„Schwesterlein“ | Foto © Vega Film

Alles Kino und noch mehr … in der Woche vom 29. Oktober 2020 – Teil 2.

Fürs kommende Jahr 2021 ist der (von der ukrainischen Filmagentur verkaufsgeförderte) Film „Mavka“ der Regisseurin Oleksadra Ruban angekündigt, der die slawische Folklore international bekannter machen soll. Und einen kleinen Vorgeschmack lässt schon mal die schlichter gehaltene Animation „Clara und der magische Drache“ von Oleksandr Klymenko zu: Nur einmal in tausend Jahren kommt ein magischer Drache auf die Welt. Er hat außergewöhnliche Fähigkeiten: der kleine Drache vermag die Welt heller und bunter zu machen. Zufällig landet das Drachenbaby bei einem gutgelauntem Waschbären und dem grummeligen Zwerg Alfred. Sie wollen dem Drachen ein neues Zuhause finden und suchen bei Clara Hilfe. Das Mädchen glaubt, es habe ebenfalls magische Fähigkeiten. Gemeinsam machen sie sich auf, den Drachen vor den dunklen Mächten zu beschützen. Der einfache Plot dieser Geschichte wird gut ergänzt durch den etwas hölzernen Humor, der kleine Kinder trotzdem zum Lachen bringen dürfte.

Die Teenagerin Lily (Cailee Spaeny) zieht mit ihrer Mutter (Michelle Monaghan) eine neue Stadt und hat die Probleme, sich in das neue Umfeld einzufügen. Als sie Opfer von Mobbing wird, sprechen sie drei Mitschülerinnen (Gideon Adlon, Lovie SImone und Zoey Luna) an. Sie sind Teil eines Hexenzirkels, der mit Hannah seine Bestimmung bekommt. Die vier Hexen verfügen nun über magische Kräfte.
„Blumhouse’s Der Hexenclub“ ist das Sequel von Andrew Flemings „The Craft“ aus dem Jahr 1996 und weniger zum Lachen, als vielmehr zum Haloween-Gruseln: Die Regisseurin Zoe Lister-Jones („Band Aid“, „Lola gegen den Rest der Welt“) gibt den Hexen der 1990er ein zeitgemäßes Image.

Apropos Hexen, apropos nochmal: „Hexen hexen“ ist das Remake des Kinderfilmklassikers von Nicolas Roeg aus dem Jahr 1990, der wiederum auf dem Kinderbuch von Roald Dahl basiert, und sollte ebenfalls ins Kino. Bei einem Treffen von Hexen im Hotel von Mr Stringer (Stanley Tucci) geht es hoch her. Die nämlich schmieden den Plan, alle Kinder dieser Welt in Mäuse zu verwandeln. Ausgerechnet ein kleiner Junge (Jazhir Bruno) kommt hinter dieser Verschwörung und wird ihr erstes Opfer.
Robert Zemeckis („Forrest Gump“, „Zurück in die Zukunft“) fand Gefallen an dem ikonischen Stoff, für den er selbstverständlich auch eine erstklassige Crew hinter der Kameralinie zusammenbrachte. Von der Kostümbilderin Joanna Johnston („Lincoln“) über den Szenenbildner Gary Freeman („Children of Men“, „Sweeney Todd“) bis hin zu seinem Stammkameramann, DoP Don Burgess („Forrest Gump“, „Contact“).

Eine olympische Schauspieler-Besetzung haben auch die Schweizer Regisseurinnen Véronique Reymond und Stéphanie Chuat auf die Leinwand gebracht: Lisa (Nina Hoss) war einst eine renommierte Theaterautorin, ihr Bruder Sven (Lars Eidinger) ist noch immer ein berühmter Bühnendarsteller. Als er an einer aggressiven Leukämie erkrankt, setzt sein „Schwesterlein“ alles daran, dass dieser wieder die Bühne betritt. An seiner Erkrankung spiegelt sich ihre Verbundenheit zum Bruder, für den sie auch ihre eigene Ehe vernachlässigt. Denn allein er ist es, der sie wiederum kreativ werden lässt. Und das ist nicht nur schön und bewegend anzusehen, sondern auch erheiternd. Etwa wenn Nina Hoss auf den künstlerischen Leiter der Berliner Schaubühne, Thomas Ostermeier, einredet.

Kaum bekannt ist wiederum die Geschichte einer jungen Bayerin, welche von Regisseurin Caro Lobig als Selbstfindungs-Abenteuer auf die Kinoleinwand gehoben wird: „Wildherz – Auf der Reise zu mir selbst“. Die Heranwachsende Simone Hage wächst behütet in einem bayerischen Dorf auf und entschließt sich, gemeinsam mit ihren zwei Wildpferden auf eine Reise zu gehen. Gemeinsam bestreiten sie den Weg von ihrer Heimat bis an die Ostsee in Dänemark. Der Titel verrät’s: Es ist eine Reise, die Simone verändern wird. Doch das bemerkt sie erst, als sie ein Jahr später wieder zuhause angelangt ist. 

Schon 50 Jahre alt sind die Abenteuer des Indianerjungen Yakari, der 1969 in einer Schweizer Schulzeitschrift erstmals das Licht der Welt erblickte. Heute gibt es rund 130 Episoden der „Yakari“-Fernsehzeichentrickserie. Zum Jubiläum erscheint nun „Yakari – Der Kinofilm“. Im Stil klassischer Zeichentrickfilme animiert, erzählen die Regisseure Toby Genkel und Xavier Giacometti die Geschichte vor pittoresken Panoramen: Der Sioux-Junge Yakari hat einen Traum. Er möchte auf dem Pferd Kleiner Donner reiten. Obwohl es noch niemandem aus seinem Stamm gelungen ist, das Pferd zu zähmen. Als Kleiner Donner in Gefahr gerät, kann Yakari das Pferd retten. Doch es entwischt ihm abermals. Und der kleine Junge gerät nun selbst in Gefahr.

 

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