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Aktueller Videobeitrag: ecasting: pro & contra
Wie ernst zu nehmen ist dieser „neue“ Markt oder ist es nur ein Modetrend? Ein Zusammenschnitt des Panels am filmhaus babelsberg.

Auf dem Podium sitzen:
Heidi Krell (BVC)
Suse Marquardt (BVC)
Charlotte Siebenrock (BVC)
Clemens Erbach (BVC & filmmakers)
David Althammer (schauspielervideos)
Heiko Reichenberger (Goldbaum Management & rising-star)
Antoine Monot (BFFS)

Als Gäste wurden desweiteren geladen:
Jacqueline Rietz (VdNA)
Daniel Krauss (Regisseur, Produzent & Schauspieler)
Sonja Döring (ZAV Berlin)
Birgit Menzel (Die Agentin)

Moderation:
Tina Thiele (Autorin, Journalistin: casting-network)

5 Kommentare
  1. Mayer sagte:

    Ich finde ein E-Casting nicht so gut,denn wenn man keine Handycam oder Webcam hat,wie will man sich dann alleine auf Kamera aufnehmen und zudem wie will man ,wenn 2 Leute in der Schauspielszene vorkommt,dann dies zeigen,um das die Caster sehen,wie man reagiert…schöner fände ich es,wenn man zu einem Casting persönlich hinfärt um sich zu repräsentieren,da finde ich schon man sollte sich ein Bahnticket leisten können,dies geht auch im Sparpreis

  2. loewe sagte:

    Ich gebe Geissendörfer Recht.
    Wer kein Geld hat kann kein Restaurant eröffnen. Akzeptiert.
    Wer kein Geld hat kann keine Kreuzfahrt machen. Akzeptiert.
    Wer kein Geld hat kann keinen Film machen. Wird ständig diskutiert.
    Fakt ist: Wenn Leute die keinen Geld haben einen Film machen, verwirklichen sie sich und ihre Idee auf Kosten anderer. Das ist ungerecht. Am Ende hat der Regisseur einen Film. Jemand anderes hat ihm dabei geholfen. Jeder muss sich die Art seiner Selbstverwirklichung innerhalb seins möglichen Rahmens aussuchen denke ich. Dann muss eben ein Bild malen oder Gitarre spielen um seine Gefühle auszudrücken. Ich arbeite in vielen gutbezahlten Projekten, zum Beispiel Werbung, und dort fühlt man sich nicht permanent hintergangen und fragt sich andauernd: mache ich das wirklich für mich? Weil ich Teil des „Projekts“ sein will? Oder ist einfach jemand besonders geschickt darin mich um den Finger gewickelt zu haben?
    Ich würde einer Größe wie Geissendörfer keine Arroganz unterstellen. Er wird einfach wissen, dass es sich nicht gehört Leute umsonst für sich arbeiten zu lassen. Das ist meiner Meinung nach eine Frage des Anstands. Also: arbeiten, sparen, wenn Genug Geld da ist Film machen und die Leute bezahlen.
    Genauso müssen es nämlich die Leute die man umsonst anheuert auch machen. Arbeiten und sparen um dann die Zeit zu haben das Projekt eines anderen auf die Beine zu stellen. Das sollte Aufgabe des Initiators sein.
    /offtopic

  3. Huckleberry Finn sagte:

    Daniel Anderson, Sie haben natürlich Recht, dass das Ecasting ein weiteres Mittel der Kostendrückung ist und es entlässt die Produzenten erneut aus der Pflicht, adäquat ihre Produkte vorzubereiten. Und sicher geht beim Ecasting etwas verloren. Aber was ist die Alternative gerade für Job-suchende Schauspieler Angesichts der Tatsache, das Caster in der ganzen Republik verteilt sind?
    Aus der Sicht der Schauspieler, die in den letzten Jahren immer nur nach DVD besetzt wurden (und das dadurch immer schmaler werdende Nadelöhr für unbekannte Schauspieler oder Newcomer überhaupt gesehen zu werden) ist das Ecasting zumindest wieder eine gewisse Chance. Trotz der von Ihnen genannten Fehlerquellen.
    Wobei ich mich frage, an welchen Live-Castings, an denen ich selbst teilgenommen habe (und es waren einige) der Regisseur überhaupt present war. Die Zahl ist verschwindend gering! Hin und wieder wurde ich auch von einem Praktikanten gecastet. So viel zum Thema Varianten und Chemie.
    Vielen Schauspielern ist es sicher lieber eine Chance durch ein Ecasting zu bekommen, als gar keine Chance. Oder für teuer Geld einen Tag durch die Republik zu fahren um einem Live-Casting teilzunehmen, das 15 Minuten dauert. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Rollen dem ein oder anderen Kollegen durch die Lappen gegangen sind, weil Castings in Hamburg oder Berlin waren, er aber in München wohnte. Und ihm das Geld fehlte das Bahnticket zu wuppen.
    Was das Zitat von Hans W.Geissendörfer betrifft:
    Ich überlege wie er es gemeint hat.
    So wie es da steht zeugt es eher von Arroganz und Überheblichkeit Eines, der sich einer besseren Klasse zugehörig fühlt. Denn das würde heißen, das nur derjenige das Recht dazu hat, Filme zu drehen, der Geld hat. Da dieses die meisten nicht haben und viele dennoch einen schönen Film zustande bringen, straft Herrn Geissendörfer Lügen.

