Gemeinsam stark?
Einer macht was, viele ziehen mit, andere protestieren. Zwei Wochen später ist wieder alles andersherum. Dabei wäre Einigkeit unter den Filmschaffenden zur Zeit so nötig wie nie. Was ist bloß bei den Berufsverbänden los?
This author has not written his bio yet.
But we are proud to say that Peter Hartig contributed 446 entries already.
Einer macht was, viele ziehen mit, andere protestieren. Zwei Wochen später ist wieder alles andersherum. Dabei wäre Einigkeit unter den Filmschaffenden zur Zeit so nötig wie nie. Was ist bloß bei den Berufsverbänden los?
Das interessiert ja eh keinen? Zwei neue Gewerke werden beim „Europäischen Filmpreis“ ausgezeichnet – dabei wurden klammheimlich die Abstimmungsregeln geändert.
Das Festival von Cannes hatte wieder seinen obligatorischen Skandal. Nur schaute dieses Jahr keiner hin – es ging ja nur um die Filmarbeit an sich.
Rettet das Abendland! Mit einer Petition kämpfen Europas Filmemacher dafür, daß ihre Werke wettbewerbsfähig bleiben.
Kleines Debüt gegen großes Spektakel: Beim „Deutschen Filmpreis” machten zwei Filme die „Lolas” untereinander aus. Irgendetwas wird man schon daraus lesen können.
Lobby für die Filmkunst? Von wegen! Die „Welt“ besuchte die Anhörung zum neuen Filmförderungsgesetz und merkte gleich, wo’s beim Deutschen Film hängt.
Produzenten, Regisseure, Autoren und Schauspieler fürchten um den Deutschen Film: Der Bayerische Rundfunk will weniger in Kinoproduktionen investieren. Was für ein Glück!
Filmschaffende zeigen Gesicht und reden Klartext. Respekt!
Auch die Kameraleute wollen keine Filmschaffenden mehr sein. Der Berufsverband Kinematografie kündigte zum Sommer seine Mitgliedschaft im Bundesverband der Branchenverbände. Das ist schlimmer, als man denken mag.
Falls es doch jemanden interessieren sollte: Die Bundesvereinigung »Die Filmschaffenden« hat wieder die besten Arbeitsbedingungen einer deutschen Produktion ausgezeichnet.
Thema verfehlt: Der „Stern“ berichtet in seiner neuen Ausgabe über die prekäre Lage der Schauspieler – vor einem Jahr. Nur gut, dass sich seitdem nichts geändert hat.
Tolles Gebäude, aber was kann man damit machen? Es rumort an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.
Wir haben’s ja geahnt, doch jetzt gibt’s auch die Fakten dazu: Filmförderung nützt vor allem einigen wenigen. Und das sind nicht die kleinen Filmemacher.
Auch in Hollywood kämpft man mit überlangen Arbeitszeiten. Ein Produzent berichtet – und liefert ein Beispiel in Zivilcourage.
Gestern wurden in Berlin die „Deutschen Filmpreise“ vergeben. All denen, die damit ein wenig Anerkennung und Aufmerksamkeit für ihre Arbeit erhalten haben, gratuliert das Team von Out-takes herzlich.
