem Ausschluss aus der Künstlersozialkasse zu rechnen. Weiter ist zu beachten, dass wer bewusst oder fahrlässig falsche Angaben gemacht hat, zu einem Bußgeld von bis zu 5.000 € verdonnert werden kann.  Unter Umständen müssen auch noch die Zuschüsse zur Versicherung zurückgezahlt werden.

Wird dagegen festgestellt wird, dass das Jahresmindesteinkommen von 3.900 € nachhaltig nicht erreicht wurde, droht ein Ausschluss aus der Künstlersozialkasse.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Noch nicht registriert? Als eingeloggter User wird Ihr Name automatisch übernommen.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte lösen Sie diese Aufgabe, bevor Sie den Kommentar abschicken.
Dies dient dem Schutz vor Spam.

Was ist 6 multipliziert mit 7?