    Wenn er aber vom Sinn her meinte:..“wer einen Filme machen will und genug Geld dafür hat, aber zu geizig ist, dieses für die notwendigen Dinge auszugeben, soll keine Filme machen …“ dann bin ich bei ihm.

  4. Daniel Anderson sagte:

    Meiner unmaßgeblichen Erfahrung nach ist eCasting ein weiteres Mittel an den Voraussetzungen für eine gelungene Produktion zu sparen. Ich halte eCasting für das schlechteste aller Mittel, Rollen zu besetzen, denn im Gegensatz zum klassischen Verfahren werden hierbei entscheidende Faktoren vernachlässigt – wie reagiert der Schauspieler auf Varianten, sprechen Regisseur und Schauspieler dieselbe ‚Sprache‘, stimmt die Chemie etc. Interessant an der Diskussion ist, dass sich ausgerechnet die so geschmähte und ungeliebte Soap-Produktion Grundy als einzige eine klassische Castingabteilung leistet. Für eine Vorstellung bei einem Caster mag das eCasting ein probates Mittel sein, für die tatsächlichen Besetzungsentscheidungen ist es ungerecht, voller Fehlerquellen und einfach nur ein widerliches Drehen an der Kostenschraube. Hans W. Geißendörfer: „Wer kein Geld hat, soll auch keine Filme machen“.

  5. Huckleberry Finn sagte:

    Naja, hier wird ein wenig Problemchen gemacht, damits was zum Reden gibt. (machen wir ja mal gerne). Angesichts der Tatsache das wir hier in Deutschland sind, wo sich Caster und Co. im Gegensatz zu UK, USA und Frankreich, in der (fast) ganzen Republik verteilen ist E-Casting oder Casting per Skype das Mittel der Wahl. Wichtig ist, das Caster überhaupt wieder mehr casten im urgeintlichen Sinne – ob viral oder live. Allemal besser als Demo-DVDs hervorkramen und die ewig selben Nasen verbraten. Antoine Monots Bedenken hinsichtlich der Technik-Unfähigkeit mancher Schauspieler, halte ich für aufgebauscht. Wer ein I-Phone sein neigen nennt, der kann auch eine Webcam bedienen. Und ein simples Schnittprogramm ( was man free downloaden kann ) mit der man die ganze Wurschtelei, vorne und hinten vor der eigentlichen Szene, abscheiden kann.
    Und natürlich kennt im Zweifel jeder einen, der einen kennt. Danach kann man es selbst.
    Natürlich wäre es im Zweifel schöner, ein Caster dabei zu haben, der einem eine gewisse Anweisung fürs Casting gibt. Aber mal ehrlich, es ist der Caster, nicht der Regisseur. Und Schauspieler sollten sich auch ein paar warme Gedanken zum Casting alleine machen können. Jemanden hinter der Kamera ist schön, brauchts aber für ein E-Casting nicht unbedingt???
    Also, es spricht so gar nichts gegen E-Casting, angesichts der Gesamtsituation hier.
    Ich finde sogar, es muß noch mehr E-Castings geben, es sind noch viel zu wenige. Damit es einfach wieder mehr Casting gibt!!! Ehrliche E-Castings, wo sich auch unbekanntere Schauspieler vorstellen können. Auch mal Leute, mit denen man nicht rechnet. (ähnlich wie es Frau Marquardt ausführt)
    Ich muß auch nicht jeden neumodischen Quatsch mitmachen. Ich finde es zum Beispiel vollkommen überflüssig, das wir mehr als zwei Schauspieler-Portale haben. Sogar noch welche, die echt oder scheinbar, von bestimmten Castern o. Produktionsfirmen bevorzugt werden.
    Aber beim E-Casting liegen die positiven Argumente vorn. Also nicht quatschen, sondern Casting machen!!!!

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